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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 117

Gesehen: Rosemary's Baby (1968)

Gesehen: Rosemary's Baby (1968)
(c) Paramount Pictures

Der Film ist so wahnsinnig gut, weil er mehr Wert auf das Psycho in Psychohorror legt und diese Seite immer wieder in den Vordergrund rückt, mehr mit diesen statt den okkulten Abgründen spielt.

Beeindruckt hat mich die klare feministische Lesart, die hier eröffnet wird. Es geht um eine Frau, die von ihrem Mann vergewaltigt wird. Daraus entwickelt sich zunächst eine Kritik am urbanen Zusammenleben. Denn trotz dieser Menge an Menschen auf engstem Raum, trotz Wand an Wand, durch die jedes Wort zu hören ist, scheint sich niemand großartig daran zu stören. Hier liegt der Horror auch darin, dass die

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Gesehen: Andrea lässt sich scheiden (2024)

Gesehen: Andrea lässt sich scheiden (2024)
(c) Majestic Film

Letztlich wird hier doch die Frage verhandelt, wie man für sich selbst und sein eigenes Handeln Verantwortung übernehmen soll, wenn man ständig Verantwortung für andere übernehmen muss. Das kombiniert mit diesem trockenen, lakonischen und vor allen Dingen lakonischen Humor und den vielen kleinen skurrilen Momenten, die Josef Hader hier einflechtet, ergibt ein wirklich gelungenes Gesamtwerk.

★★★½☆

AT, R: Josef Hader, D: Birgit Minichmayr, Josef Hader, Thomas Schubert, Robert Stadlober, Branko Samarovski, Thomas Stipsits, Trailer, Wikipedia
Andrea lässt sich scheiden - Stream: Jetzt online anschauen
Wie und wo du “Andrea lässt sich scheiden” online auf Netflix & anderen Anbietern ansehen kannst
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Auf Film gedreht – 2024-Edition

Auf Film gedreht – 2024-Edition
(c) Jakob Owens / Unsplash

Die Kolleg:innen von Indiewire haben zusammengetragen, welche bisherigen erwähnenswerten Releases und Festival-Premieren tatsächlich noch auf richtigen Film von Kodak gebannt worden sind.

2024 Movies Shot on Film: From ‘Challengers’ to ‘Nosferatu’
2024 sees plenty of movies shot on film, including ‘Maria,’ Luca Guadagnino’s ‘Queer,’ Andrea Arnold’s ‘Bird,’ ‘Nosferatu,’ and more.

Unter anderem mit dabei:

Worauf ich selbst noch gespannt bin:

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Gesehen: Alex Wheatle (2020)

Gesehen: Alex Wheatle (2020)
(c) McQueen Limited / Rainmark films / BBC

In dieser Vignette steckt so viel, das sich aufzudröseln lohnt. An manchen Themen rauscht Steve McQueen vorbei, eine Handvoll rückt er mehr ins Zentrum und andere werden nur implizit verhandelt. Es ist ein kurzer Abriss eines Lebens, in dem sowohl dem Protagonisten als auch uns – mir auf jeden Fall – als Publikum die immense Bedeutung von Bildung vorgehalten wird.

Aber wie zu Bildung kommen, wenn man bereits als Kind in einem Bildungs- und Pflegesystem steckt, das dich für die Fehler anderer bestraft, dich ausgrenzt, deine Talente nicht fördert, dir Chancen und Möglichkeiten verbaut? Das ist der strukturelle, dehumanisierende Rassismus.

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Gesehen: The Rover (2014)

Gesehen: The Rover (2014)
(c) Leonine Studios Spielfilm

Hat mich einfach nicht abholen können. Das vage postapokalyptische Szenario, in dem das Recht des Stärkeren gilt und auf ihre niedersten Instinkte reduzierte Männer herummarodieren, ist derart abgegriffen, dass sich dadurch kaum noch interessante Erkenntnisse gewinnen lassen. Dass im Menschen einst Liebe gesteckt hat und diese hier nun metaphorisch und wortwörtlich zu Grabe getragen wird, ist als Bild schon ziemlich einfältig – und dass ausgerechnet JOHN WICK im selben Jahr erschienen ist, hilft auch nicht sonderlich.

Die Welt von THE ROVER ist letztlich nie richtig greifbar. Denn wo etwa die MAD MAX-Filme den flachen Figuren ein exzellentes visuelles Storytelling entgegensetzen, tut

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Gesehen: La Captive (2000)

Gesehen: La Captive (2000)
(c) Collections Cinematek / Fondation Chantal Akerman

Der Film schreitet den vermeintlich schmalen Grat zwischen Begehren und Besitz ab, den so wohl nur in einer patriarchalen Welt geben kann – dort, wo die Grenze kaum zu erkennen ist und beide Seiten stetig ineinander fließen.

Doch wer ist in dieser Welt wirklich gefangen? Die Frau natürlich, weil sie ihr eigenes Leben nur im Verborgenen leben kann und alles andere als Willenlosigkeit bereits als Aufbegehren wahrgenommen wird. Aber eben auch der Mann, der permanent an der Aufrechterhaltung dieser Struktur arbeitet. Was ihm die Fesseln anlegt, ist der Kontrollzwang und die Eifersucht, aber vor allem die eigene tief sitzende Unsicherheit,

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