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André Pitz

Leipzig, Germany

journalist by trade, cinephile at heart

1392 posts

Posts by André Pitz

Catan wird CO₂-neutral

Catan wird CO₂-neutral
(c) KOSMOS Verlag

Hahaha, coole Idee. Wer eine Umweltsau ist, verliert halt. (Also außer man ist BP, RWE & Co., dann rollt der Rubel gerade deshalb. Seit Jahrzehnten.) Soll im August erscheinen. Aus meiner Sicht ist das die perfekte Geschenkidee für Geburtstag oder Weihnachten, wenn dieser eine Onkel (mit-)feiert. Bringt sicherlich Schwung in die Bude.

Die Spielerinnen und Spieler sind verantwortlich für den Bau von Kraftwerken, um den Energiebedarf der modernen Insel zu decken. Doch Vorsicht: Wenn sie sich für Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen entscheiden, steigt die Umweltverschmutzung auf Catan. Auch der Bau von Siedlungen und Städten hat negative Auswirkungen auf die Umwelt. Glücklicherweise können Kraftwerke, die erneuerbare Energien nutzen, die Verunreinigungen neutralisieren.

(Direktlink via Thomas Gigold)

Gesehen: The Last Voyage of the Demeter (2023)

Gesehen: The Last Voyage of the Demeter (2023)
(c) Universal Pictures International Germany

Wie inszeniert man einen Stoff, dessen Bilder schon tief im kollektiven Gedächtnis der Menschheit verankert sind? Wie kann man sich dieser Geister entledigen, etwas eigenes schaffen oder auch „nur“ Erwartungen unterlaufen?

Das sind Fragen, die sich dieser Film offenbar erst gar nicht erst stellt. Stattdessen wird hier fast ausschließlich mit generischen (und generierten) Abziehbildern gearbeitet, die sich qualvoll immer und immer wiederholen (müssen). Der Film verliert hier gegen sein eignes Vorhaben, die Leerstellen des Stoffes zu füllen. Denn die Erkenntnis ist: Der Horror vom in unsere Welt eingeschlichenen Bösen kann sich im Dracula-Mythos auch so gut ausbreiten, weil immer wieder Auslassungen den Raum dafür schaffen.

★½☆☆☆

DE/IN/GB/US, R: André Øvredal, D: Corey Hawkins, Aisling Franciosi, David Dastmalchian, Javier Botet, Liam Cunningham, Chris Walley, Jon Jon Briones, Stefan Kapičić, Trailer, Wikipedia

Wie „Fanfiction Finance“ Vice zu Fall brachte

Wie „Fanfiction Finance“ Vice zu Fall brachte
(c) Jamie Street / Unsplash

Großartige Recherche von Elizabeth Lopatto über den Niedergang von Vice. Bottom line ist, dass sich das Management offenbar jahrelang am Unternehmensbudget wie an einem All-You-Can-Eat-Buffet bedient hat. Dieses Verhalten hat das Unternehmen nicht nur vor die Wand gefahren, sondern sogar ganz real Menschenleben in Gefahrt gebracht.

One reporter I spoke to had been traveling back from an undercover reporting trip focused on human rights violations when the production’s credit card started being declined; if it had happened 24 hours earlier, the team would have been in a very dicey situation. Fortunately, a supervisor was able to dig out an old credit card that still functioned, and that was how the group managed to fly home.
“A fucking clown show”: how Vice’s execs burned down its newsroom
The wild expenses, shady deals, and greed that ruined Vice.

Die frühere Vice-Kolumnistin Casey Johnston kommentiert auf Bluesky:

I'd hear constantly as a Vice editor that "digital" (the website and its editorial team) was one of the only unprofitable parts of the company. imagine my surprise that this was in part because PRIVATE JET TRANSPORT for execs was being written to our balance sheet

Eine Ode an Frauen, die gehen

Eine Ode an Frauen, die gehen
(c) Rodion Kutsaiev / Unsplash

Schöne Gedanken von Lizzy Stewart über eine vermeintlich so simple Sache. Mir kamen direkt fantastische Szenen wie diese oder jene aus Agnès Vardas grandiosem CLÉO DE 5 À 7 (1962) in den Sinn.

I love shots of women walking through cities in films. I like that they are alone and alive and, usually, wearing a nice coat. I like that even though they are a part of a bigger story, something grand or trivial, for those seconds they are removed of their storyline, the knots and tangles, and they are simply people, immersing themselves in the city, disappearing for a moment and allowing the noise of the world to eclipse the noise of their lives.
An Ode to Women Who Walk, From Virginia Woolf to Greta Gerwig
I love shots of women walking through cities in films. Especially in 80s New York (Meryl Streep in Heartburn, Meryl Streep in Falling in Love, Meryl Streep in Kramer Vs Kramer, Amy Irving in Crossi…

(via kottke.org)

„Ein Song reicht“-Newsletter

„Ein Song reicht“-Newsletter
Foto: Namroud Gorguis / Unsplash

Mein Discovery-Problem in Sachen Musik treibt mich weiterhin um. Dann ist das neue Newsletter-Projekt namens Ein Song reicht von Martin Hommel, unter anderem bekannt durch die unterstützenswerte Initiative Wo ist hier der Krach?, durch meine Timeline gerauscht. Jeden Tag landet so genau ein von ganz unterschiedlichen Menschen empfohlener Song in meiner Inbox. Finde ich super, das überfordert mich auch nicht mit zu viel neuem Kram 😅

Ein Song Reicht
Ein Newsletter. Ein Song. Täglich empfohlen von spannenden Persönlichkeiten.

Gesehen: Los Colonos (2023)

Gesehen: Los Colonos (2023)
(c) Mubi

Das Offenkundige direkt vorweg: Felipe Gálvez lässt hier wirklich ganz großartige Bilder einfangen. Die zeigen zweierlei Dinge: wie unfassbar schön Feuerland ist und mit welcher ausgewachsenen Hybris ein Mensch (lies: Kolonialist) daherkommen muss, um zu glauben, all das ließe sich nicht nur besitzen, sondern auch kontrollieren oder gar dominieren. Die Gewinner*innen werden dort noch ausgefochten, aber wer verliert, darauf hat man sich schonmal ohne Input der Betroffenen geeinigt.

Gálvez schreckt auch vor einer gewissen Komik nicht zurück – und das absolut zu Recht. Denn wenn sich ein paar Männers am Ende der Welt in ihren ranzigen Uniformen aus vermeintlich ruhmreicheren Kriegszeiten treffen, um den anderen beim Armdrücken zu demütigen, dann hat man den Gipfel der absoluten Lächerlichkeit erreicht.

Dem Film ist also durchaus ein solides Maß als Selbstbewusstsein zuzusprechen. Aber die hypnotisierende Ruhe der Bilder kann Gálvez nur bedingt auf die Dialogebene übersetzen. Dort sorgen zahlreiche affektierte Momente für eine Unwucht nach der anderen, was sich nicht immer mit dem Walzer der Bilder vereinbaren lässt.

★★★½☆

AR/CL/DK/FR/DE/SE/TW/GB, R: Felipe Gálvez, D: Mark Stanley, Camilo Arancibia, Benjamín Westfall, Alfredo Castro, Mishell Guaña, Trailer, Wikipedia
Colonos - Stream: Jetzt Film online finden und anschauen
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