Skip to Content

Tech

27 posts

Posts tagged with Tech

Joan Westenberg baut einen Trump-sicheren Tech Stack und ich versuche das auch

Joan Westenberg baut einen Trump-sicheren Tech Stack und ich versuche das auch
(c) The Average Tech Guy / Unsplash

Joan Westenbergs Blogpost darüber, wie man sich in Sachen Software unabhängig von den USA aufstellt, hat dieser Tage ziemlich die Runde gemacht. Viele wahre Worte stecken in ihrem Text.

Apple, Microsoft, Google, Meta, and other tech companies operating on American soil can talk a big game about their sovereignty, independence, and encryption. But talk may be all it is; there can be no guarantee that an authoritarian U.S. government will not compel American cloud, email, productivity, and messaging providers to open their databases and records to partisan law enforcement.

Even the tech you can trust is eventually going to run up against Trump and his crime family sooner or later. And there is no guarantee that they will have the resources, the recourse or the legal infrastructure to stare him down.

Die aktuelle Situation erinnert mich ein bisschen an die Zeit, in der die Massenüberwachung von Internetnutzer:innen weltweit durch die NSA mit dem von Edward Snowden geleakten Programm PRISM aufflog. Mein technisches Wissen reichte damals (wie heute) nicht aus, um die Lage im Detail nachvollziehen zu können. Das reichte mir damals, um nach mehreren Jahren Chrome zurück zu Firefox zu kehren. Mein damals vielleicht naiver und einfältiger Gedankengang: Steckt in Chrome eine Backdoor für Regierungsorganisationen, werden wir das wohl nie erfahren – oder erst, wenn es längst zu spät ist. Firefox ist wenigstens Open Source.

Dieser Tage stehen wir wieder vor einem ähnlichen Problem. Der politische Druck auf Unternehmungen, die Verschlüsselung von Nutzer:innendaten und vornehmen, wächst. Apple stellt etwa in Großbritannien ihre sogenannte Advanced Data Protection auf dem iPhone direkt ganz ein, weil die Regierung Behördenzugang zu den eigentlich verschlüsselten Daten fordert. Signal ist bereit, Schweden auszusperren, falls sie durch neue Gesetze zur Herausgabe verschlüsselter Daten gezwungen werden sollten.

The only way you can ever be truly confident in your data is to use e2e encrypted products, no matter where they're built or who is building them. And in the midst of the Global Backslide, there is no guarantee that any European nation can be counted on forever.

Wie also kann man sich davon ein bisschen unabhängiger machen, ohne gleich besserwissender Linuxprogrammierer:in zu werden?

I've long been a proponent of simple tech. So I'm not looking to build a complex productivity stack with all the bells and whistles; all I want, all I need, is tech that works and does the job. And while in the past, privacy was a major concern, I'm taking that up a notch, trying to move as much of the technology I use off U.S. big tech platforms and servers and onto European / Canadian owned, operated, and hosted platforms, or open-source, encrypted, distributed software maintained by international teams who aren't driven by a growth-at-all-costs mentality.

Joan Westenberg geht schließlich näher auf ein paar Tools in ihrem Arsenal ein.

In Sachen Taskmanagement setzt sie auf ToDoist, auch weil die Bude ihren Firmensitz in Europa hat. Das ist schon ein mächtiges Tool, aber ich bin längst kein Freund mehr von Cloud-Zwang, weil der aus jedem Produkt eine Software-as-a-Service macht und ein Abomodell nach sich zieht. Wichtig: Ich bin kein Gegner davon, für gute Software Geld zu bezahlen – auch Summen, die die durch die App-Stores dieser Welt etablierten Kleinstpreise deutlich übersteigen. Wenn es jedoch keine Abo-Alternative gibt, bin ich in der Regel raus.

Wahrscheinlich habe ich auch Glück, mit viel schmaleren Toolsets in Sachen Taskmanagement über die Runden zu kommen. Ich nutze aus verschiedenen Gründen Structured aus Berlin und fahre damit ziemlich gut. Und es wird neben monatlichen und jährlichen Abo-Zahlungen auch eine Lifetime-Lizenz angeboten 🙌

Structured - Daily Planner
Structured combines your calendars and tasks. Set a time and duration for everything you need to do and get a visual timeline of your day, plus see where you have time to take a break.

Für Textverarbeitung setzt Westenberg auf den iA Writer aus der Schweiz. Den habe ich auch sehr lange sehr gerne benutzt – bis ich auf Obsidian gestoßen wurde. Diese Tool ist wirklich die eierlegende Wollmilchsau: kostenlos, O̶p̶e̶n̶ ̶S̶o̶u̶r̶c̶e̶ (Obsidian ist gar nicht Open Source, verschließt aber immerhin die Dateien nicht in einem Silo. Danke an Joël für den Hinweis!), arbeitet ausschließlich mit Markdown-Files, ist (jedenfalls auf meinem Macbook) extrem energiesparend, super schnell und durch unzählige Plugins erweiterbar. Ich nutze Obsidian zum Beispiel für Notizen aller Art, um alle Posts für dieses Blog vorzuschreiben und sie dann mit einem einfach Click ins CMS zu transportieren, als Read-it-Later-App mit Hilfe des Web Clippers, für Sprachnotizen und kostenloses TTS-Tool für längere Texte.

Obsidian - Sharpen your thinking
The free and flexible app for your private thoughts.

Bei Mails kann ich es kurz machen: Die liegen bei mir bei meinem Webhoster. Joan Westenberg empfiehlt Proton aus der Schweiz. Zwar ist Proton-Chef Andy Yen offenbar auch – zumindest ein bisschen – auch dem Trumpismus verfallen, aber immerhin ist er kein Alleinherrscher in dem Laden, der mittlerweile mehrheitlich einer Stiftung gehört.

Durchs Netz bewege ich mich immer noch mit Firefox und einer Reihe von diversen Addons – darunter der Privacy Badger der EFF, Decentraleyes und der Facebook Container. Außerdem teste ich parallel Zen, der auf Firefox-Basis einen ähnlichen Weg wie die Browser Company mit Arc zu gehen versucht – nur eben nicht mit Chromium unter der Motorhaube und bisher auch ohne jeglichen Feature-Bloat.

Zen Browser
Zen Browser is built for speed, security, and true privacy. Download now to enjoy a beautifully-designed, distraction-free web experience packed with features.

Und sonst so?

Wenn ich mit LLMs herumspielen möchte, setze ich entweder lokal auf Jan oder treibe mich auf Hugging Face bzw. bei HuggingChat herum. RSS-Feeds abonniere und lese ich sowohl auf dem Rechner als auch am Handy mit NetNewsWire. VLC ist immer noch ein treuer wie zuverlässiger Begleiter in Sachen Videowiedergabe und meine E-Book-Bibliothek verwalte ich mit dem, wenn auch total hässlichen, Goldstandard Calibre.

Die abschließenden Worte überlasse ich dann wieder Joan Westenberg.

It's easy to laugh at people who "choose the mountain" - deliberately making their lives harder and more complicated to pursue their values. We laugh because we've been taught, we've been convinced that sincerity and idealism are cringeworthy, embarrassing to the point of pornographic discomfort.

But that cynicism didn't help us stave off the last gasps of bigoted, white supremacist power, and it won't help us fight against it.

We need the idealism that pushes ordinary people to make better decisions and stick to them.

Yes, even if that looks like switching email providers.
How I’m Building a Trump-Proof Tech Stack Without Big Tech
The world can no longer trust American tech. If that sounds dramatic, take a step back and consider the facts. The United States is a nation in the thrall of authoritarianism, owned and operated almost completely by a far-right doomsday cult intent on betraying every alliance, every contract, every promise

Drew Gooden, künstliche Intelligenz und meine kulturellen Bauchschmerzen

Drew Gooden, künstliche Intelligenz und meine kulturellen Bauchschmerzen
(c) Jason Leung / Unsplash

Ich schaue gerne die Videos von Drew Gooden. Posten würde ich die hier jedoch nur selten, weil sie meistens nie mehr tun, als das Offensichtliche auszusprechen – nur eben mit Humor. Das ist in dieser Abrechnung mit Youtubes KI-Features nicht anders. Also bis auf den Anfang, in dem Drew über Apple den Zugang zum Thema öffnet.

Nun ist es keine sonderlich große Überraschung, dass eines der wertvollsten Unternehmen auf unserem Planeten samt der aus Multimillionär*innen bestehenden Chef*innenetage nicht sonderlich gut zu einem Großteil der Kund*innen relaten kann. Trotzdem hat es mich dazu gebracht, ein paar meiner Gedanken mal in geordnete Reihenfolge zu bringen.

Der regelrecht kunst- und künstler:innenverachtende iPad-Pro-Spot ist erst ein knappes Jahr her. Überraschend (naiv) erscheint es mir jedoch, wie diese milliardenschweren Konzerne offenbar glauben, dass generative KI die Anschlusslücke wieder für sie schließen kann. Was dabei rauskommt? Eine verstörend trostlose Vision menschlichen Miteinanders, der Apple in einer ganzen Reihe stumpfsinniger Werbeclips für die hauseigenen KI-Features, ironischerweise „Intelligence" getauft, Ausdruck verleiht.

Nun bin ich kein prinzipieller Gegner generativer KI. Beim Ausprobieren eines neuen Rezepts und allen Händen voll mit Kochkram ein LLM fragen zu können, was zur Hölle denn nun gleich noch mal „blanchieren" ist, hat mir schon mehr als einmal das Abendessen gerettet. Meine hier im Blog festgehaltenen Gedanken zu Filmen stammen aus einer nach dem Schauen aufgenommenen Sprachnotiz, die ich anschließend lokal auf meinem Laptop mit dem via MacWhisper geladenen Modell Whisper.cpp transkribiere und selbst in einem lesbaren Text umschreibe.

Ich würde das unter „quality of life improvements" verbuchen. Worauf Apple jedoch aus zu sein scheint: „stupidification of life". Anders lassen sich krasse Fuck-ups wie die von der „Intelligence" generierten Zusammenfassungen von Notifications nicht erklären. Dass alleine das Lesen einer Headline eine (falsche) Information verfangen lässt, ist nun keine sonderlich neue Erkenntnis. Doch das wird wissentlich(!) in Kauf genommen.

Dass die gesellschaftlichen Folgen nicht absehbar sind und sämtliche Tech-Buden trotzdem KI-Features bis ins hinterletzte Produkt packen, muss ich hoffentlich niemandem erzählen. Aber auch um dem Thema dieses Blogs gerecht zu werden, habe ich mal diesen Gedankenfluss mal niedergeschrieben. Denn ich denke viel über die Folgen für Kultur und Kulturschaffende nach – und die stehen selbstverständlich auch in der Dominostein-Reihe.


Per Mail kommentieren oder auf Bluesky antworten.

Gruschel mich! Die StudiVZ-Story – erzählt von Zapp

Gruschel mich! Die StudiVZ-Story – erzählt von Zapp
StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani mit Mark Zuckerberg // (c) NDR/privat

Fritz Lüders hat für das NDR-Medienmagazin Zapp einen kurzweiligen Einstünder über Aufstieg und Fall von StudiVZ sowie die prägenden Figuren des damaligen Unternehmens produziert. Die Aufmachung ist flashy, etwas netflixy und für meinen Geschmack mit ein bisschen zu viel erzwungenem Humor unterlegt. Trotzdem kehrt der Film diesen Fiebertraum, zu dem nicht nur das Gruscheln und coole Gruppennamen, sondern eben auch sexuelle Belästigung, unmoderierte Nazipropaganda, Bro-Culture und strukturelles Chaos gehören, ganz gut zusammen.

Für die Doku spricht Autor Fritz Lüders erstmals mit allen wichtigen Akteuren der Unternehmensgeschichte wie dem Gründer Ehssan Dariani, der sich bis dahin jahrelang aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte. (Pressemitteilung)

Von manchen Gesprächspartner:innen hätte ich mir jedoch mehr erhofft. Nun kenne ich natürlich die Rohaufnahmen nicht, sondern nur das, was letztlich im Film gelandet ist. Aber gerade Christian Stöcker lediglich als Headlinewiederkäuer zu verramschen und die letzte VZ-Geschäftsführerin Agneta Binninger zwischen Yoga und bedeutungsschwangerem Herumstehen auf dem Balkon der eigenen Luxusvilla einmal das Wort „Chaos" in den Raum werfen zu lassen, scheint dann doch verschenktes Potenzial.

Gruschel mich! Die studiVZ-Story - hier anschauen
Ein irrer Facebook-Deal und Ärger ums Gruscheln: studiVZ stieg in den Nullerjahren im Wahnsinnstempo zum größten sozialen Netzwerk Deutschlands auf. Den US-Konkurrenten Facebook trieb das in den Wahnsinn. So sehr, dass der studiVZ-Gründer Ehssan Dariani samt Mitgründern im Silicon Valley auf Mark Zuckerberg traf und ein Angebot vorgelegt bekam, das in die Geschichtsbücher eingehen sollte. Doch auf einen Aufstieg wie im Rausch folgt ein dramatischer Absturz – des Netzwerks und seines wichtigsten Gründers. In der Doku geht es um Skandale, persönliche Verlustgeschichten und die Frage: Hatten die studiVZ-Gründer alles nur geklaut?

P.S.: Meine Lieblingsgruppe war „Jede zweite meiner Bewegungen ist ein Move".


Per Mail kommentieren oder auf Bluesky antworten.

Fortschritt zurück: Zuckerberg stampft unabhängige Faktenchecks ein

Fortschritt zurück: Zuckerberg stampft unabhängige Faktenchecks ein
(c) Snowscat / Unsplash

Dass Elon Musk das Internet und in Konsequenz die Welt zu einem objektiv schlechteren Ort macht, beziehungsweise machen will, ist unstrittig. Was mich letztlich nicht wundert, aber dennoch erschreckt: Wie schnell die großen Tech-CEOs vor dem noch nicht mal die Geschäfte führenden Donald Trump auf die Knie gegangen sind, um ihn mit Geld zu beschmeißen und ihm in vorauseilendem Gehorsam die Füße zu küssen.

Facebooks Herrscher Mark Zuckerberg stimmt nun auch (wieder) mit in den von Musk dirigierten Chor ein. Bruna Horvath hat bei NBC News aufgeschrieben, was Zuckerberg in einem Video angekündigt hat:

"We're gonna get back to our roots and focus on reducing mistakes, simplifying our policies and restoring free expression on our platforms," Zuckerberg said in a video. "More specifically, here's what we're going to do. First, we're going to get rid of fact checkers and replace them with community notes similar to X, starting in the U.S."

Die hier gewählte Sprache entlarvt eigentlich schon, wessen Geistes Kind Zuckerberg ist. Wer etwas loswerden, sich etwas entledigen will, der hat sich zuvor davon mindestens einmal übel belästigt gefühlt.

Ich frage mich: Wie genau schränken Faktenchecks die (US-amerikanische) Redefreiheit ein? Mir ist nicht bekannt, dass bisherige Faktencheck-Dienstleister wie dpa oder AFP Inhalte von der Plattform löschen oder deren Verbreitung einschränken können.

Welche Assoziationen bei mir geweckt werden, wenn Zuckerberg davon spricht, zurück zu den Wurzeln zurückzukehren, lässt sich unter anderem bei Amnesty International nachlesen:

Die Algorithmen des Facebook-Mutterkonzerns Meta und dessen rücksichtslose Gewinnmaximierung haben laut einem neuen Bericht von Amnesty International wesentlich zu den Gräueltaten des myanmarischen Militärs gegen die ethnische Gruppe der Rohingya im Jahre 2017 beigetragen.

You know? The good old times...

Postskriptum:

Donations to Biden's inaugural fund in 2021: Meta = $0 Tim Cook = $0 Sam Altman = $0 Google = $200,000 Amazon = $200,000 Donations to Trump's inaugural fund in 2025: Meta = $1,000,000 Tim Cook = $1,000,000 Sam Altman = $1,000,000 Google = $1,000,000 Amazon = $1,000,000 The oligarchy is here.

— Keith Edwards (@keithedwards.bsky.social) 5. Januar 2025 um 03:52

Anil Dash: Don't call it a Substack.

Anil Dash: Don't call it a Substack.
(c) Joanna Kosinska / Unsplash

Als ich Wordpress in die Tonne gehauen habe, habe ich für den Bruchteil einer Sekunde auch über Substack als Alternative nachgedacht. Auf dem Papier ist das immerhin ein sehr mächtiges und Feature-Set, das hier angeboten wird: Blog in magaziniger Aufmachung, Newsletterversand, Podcast- und Videohosting. Und das zum verführerischen Preis von 0 Euro.

Aber über diese Nazi-Sache ist einfach kein Hinwegkommen.

Anil Dash hat jetzt noch einmal zu einem scharfzüngigem Rundumschlag ausgeholt, bei dem jeder einzelne Absatz einfach sitzt.

Email's been here for years. But the reason Substack wants you to call your creative work by their brand name is because they control your audience and distribution, and they want to own your content and voice, too. You may not think you care about that today, but you will when you see what they want to do with it.
Don’t call it a Substack. - Anil Dash
A blog about making culture. Since 1999.

Goodbye Wordpress!

Goodbye Wordpress!
(c) Lavi Perchik / Unsplash

Lange Jahre lief diese Seite in ihren verschiedensten Iterationen auf einer selbst gehosteten Wordpress-Instanz. Ich wollte im Hintergrund nicht von einer Plattform abhängig sein, gleichzeitig die Kontrolle über meine Seite behalten und dafür den Weg des geringsten Widerstands gehen. Und Wordpress ist, wenn man einmal einen Webspace hat, vergleichsweise einfach einzurichten und bietet dann umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten. Da ich keine einzige Zeile Code beherrsche, war das für mich immer der größte Selling Point. Ja, Wordpress wurde über die Jahre hinweg wirklich immer weiter aufgeblasen. Gestört hat mich das nie großartig.

Was mich jedoch extrem stört, ist Matt Mullenwegs Verhalten und die potenziellen Folgeschäden für das freie Internet. Die Kolleg:innen von The Verge haben einen übersichtlichen Story-Stream zum Nachlesen des ganzen Mad-King-Arcs zusammengestellt. Theo Browne hat auch ein kurzweiliges Video darüber gemacht.

All das hat dazu geführt, dass ich mich nach sehr langer Zeit mal wieder nach Alternativen umgesehen habe. Ghost sah sehr verführerisch aus, funktioniert aber nicht einfach so mit meinem aktuellen Hosting-Vertrag. Kirby macht mich auch ziemlich an, aber um das meinen Bedürfnissen anzupassen, reicht Stack Overflow auch nicht 😅 Also bin ich in der Welt der Static Site Generatoren gelandet. Am wohlsten habe ich mich letztlich mit Hugo gefühlt. Damit lassen sich datenbanklose Blogs bauen, die mit simpel aufgebauten Markdown-Dokumenten gefüttert werden. Text ist Text und lässt sich dadurch viel leichter von System zu System umziehen.

Wie sinnvoll es ist, darauf zu achten, habe ich beim Export aller meiner Beiträge von Wordpress gemerkt. In den Posts waren so viele Tags irgendwelcher Auszeichnungssprachen „versteckt", dass ein Import in ein anderes Blogsystem alles, nur kein ansehnliches Ergebnis produzierte.

Wie gesagt, ich beherrsche keine einzige Zeile Code. Aber zumindest kann ich meine grundlegenden Vorstellungen einem LLM mitteilen. Jedenfalls hat mir ChatGPT ein paar Skripte geschrieben, mit denen ich den Wordpress-Export erst bereinigen und dann in ein Hugo-verträgliches Layout überführen konnte.

Und da sind wir jetzt.

Ich habe mich bewusst für eine noch minimalistischere Optik als zuvor entschieden und hoffe, dass alles den Umzug gut überstanden hat. Denn knapp 1.000 Posts wollte ich nach dem Konvertieren dann auch nicht noch mal händisch überprüfen. Schreibt mir gerne, falls euch Fehler auffallen. Kommentare gibt es leider (noch) nicht, aber das baue ich später noch ein.