Was Sascha Brittner drüben bei PewPewPew unter anderem schreibt, spricht mir auch aus der Seele:
Frage mich seit Jahren, wieso das nicht einmal wer macht. Als Kind wollte ich immer einen Helicopterflug vom Basecamp hoch zum Gipfel sehen, aber das ist aus verständlichen Gründen schwierig. Aber wenn wir in der dünnen Atmosphäre des Mars’ eine Drohne fliegen lassen können, dann ja wohl auch inzwischen eine zum Mount Everest!?!
Ein bisschen verwirrend ist die eingeblendete Höhenangabe, die entweder komisch hinterherhinkt oder etwas voraus ist. Also glaube ich.
Und um auszugleichen, dass ich hier praktisch einen Werbefilm verlinke, möchte ich noch den Kanal von Joshua Turner empfehlen, der auch ganz großartige Drohnenflüge hochlädt – thematisch passend etwa das Matterhorn.
Ein paar Prompts in ein LLM zu schmeißen, um ein Bild zu generieren, ist näher an Diebstahl als an Kunst. Dieses Bild dann aber durch einen selbstgebauten und -programmierten Lego-Roboter zu jagen, der daraus ein 32x32 Lego-Pixel großes Abbild baut und das dann auch noch „drucken“ kann, ist ein anderer Schnack. Code is poetry. (Und in diesem Fall auch öffentlich auf Github.)
With the Pixelbot 3000, users simply have to type in what artwork they want the printer to create. The prompt is sent to OpenAI’s DALL-E 3, which the underlying code requests as being generated in a cartoon style to produce a simplified image that’s 1024 x 1024 pixels in size.
The mosaics assembled by the printer are limited to a much smaller grid that’s just 32 x 32 Lego tiles in size, but instead of resizing the image generated by DALL-E 3 to make it smaller, the Pixelbot 3000’s code divides the AI-generated image into a 32 x 32 grid and samples the color of the center pixel in each square. This results in a high-contrast scaled image that produces a better mosaic in the end.
Spannende Unterhaltung mit Kyle Chayka, der sich damit beschäftigt, wie eine algorithmische Öffentlichkeit Kunst und kulturelle Trends formt und sich in diesen de facto ja schon sehr determinierten Bahnen noch ein eigener Geschmack herausbilden lässt.
Berners-Lee, the author of The Carbon Footprint of Everything, said the average e-reader has a carbon footprint of around 80 pounds. "This means that I've got to read about 36 small paperback books-worth on it before you break even," he said.
Diese Erkenntnis drüben bei NPR ist natürlich nicht sonderlich überraschend. Aber darum geht es mir hier gar nicht. Vielmehr bin ich im Beitrag darüber gestolptert, dass druckende Verlage etwa mit klimafreundlicheren Schriftarten – also Fonts, die weniger Tinte und Platz auf dem Papier brauchen – experimentieren.
In an effort to reduce the carbon footprint of each book, they’re tweaking fonts, layout, and even the ink used. The goal is to pack more into each page, while ensuring that the pages are as readable as ever. And so far, these subtle, imperceptible tweaks have saved 245.6 million pages, equivalent to 5,618 trees.
Marques Brownlee hat vergangenen Monat den AI Pin von Humane reviewt und folgendes Urteil auch in den Titel seines Youtube-Videos gegossen: „The Worst Product I've Ever Reviewed… For Now“. Nicht alle im Internet fanden das gut, manche Stimmen meinten sogar, Brownlee dürfe seine „Macht“ nicht „missbrauchen", weil dadurch doch arme kleine Start-Ups vor die Wand fahren könnten. Eine der besseren Zusammenfassung hat erstaunlicherweise Know Your Meme.
Jedenfalls wurde danach viel darüber gesprochen, was Reviews und Reviewer*innen leisten können, sollen und dürfen. Am interessantesten finde ich bisher die Podcast-Episode von On with Kara Swisher, in der Kara Swisher den legendären Tech-Journalisten Walt Mossberg und besagten Marques Brownlee zusammen vors Mikro setzt und über Ethics in Tech-Review-Journalism spricht.
Sie eröffnet den Podcast mit dem Zitat eines Artikels über Walt Mossberg (via Daring Fireball) in der Wired:
Walt Mossberg is walking through a convention hall at the Consumer Electronics Show in Las Vegas when a man starts screaming at him. The screamer, Hugh Panero, blames Mossberg for his company’s recent problems: falling stock price, a sudden plunge in consumer interest. Mossberg is annoyed but hardly intimidated. As the author of the weekly “Personal Technology” column in The Wall Street Journal, he’s used to dealing with disgruntled execs. He lets Panero shout. A crowd is gathering. Finally, Mossberg yells back, “I don’t give a fuck about your stock price!”
Und eigentlich bedarf es danach keiner Worte mehr. Trotzdem ist das gesamte Gespräch natürlich sehr hörenswert. Es geht unter anderem über die besondere Nähe zwischen Tech-Presse und Tech-Businesses und dem Missverständnis auf Seiten der Start-Ups und Konzerne, dass alle doch im selben lager seien und fürs selbe Team spielten.
Und falls das hier nicht eindeutig genug durchscheinen sollte: I don't give a fuck about your stock price either. Journalist*innen, die das anders sehen, machen keinen Journalismus.
Dass wirklich immer noch jemand diese Leiche fleddern muss, tut meinem Nerdherzen wirklich weh. Winamp war DER shit™. Und dann irgendwann halt nicht mehr.
Caschy schreibt drüben:
Man sei zuversichtlich und voll mobilisiert für den vollen Erfolg des Plans, der darauf abzielt, eine einzigartige Lösung für die Monetarisierungsprobleme von Künstlern anzubieten.
Wer aktuell auf die Plattform klickt, kann in der Sidebar den Menüpunkt „Nicht fungible Token“ ausfindig machen und das sagt eigentlich auch schon alles...
Ich empfehle stattdessen eine Tour durch das Winamp-Skin-Museum und es dann gut sein zu lassen.
Youtube hat mir einen Channel vorgesetzt, auf dem jemand unter anderem über Filme spricht und Formel-1-Rennen recappt – im ASMR-Stil. Und ich weiß ja auch nicht 🤷♂️
Calm Skateboard ASMRThis channel is for ASMR purposes, featuring videos that contain whsipering, and soft speaking, designed to help people relax, and sleep. ASMR (Autonomous
Aktuell (noch) vor der Paywall: Ronen Steinke von der Süddeutschen Zeitung spricht im Podcast mit Christina Clemm. Clemm berät aktuell Collien Fernandes, aber der ist nur mittelbar Thema der Folge, die sich in allererster Linie um das System dreht, in dem Fälle wie eben jener (immer wieder) passieren.
Christina Clemm
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