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Musik

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Posts tagged with Musik

Fred again.. & Thomas Bangalter (Daft Punk) – die komplette Show aus London

Es ist November 2000, ich bin elf Jahre alt, 9/11 ist noch ein gutes Jahr entfernt, life is vergleichsweise good – auch, weil Daft Punks „One More Time“ inklusive Anime-Musikvideo droppt. Seitdem haben mich die beiden Franzosen nicht mehr losgelassen. Natürlich habe ich irgendwann von „Discovery“ aus rückwärts alles nachgeholt.

Daft Punk als Projekt ist bekanntlich mittlerweile Geschichte. Aber einer der beiden Robots, Thomas Bangaltar, wurde mir in den vergangenen Wochen immer und immer wieder in den Feed gespült, wenn ich mal Instagram aufgemacht habe. Denn er hat zusammen mit dem derzeitigen Electro-Halbgott Fred again das Closing von dessen USB002-Tour gespielt.

Mehr als ein paar kleine Schnipsel gab es nicht, aber Fred hat mehr oder weniger augenzwinkernd mit dem Hinweis darauf, dass der gemeinsame Auftritt gefilmt worden sei, implizit angekündigt, dass da auf jeden Fall noch mehr kommt.

Und mehr ist jetzt:

Fred fackelt hinter dem Pult wie immer eine massive Session Cardio ab, Bangalter scheint sich manchmal wirklich aus dem stoischen Robots-Modus herauszwingen zu müssen 😅

(P.S.: Ich bin hoffentlich nicht der einzige, der bei den in Bewegung gesetzten Stoffbahnen jedes einzelne Mal an Jordan Peeles NOPE denken muss...)

Robyns „Sexistential“ ist endlich da...

...und es ist ein ziemlicher Banger. Neun Tracks (und drei Remixes), auf den Punkt, hat sich seinen Platz in der Rotation verdient.

(Eingebettet ist die Youtube-Playlist mit dem ganzen Album. Ich trauere immer noch Songwhip hinterher. Kennst jemand noch eine gute und vor allem funktionierende Alternative? Odesli ist einfach kaputt.)

Update: Songport scheint eine brauchbare Alternative zu sein. Danke an Marcus für den Hinweis!

Robyn - Sexistential - Robyn
Listen to “Robyn - Sexistential” by Robyn on your preferred platform - Spotify, Apple Music, YouTube Music, Tidal, SoundCloud and more.

„Vier Töne gegen Stalin" - Ein Podcast über das komplizierte Vermächtnis von Dmitri Schostakowitsch

Opportunistischer Propagandist, Propagandist wider Willen oder subtiler Widerständler?

„Vier Töne gegen Stalin" - Ein Podcast über das komplizierte Vermächtnis von Dmitri Schostakowitsch
Foto: Dmitri Schostakowitsch im Publikum der Bachfeier 1950 in Leipzig

Durch Empfehlung von Alexander Matzkeit bin ich auf den vierteiligen Podcast Vier Töne gegen Stalin – Der Fall Schostakowitsch gekommen. Also eigentlich sind das vier zusammenhängende Episoden des Podcasts Alles Geschichte. Aber Potato, Potatoe.

Jedenfalls rollt der Musikjournalist Malte Hemmerich darin das komplizierte und nicht ganz klare Vermächtnis von Dmitri Schostakowitsch auf und geht der Frage nach, ob er nun opportunistischer Propagandist im Sinne Stalins, Propagandist wider Willen oder subtiler Widerständler war.

Wirklich gut gefallen hat mir die Auswahl an Gesprächspartner*innen, die Schostakowitschs Kompositionen, deren Feinheiten und ästhetische Symbolkraft wirklich klar greifbar machen. Das behaupte ich jedenfalls nicht nur als Schostakowitsch-, sondern auch als Laie in Sachen klassischer Musik.

Pluspunkt ist auch, dass die vier Episoden nicht mit Gewalt in so ein bereits völlig ausgeleiertes und bis zum Erbrechen wiederverwendetes True-Crime-Förmchen gepresst wurde.

Außerdem bin ich so auch auf Malte Hemmerichs SWR-Podcast Score Snacks aufmerksam geworden, in dem er sich tiefgreifend mit der Musik großer und kleiner Filme auseinandersetzt.

Was mir hingegen so gar nicht gefallen hat: Alle vier Folgen tragen sehr offensiv diesen „Krass, was für einen Aufriss Stalin um ein paar Noten gemacht hat; ist doch nur Musik"-Gestus vor sich her. Das lässt mehrere Schlüsse zu, die alle nicht sonderlich für die Redaktion sprechen:

  1. Man versucht sich hier auf vermeintliche Augenhöhe mit einem Publikum zu begeben, dem man nicht zutraut, Kunst ernst zu nehmen.
  2. Dieser Gestus infantilisiert Musik im Speziellen und Kunst im Allgemeinen regelrecht, spricht ihr ihr Potenzial und ihre Macht ab.
  3. Man ist selbst davon überrascht, welche Macht die Kunst haben kann.

(Direktlink)

Wie gut ist bitte Little Simz' „Lotus"?!

Late to the party, aber eine gute Party ist eine gute Party.

Wie gut ist bitte Little Simz' „Lotus"?!
Cover: Forever Living, AWAL

Ich weiß, das Album ist bereits Anfang Juni erschienen und ich bin damit ziemlich late to the party. Aber eine gute Party ist eine gute Party. Lotus von Little Simz ist eine flowige Platte geworden, die musikalisch immer wieder clever, eindrücklich und mitreißend zu den vielschichtigen Lyrics kontrastiert wird. Ich war schon großer Fan ihrere vorherigen Sachen, aber mit Lotus hat Little Simz ihre Musik noch einmal auf ein vollkommen neues Niveau gehievt.

Mein persönliches „The Life of a Poet"...

...droppt Halloween 🎃

Mein persönliches „The Life of a Poet"...
Cover: Universal Music Group
The official music video for “Everybody Scream” by Florence + The Machine, from the new album Everybody Scream, out this Halloween.

😱

Ein Song pro Tag reicht immer noch!

Gut anderthalb Jahre nach Start läuft der Newsletter offenbar immer noch stabil 💪

Ein Song pro Tag reicht immer noch!
Foto: Igor Omilaev / Unsplash

Als Abonnent der ersten Stunde freut es mich, dass der vom geschätzten Martin Hommel orchestrierte Newsletter Ein Song reicht seit mittlerweile guten anderthalb Jahren in mein Postfach flattert und dabei sozusagen immer noch eine Erfolgsgeschichte ist.

Mehr als 15.000 Abonnent*innen gibt es mittlerweile und nach dem ersten durch das Wirtschaftsamt der Stadt Leipzig geförderten Jahr konnten mittlerweile auch andere Einnahmequellen angezapft werden, um das Projekt weiter über Wasser zu halten.

Martin war diese Woche bei Radioeins zu Gast, um noch mal ein aktuelles Schlaglicht auf den Newsletter zu werfen und sogar eine gedruckte Sonderausgabe in Aussicht zu stellen.

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Martin Hommel, Musikmagazin-Herausgeber
Den Newsletter “Ein Song reicht” gibt es erst seit knapp einem Jahr, aber er ist längst eines der wichtigsten Musikmedien für alternative Popmusik aus Deutschland. Die Idee ist einfach – jeden Tag erscheint ein Newsletter mit einer Song-Empfehlung. Die Besonderheit: Die Empfehlungen kommen von spannenden Menschen, bekannten Musiker*innen und Persönlichkeiten der Gesellschaft.

Außerdem: Vielleicht hat Martin in der Hektik auch einfach nur nicht die richtige Formulierung gewählt. Aber wenn doch, dann TIL: Sabine Rückert hat anscheinend ein Management, was ich aus Sicht eines Journalisten auf eine andere Journalistin irgendwie einigermaßen verrückt finde 😅 Aber ich bewege mich natürlich auch in gänzlich anderen Sphären.