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Feuilleton & Firlefanz

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Externe Vogelplatte am 02. August 2025 Featured Post

Die heutige Dailies unter anderem mit: 921 Dollar für eine Theaterkarte, einem (Anti-)Kriegsfilmdilemma und dem echten Katzenbus

Externe Vogelplatte am 02. August 2025
Foto: Matt Nelson / Unsplash

Johannes Franzen schreibt in seinem Newsletter darüber, was der Preis mit unserer Wahrnehmung von Kunst macht und was der Tod des Filmstars damit zu tun hat.

921 Dollar für eine Theaterkarte
Über einen sehr teuren Othello und die Krise des Stars.

Die (Almost) Dialies sind mein kuratierter Blick auf das Internet – irgendwo zwischen (Pop-)Kultur, Medien, Politik und dem ganzen anderen Wahnsinn. Wenn du magst, auch in deinem Postfach!

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Hm? Der Star? Ach, das ist nur meine externe Festplatte.

(via waxy.org)


Mark Zuckerberg hat diese Woche einen Haufen Buzzword-Bullshit zu „Personal Superintelligence" zusammengewürfelt. Sonja Drimmer hat den Text mal mit angemessenen Anmerkungen versehen.

Every so often someone like Mark Zuckerberg or Sam Altman will dribble out some unadorned text, announcing with stentorian certitude the advent of a new world that their latest product will avail. Zuck seems to love dressing up his thought bubbles in Times New Roman for the purposes of LARPing intellect, which I find funny and tragic.
How to Read an “AI” Press Release — Sonja Drimmer
Every so often someone like Mark Zuckerberg or Sam Altman will dribble out some unadorned text, announcing with stentorian certitude the advent of a new world that their latest product will avail. Zuck seems to love dressing up his thought bubbles in Times New Roman for the purposes of LARPing intel

Broey Deschanel dröselt auf, warum es so verdammt schwer ist, einen Anti-Kriegsfilm zu machen – oder ob es überhaupt möglich ist. Dabei spricht sie unter anderem über Edward Bergers IM WESTEN NICHTS NEUES, bei dem auch ich mich nach dem Kinobesuch gefragt habe, ob man es sich alleine durch die Drastik der Bilder und überwältigendes Sounddesign nicht ein bisschen zu einfach macht; ob wir mittlerweile nicht nach anderen Bildern suchen sollten, um Krieg filmisch zu bearbeiten.


Single-Serving Sites ist ein Archiv mit Websites, die ganz klar nur einem einzigen, sehr speziellen Zweck dienen. Sympathisch: Ein deutsches Beispiel ist gerade auf der Startseite zu sehen.

Single-Serving Sites
Listing all the cool single-serving sites on the internets.

(via eay.cc)


Rob DenBleyker (@robdenbleyker.com) 2025-07-29T16:31:18.251959Z

Uff...

An Israeli settler sanctioned by the European Union just shot and killed one of the Palestinian activists and filmmakers a part of the No Other Land crew

Emissary Of Night | ليلى (@diplomatofnight.com) 2025-07-28T18:40:49.937Z

Arte hat bis inklusive März 2026 einfach mal alle sieben Staffeln Mad Men in der Mediathek stehen. Also rein da!

Mad Men - Fernsehfilme und Serien | ARTE
New York, 60er Jahre: Der mysteriöse Kreativdirektor Don Draper ist einer der großen Namen in der Werbebranche, doch als Meister der Manipulation hat er in seinem Umfeld Feinde, die nur auf seinen Untergang warten. Die preisgekrönte Kultserie “Mad Men” gewährt einen Einblick in die knallharte Welt der aufblühenden Werbeindustrie und ihrer anzugtragenden Akteure.

Auch eine gute Auswahl von Wim-Wenders-Filmen gibt es gerade:

Filme von Wim Wenders - Kino | ARTE
Wim Wenders, einer der bedeutendsten Autorenfilmer der Gegenwart, wird 80. Sein Werk umfasst Spielfilmklassiker wie “Paris, Texas” (1984) und “Der Himmel über Berlin” (1987) ebenso wie gefeierte Dokumentarfilme, darunter “Buena Vista Social Club” (1999) oder “Pina” (2011). ARTE zeigt diese und weitere Filme sowie ein Porträt des Regisseurs und Web-Boni über sein filmisches Schaffen.

Die erste Ausgabe von Debuff ist jetzt online!

Debuff #1: Warum wir spielen. - Debuff
Die Welt geht den Bach runter – und wir verschwenden unsere Zeit mit Games. WTF?!

live action catbus looking pretty sweet

Marjorie James Keenan (@unenthusiast.com) 2025-08-01T21:05:22.048Z

Seit den vorherigen Dailies habe ich eine Meinung zu diesen Filmen gehabt:

Gesehen: Black Bag (2025) - Bildbruch
Soderbergh legt wieder ein unvergleichliche Präzision an den Tag.
Gesehen: HyperNormalisation (2016) - Die große Gleichzeitigkeit
Die Welt scheitert an einem strukturell schlechten Drehbuch und ich bin deprimiert…
Gesehen: Showing Up (2022) - Beständiges Gurren
Wann kann ich endlich einfach mal (ich) sein?
A review of Decalogue III (1989)
Du sollst den Sabbat heilig halten. Die Welt, in der sich die Menschen zunehmend ins Private zurückziehen, findet zwingend eine Entsolidarisierung, Entfremdung voneinander und Vereinsamung statt. Gemeinschaft ist etwas, das simuliert wird und immer weniger tatsächlich existiert. Und wer sich ins falsche Leben zurückgezogen hat, wird irgendwann feststecken, weil der Weg zurück in die solidarischen Arme einer Gemeinschaft längst versperrt ist.
A review of Decalogue IV (1989)
Du sollst Vater und Mutter ehren. Hier wird auf transgressive Art und Weise der Familienbegriff auf die Probe gestellt. Wo verlaufen dessen Grenzen? Welche Faktoren bestimmen, wer zu einer Familie wird, wer Familie ist und wer aufhört, Familie zu sein? Und welche Rolle spielt darin die Moral? Die Nummer IV lässt mich nun zum ersten Mal innerhalb der Reihe ohne klaren Gedanken zurück. Vielmehr wirkt es so, als ob Kieślowski eine Bombe in den Raum wirft, verschwindet und uns als Publikum mit der Explosion und dem anschließenden Chaos zurücklässt.
Gesehen: 28 Years Later (2025) - Willkommen im Endzeitkapitalismus
Das Ende der Zivilisation wird passenderweise aus jedem erdenkbaren Winkel mit GoPros festgehalten.
A review of Decalogue VI (1989)
Du sollst nicht ehebrechen. Die längere Schnittfassung, A SHORT FILM ABOUT LOVE, kannte ich schon: Ein zynisches und vielleicht auch gerade deswegen so tolles voyeuristisches Machtspiel über Begierde, Verführung, Sex, Sehnsucht, Liebe, Hoffnung und Träume. Krzysztof Kieślowski setzt das Kaninchen vor die Schlange und nimmt Wetten an. Der Fernsehfassung fehlt es eindeutig etwas an Raum zum Atmen. Die Anordnung fühlt sich so viel forcierter und behaupteter an. Trotzdem hat sich für mich noch mal eine Facette hervorgetan, die ich zumindest beim letzten Mal nicht schriftlich festgehalten habe: Hier geht es natürlich auch um Geschlechterrollen und -verhältnisse.
Gesehen: Kramer vs. Kramer (1979) - Damals so wahr wie heute
Nicht das Sorgerecht ist das Problem, sondern das System, in dem es verhandelt wird.

AAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHH

Endless Screaming (@infinitescream.bsky.social) 2025-08-02T15:50:02.63209000Z

Gesehen: Kramer vs. Kramer (1979) - Damals so wahr wie heute

Nicht das Sorgerecht ist das Problem, sondern das System, in dem es verhandelt wird.

Gesehen: Kramer vs. Kramer (1979) - Damals so wahr wie heute
Foto: Plaion Pictures

Hat mich total gepackt, wie hier übergeordnet verhandelt wird, ob und wie ein Mensch Eigentum eines anderen Menschen sein kann, darf und sollte. Natürlich scheint das vordergründig beim Sorgerechtsstreit um den Sohn durch. Aber letztlich geht es doch viel mehr um die endlos vielen Feinheiten im menschlichen und damit gewissermaßen auch patriarchalen Miteinander, die der Film in noch viel mehr Ausprägungen als „nur" dem Streit um den Sohn zeigt.

Die Zersetzung dieser Familien beginnt schon lange vor dem finalen „Streit". Sie beginnt bereits bei einer Entscheidung des Mannes, von der wir erst im letzten Akt des Films erfahren. Denn mit Hochzeit, Schwangerschaft und schließlich dem Sohn hat Frau ihren Beruf aufgegeben, sich ins sogenannte Hausfrauendasein zurückgezogen. Dass das zu einem Gefängnis wurde, liegt daran, dass ihr Mann jede Diskussion über ihre Rückkehr in die Welt abgeblockt hat. Du willst wieder arbeiten? Nope, nicht mal dann könnten wir uns Tagesbetreuung für unseren Sohn leisten, bleib du mal schön zu Hause.

Als sei es eine Art Naturgesetz, dass er wie selbstverständlich das alleinige Einkommen der Familie generiert. Doch damit macht er seine Frau natürlich ökonomisch zu 100 Prozent von sich abhängig und ein unter diesen Voraussetzungen unausgleichbares Machtgefälle auf. Das verunmöglicht in jeglichem Sinne Augenhöhe.

Im Sorgerechtsstreit vor Gericht wird dann verhandelt, ob die ganze Nummer nicht vielleicht irreparable „Schäden" beim Sohn anrichtet – als ob sie sich nicht im Klaren darüber sind, dass diese Schäden schon längst da sind und bereits viel früher angerichtet wurden.

Der Film ist auch wirklich gut darin, die strukturellen Problematiken durchscheinen zu lassen. So wie der Mann zunächst glaubte, wegen seines Einkommens Anspruch auf seine Frau und eine Beziehung mit ihr zu haben, glaubt er nun, Anspruch auf seinen Sohn zu haben. Er habe sich das ja hart erarbeitet und damit verdient – also ob Menschen eine Belohnung sein könnten. Er wiederholt mit seinem Sohn die gleichen Fehler wie mit seiner Frau.

Und auch seine Frau hat ein misogynes Rollenbild verinnerlicht. Sie ist die Mutter, die sich für ihren Sohn aufgeopfert hat, die nur für ihn gelebt und deshalb Anspruch auf ihn hat.

Beide sind zunächst bereit, ihren Sohn zu (re)traumatisieren, um sich selbst besser zu fühlen. Dabei sehen sie lange nicht, dass sie es ja mit einem vollwertigen Menschen und keinem Haustier oder Gegenstand zu tun haben.

Es gibt jedoch einen Ausweg aus dieser Situation, aus diesem (Macht-)Gefüge. Doch das kostet extrem viel Anstrengung, denn es ist nicht nur mit der Reflexion seiner selbst, sondern auch der Umstände des Systems, in dem man lebt, verbunden. Das war 1979 wahr und das ist auch heute wahr.

★★★★☆

🇺🇸, R: Robert Benton, D: Dustin Hoffman, Meryl Streep, Meryl Streep, Justin Henry, George Coe, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Plaion Pictures

Kramer gegen Kramer - Stream: Jetzt Film online anschauen
Wo und wie heute “Kramer gegen Kramer” im Stream online auf Netflix, Prime Video, Disney+ uvm. schauen - inklusive 4K & Kostenlos Option!
A ★★★★ review of Kramer vs. Kramer (1979)
Hat mich total gepackt, wie hier übergeordnet verhandelt wird, ob und wie ein Mensch Eigentum eines anderen Menschen sein kann, darf und sollte. Natürlich scheint das vordergründig beim Sorgerechtsstreit um den Sohn durch. Aber letztlich geht es doch viel mehr um die endlos vielen Feinheiten im menschlichen und damit gewissermaßen auch patriarchalen Miteinander, die der Film in noch viel mehr Ausprägungen als „nur” dem Streit um den Sohn zeigt. Die Zersetzung dieser Familien beginnt schon lange vor dem finalen „Streit”. Sie beginnt bereits bei einer Entscheidung des Mannes, von der wir erst im letzten Akt des Films erfahren. Denn mit

Gesehen: 28 Years Later (2025) - Willkommen im Endzeitkapitalismus

Das Ende der Zivilisation wird passenderweise aus jedem erdenkbaren Winkel mit GoPros festgehalten.

Gesehen: 28 Years Later (2025) - Willkommen im Endzeitkapitalismus
Foto: Sony Pictures Entertainment Deutschland

So recht wusste ich vorher nicht, was ich eigentlich von diesem Film erwarten soll oder kann. Trotzdem oder gerade deshalb habe ich dann schließlich doch sehr viel gefunden, das mir wirklich gefallen hat.

Schon immer fasziniert hat mich Danny Boyles Streben nach einer Weiterentwicklung in der Bildsprache. Hier ist es die Einbeziehung der uns einerseits so vertrauten, andererseits in diesem Medium (Kinofilm) doch selten derart unverschleiert bedienten GoPro-Drohnen-Ästhetik. Das gepaart mit wilden und abrupten Schnitten, die uns ausgewählte Szenen (oftmals Killshots) innerhalb eines winzigen Augenblicks aus unterschiedlichen Winkeln präsentieren, schafft eine total ungewohnte Art der Dreidimensionalität.

Welche aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen aufgegriffen werden, erklärt dann auch, warum der Schritt der 28 Monate später ausgespart wurde. Denn all das ist super nah an dem dran, was direkt vor unseren Haustüren passiert.

Es ist der Vater, der seinen viel zu jungen Sohn mit von der sicheren Insel aus aufs Festland nimmt, damit der schon jetzt seinen ersten Zombiekill verzeichnen kann. Das ist wie das rechte Gelaber davon, dass wir mal wieder einen Krieg brauchen, um danach stärker aus den Trümmern wieder auferstehen zu können. Es ist absurd und endet selbstverständlich in einer Katastrophe mit traumatischen Folgen.

Es ist der schwedische Soldat auf dem Festland, der Mutter und Sohn erst vor den Infizierten rettet und sich dann aufregt, dass die beiden ihm im Gegenzug keine Hilfe anbieten können. Das ist die Reduktion zivilisatorischen Miteinanders auf den Austausch von Gütern. Nur der Deal ist, was noch zählt. Da scheint der verächtliche Blick auf in unserer Welt aufziehenden Militarismus und Isolationismus durch.

Es ist der Pfarrer, der die Infizierten regelrecht mit offenen Armen begrüßt, weil er sie als Boten des jüngsten Gerichts und damit die Erlösung der Menschheit begreift. Wie die an Einfluss gewinnenden rechtsradikalen Evangelikalen, die (vor allem in den USA) an politischem Einfluss gewinnen und erheblichen Anteil an der Polarisierung, Spaltung und Hass in der Gesellschaft haben.

Komplett irritiert hat mich dann die an die Droogs aus A CLOCKWORK ORANGE erinnernde Bande auf den letzten Filmmetern. Aber dann hat auch das irgendwie Sinn ergeben. Diese Bande ist letztlich Ausdruck einer endzeitkapitalistischen Ästhetik durch eine regelrecht nihilistische Freude am Töten, materialistische Fetische und das Spiel mit religiöser Symbolik bei gleichzeitiger Ablehnung aller damit verbundener Werte.

Es gibt tonal super viele Momente, die an CIVIL WAR vom hier als Drehbuchautor agierenden Alex Garland erinnern – unwuchtig, satirisch überhöht und komplett Banane, aber dadurch eben wiederum Anschlussfähig an die ins Radikale geschwappte Clownerie in unserer Welt.

★★★★☆

🇬🇧/🇺🇸, R: Danny Boyle, D: Jodie Comer, Aaron Taylor-Johnson, Alfie Williams, Ralph Fiennes, Edvin Ryding, Jack O’Connell, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Sony Pictures Entertainment Deutschland

28 Years later - Stream: Jetzt Film online anschauen
Wo und wie heute “28 Years later” im Stream online auf Netflix, Prime Video, Disney+ uvm. schauen - inklusive 4K & Kostenlos Option!
A ★★★★ review of 28 Years Later (2025)
So recht wusste ich vorher nicht, was ich eigentlich von diesem Film erwarten soll oder kann. Trotzdem oder gerade deshalb habe ich dann schließlich doch sehr viel gefunden, das mir wirklich gefallen hat. Schon immer fasziniert hat mich Danny Boyles Streben nach einer Weiterentwicklung in der Bildsprache. Hier ist es die Einbeziehung der uns einerseits so vertrauten, andererseits in diesem Medium (Kinofilm) doch selten derart unverschleiert bedienten GoPro-Drohnen-Ästhetik. Das gepaart mit wilden und abrupten Schnitten, die uns ausgewählte Szenen (oftmals Killshots) innerhalb eines winzigen Augenblicks aus unterschiedlichen Winkeln präsentieren, schafft eine total ungewohnte Art der Dreidimensionalität. Welche aktuellen gesellschaftlichen und

Gesehen: Showing Up (2022) - Beständiges Gurren

Wann kann ich endlich einfach mal (ich) sein?

Gesehen: Showing Up (2022) - Beständiges Gurren
Foto: A24

Der Schlüsselmoment passiert für mich bereits sehr früh im Film: Die Vermieterin rettet eine verletzte Taube und bürdet sie der Protagonistin auf, die eigentlich in Ruhe an den Skulpturen für ihre bevorstehende Ausstellung arbeiten will. Und in diese Ruhe drängt nun das leise, aber beständige Gurren des verletzten Vogels.

Die Protagonistin kommt einfach nicht aus ihrer Haut und kann nicht anders, als schließlich mit der Taube zum Tierarzt zu fahren – im vollen Bewusstsein, dass sie sich das wegen ihrer Ausstellung eigentlich nicht erlauben kann.

Aber sie kommt nie zur Ruhe. In ihrem Kopf regieren Erwartungen – reale und vermutete Erwartungen anderer, eigene Erwartungen an sie selbst und niemandem kann sie es jemals recht machen. Die einzige Konstante in ihrem Leben scheint die Habachtstellung zu sein. Wer will jetzt was von mir? Wem muss ich es nun wieder recht machen? Für wen muss ich als nächstes zurückstecken? Bei wem muss ich mich nun wieder entschuldigen? Wann kann ich endlich einfach mal (ich) sein?

Das alles hat schon sehr mit mir resoniert.

★★★★☆

🇺🇸, R: Kelly Reichardt, D: Michelle Williams, Hong Chau, Maryann Plunkett, John Magaro, André 3000, Judd Hirsch, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: A24

Showing Up - Stream: Jetzt Film online finden und anschauen
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A ★★★★ review of Showing Up (2022)
Der Schlüsselmoment passiert für mich bereits sehr früh im Film: Die Vermieterin rettet eine verletzte Taube und bürdet sie der Protagonistin auf, die eigentlich in Ruhe an den Skulpturen für ihre bevorstehende Ausstellung arbeiten will. Und in diese Ruhe drängt nun das leise, aber beständige Gurren des verletzten Vogels. Die Protagonistin kommt einfach nicht aus ihrer Haut und kann nicht anders, als schließlich mit der Taube zum Tierarzt zu fahren – im vollen Bewusstsein, dass sie sich das wegen ihrer Ausstellung eigentlich nicht erlauben kann. Aber sie kommt nie zur Ruhe. In ihrem Kopf regieren Erwartungen – reale und vermutete

Gesehen: HyperNormalisation (2016) - Die große Gleichzeitigkeit

Die Welt scheitert an einem strukturell schlechten Drehbuch und ich bin deprimiert...

Gesehen: HyperNormalisation (2016) - Die große Gleichzeitigkeit
Foto: BBC

Adam Curtis zeigt auf und macht sich dessen gleichermaßen selbst schuldig, wie viel im hier betrachteten Zeitraum zwischen 1975 und 2016 nach einem Muster passiert ist, das die Southpark-Macher Trey Parker und Matt Stone in einem von Filmbros so gerne herumgereichten Clip als schlechte Drehbucharbeit beschrieben haben:

[...]and if the words „and then" belong between those beats, you got something pretty boring. What should happen between every beat that you've written down is either the word „therefore" or „but".

Der Film spiegelt strukturell also gewissermaßen die Welt, in der wir leben, und deren Dilemma wider: Die Geschichte scheint sich in einer endlosen Abfolge an scheinbar zunehmend wahlloseren Unddanns zu verlieren und immer weniger mit logischen Deshalbs verbunden zu sein. Dabei nimmt das Tempo immer rasanter zu.

Die Konsequenz: Alles, vom Anfang bis zum Ende, passiert gleichzeitig. Und wir müssen trotzdem noch täglich ins Büro latschen, um auch im nächsten Monat die Miete bezahlen zu können. Dein Land versinkt im Faschismus, du musst deinem Kind neue Klamotten kaufen. Die soziale Schere ist maximal weit geöffnet und du musst genug Essen auf den Tisch stellen.

Ein Überleben ohne Gewöhnung an das Außergewöhnliche, an den zur Normalität gewordenen Ausnahmezustand ist fast nicht möglich. Ein Gefühl und eine reale Ohnmacht sind unausweichlich.

Ich bin deprimiert.

🇬🇧, R: Adam Curtis, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: BBC

A review of HyperNormalisation (2016)
Adam Curtis zeigt auf und macht sich dessen gleichermaßen selbst schuldig, wie viel im hier betrachteten Zeitraum zwischen 1975 und 2016 nach einem Muster passiert ist, das die Southpark-Macher Trey Parker und Matt Stone in einem von Filmbros so gerne herumgereichten Clip als schlechte Drehbucharbeit beschrieben haben: [...]and if the words „and then” belong between those beats, you got something pretty boring. What should happen between every beat that you’ve written down is either the word „therefore” or „but”. Der Film spiegelt strukturell also gewissermaßen die Welt, in der wir leben, und deren Dilemma wider: Die Geschichte scheint sich in

Gesehen: Black Bag (2025) - Bildbruch

Soderbergh legt wieder ein unvergleichliche Präzision an den Tag.

Gesehen: Black Bag (2025) - Bildbruch
Foto: Universal Pictures International Germany

Hat mir sehr gefallen, wie der Film komplett seelenruhig und intentional durch einen präzisen Handgriff nach dem anderen mit möglichen Erwartungen bricht, die wir als Publikum eventuell an eine derartige Agent:innen-Mystery mit haufenweise sexy People haben.

Denn statt eines erotischen Katz-und-Maus-Spiels bekommen wir einen Haufen stinklangweiliger, spießiger, bürokratischer Karrierist:innen vorgesetzt, die auch nur in den gleichen romantischen Kategorien und Bildern wie die, mit denen der Film bewusst bricht, von sich denken können.

★★★½☆

🇺🇸, R: Steven Soderbergh, D: Cate Blanchett, Michael Fassbender, Tom Burke, Marisa Abela, Regé-Jean Page, Naomie Harris, Pierce Brosnan, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Universal Pictures International Germany

Black Bag - Doppeltes Spiel - Stream: Online anschauen
Wo und wie heute “Black Bag - Doppeltes Spiel” im Stream online auf Netflix, Prime Video, Disney+ uvm. schauen - inklusive 4K & Kostenlos Option!
A ★★★½ review of Black Bag (2025)
Hat mir sehr gefallen, wie der Film komplett seelenruhig und intentional durch einen präzisen Handgriff nach dem anderen mit möglichen Erwartungen bricht, die wir als Publikum eventuell an eine derartige Agent:innen-Mystery mit haufenweise sexy People haben. Denn statt eines erotischen Katz-und-Maus-Spiels bekommen wir einen Haufen stinklangweiliger, spießiger, bürokratischer Karrierist:innen vorgesetzt, die auch nur in den gleichen romantischen Kategorien und Bildern wie die, mit denen der Film bewusst bricht, von sich denken können.