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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 162

Mein Medienmenü - Woche 20/2024 & Serienfasten

Mein Medienmenü - Woche 20/2024 & Serienfasten
(c) Graphy Co / Unsplash

Eine Woche Serienfasten und mir hat absolut nichts gefehlt. Ganz im Gegenteil: Mir gefällt der Gedanke, dass da immer noch ein paar gute Sachen auf mich warten – zum Beispiel nach wie vor die letzten beiden Folgen der aktuellen Star Trek: Strange New Worlds-Staffel. Damit war auch der Kopf frei, um endlich Min Jin Lees Gratisessen für Millionäre fertig zu lesen. Das klingt jetzt so, als ob das eine zähe Qual gewesen ist – was es nicht war! Es war nur ein eher dickes Buch und je mehr ich schaue, desto später geht es ins Bett, wo ich üblicherweise Lese. You

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Book of Counter-Strike: So GEIL war die ESL Pro Series in CS 1.6

Book of Counter-Strike: So GEIL war die ESL Pro Series in CS 1.6
(c) Book of Counter-Strike

Als alter Nerd schaue ich gerne die Videos vom Book of Counter-Strike, schwelge in Erinnerungen und finde es auch ein bisschen bizarr, wie tief ich mal in der Szene steckte und was für eine Blackbox sie heute für mich ist.

Oft geht es da um bestimmte Maps oder einzelne Spieler*innen. Manchmal zoomen Videos aber auch ein Stück hinaus – wie hier über die ESL Pro Series, eine mittlerweile eingestellte Liga, die das Nonplusultra in Deutschland war.

Die habe ich so intensiv verfolgt, dass ich sogar den SMS-Ticker einer damaligen Szeneseite abonniert hatte, um sogar während meines Abiballs mich und ähnlich

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Gesehen: Eileen (2023)

Gesehen: Eileen (2023)
(c) Universal Pictures Germany

Auch dieser Twist kann meiner Meinung nach nicht darüber hinwegtäuschen, dass es schon arg transparent ist, mit welcher Strategie Eileen hier über das Schachbrett gezogen wird. Die junge in sich gekehrte Frau, die von ihrem traumatisierten und alkoholkranken Vater kleingehalten wird und sich dann verständlicherweise mit dem Auftauchen der hochgebildeten Kosmopolitin Rebecca in diesem verschlafenen Nest zu ihr hingezogen fühlt, das haben wir in jeder möglichen Variation bereits tausendmal gesehen. Eileen ist nicht unbedingt von der Frau betört, sondern von dem, für was sie steht: Freiheit, Unabhängigkeit und das Frausein. Der Plottwist fühlt sich dann wie ein billiger Knalleffekt an.

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Gesehen: Barbarella (1968)

Gesehen: Barbarella (1968)
(c) Paramount Pictures Deutschland

Was für ein trashiger Fiebertraum, der über weite Strecken alleine dadurch unterhält, Rollenbilder zu unterlaufen und mit Erwartungen zu brechen. Sexualität und Sex müssen von jeglicher Scham befreit werden. Es handelt sich hier nicht um unkontrollierbare Triebe, die überwunden werden müssen. Vielmehr bedarf es eines enttabuisierten Umgangs damit, da auch dadurch gesellschaftliche Machtstrukturen offengelegt werden können.

Gleichzeitig kann sich der Film natürlich auch selbst nie wirklich freimachen von der männlichen Kamera, weird sexualisierten Momenten und holpriger Provokation, die mitunter ausbeuterische Züge annimmt. Die Exploitation-Gratwanderung will nicht immer gelingen.

★★½☆☆

FR/IT/US, R: Roger Vadim, D: Jane Fonda, John
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Gelesen: „Gratisessen für Millionäre“ (2007) von Min Jin Lee

Gelesen: „Gratisessen für Millionäre“ (2007) von Min Jin Lee
Verlag und Cover: dtv

Einen regelrechten Epos hat Min Jin Lee hier geschaffen. Sie schildert das Gefangensein in einer Art Zwischenwelt – im Rückspiegel die von konservativen Werten nicht nur geprägte, sondern regelrecht gegeißelte Welt der Migranten-Eltern und beim Blick nach vorne zumindest schon einmal ausgeschildert, die kosmopolitische Moderne der Großstadt. Wessen Vorstellungen versucht man an diesem Ort eigentlich wirklich gerecht zu werden? Befinde ich mich auf meinem Weg oder auf einem Weg, den jemand anderes für mich vorgezeichnet hat? Vielleicht ist es letztlich das allergrößte Geschenk, nicht zu wissen, was man eigentlich will und sich von den Idealvorstellungen anderer zu lösen…

Fasziniert hat mich

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Gesehen: Au poste! (2018)

Gesehen: Au poste! (2018)
(c) Little Dream Pictures

Einfach super unterhaltsam und clever, wie sich der Film und seine Figuren immer und immer wieder selbst unterlaufen, wie eine Zwiebelschicht nach der anderen freigelegt wird und die Matrjoschka am Ende wieder zusammengesetzt wird. Dabei stellt Quentin Dupieux ständig die Beziehung zwischen Publikum, Film und Schauspieler*innen in Frage, lotet Grenzen aus und zieht neue. Ein großer Spaß.

★★★½☆

BE/FR, R: Quentin Dupieux, D: Benoît Poelvoorde, Grégoire Ludig, Anaïs Demoustier, Trailer, Wikipedia
Die Wache - Stream: Jetzt Film online finden und anschauen
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