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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 22

Vassili Golod über Sprachmüdigkeit in der kriegspolitischen Berichterstattung

Sprache schafft Realität und muss deshalb wohlbedacht gewählt werden.

Vassili Golod über Sprachmüdigkeit in der kriegspolitischen Berichterstattung
Vassili Golod auf der Re:publica 2019 (Foto: Jan Michalko, Re:publica unter CC BY-SA 2.0)

Vassili Golod, ARD-Studioleiter in Kyjiw, war bei @mediasres im Deutschlandfunk zu Gast, um über die Sprachmüdigkeit deutschsprachiger Medien in Sachen Berichterstattung über den russischen Angriffskrieg in der Ukraine.

Ich will nicht sagen, dass ich selbst permanent mit Argusaugen drauf schaue, aber auch mir ist aufgefallen, dass mittlerweile eine sprachliche Nachlässigkeit eingesetzt hat. Aber da Sprache nun mal Realität schafft, führt das letztlich auch zur Normalisierung von Positionen, die in diesem Fall vor allem dem russischen Aggressor in die Hände spielen und die Position der Ukraine in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend in die irrationale Ecke stellt.

Das gilt selbstverständlich nicht nur

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Ein Mensch ist tot, aber immerhin wird Zuckerberg beim Chatten nicht langweilig

Eine heftige Recherche von Reuters, durch die erneut klar wird, dass wir als Gesellschaft nicht auf generative KI vorbereitet sind.

Ein Mensch ist tot, aber immerhin wird Zuckerberg beim Chatten nicht langweilig
Foto: Annie Spratt / Unsplash

Einer von Facebooks KI-Chatbots hat einem kognitiv beeinträchtigten Menschen romantische Gefühle vorgegaukelt, behauptet echt zu sein und ihm eine angebliche Wohnadresse samt Türcode genannt. Auf dem Weg zu einem Date mit dem echtgeglaubten Bot stürzte der 76jährige Mann und starb schließlich an den dabei zugezogenen Verletzungen.

Um es mit den Worten von Ryan Broderick zu sagen, durch den die Story von Reuters zuerst in meinen Feed gelangte: „This is a nightmare." Wir sind in keinster Weise auf die (gesellschaftlichen und psychischen) Schäden vorbereitet, die generative KI in dieser Form anrichten wird. Aber Hauptsache, Mark Zuckerberg ist beim Chatten mit seiner

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Ein Song pro Tag reicht immer noch!

Gut anderthalb Jahre nach Start läuft der Newsletter offenbar immer noch stabil 💪

Ein Song pro Tag reicht immer noch!
Foto: Igor Omilaev / Unsplash

Als Abonnent der ersten Stunde freut es mich, dass der vom geschätzten Martin Hommel orchestrierte Newsletter Ein Song reicht seit mittlerweile guten anderthalb Jahren in mein Postfach flattert und dabei sozusagen immer noch eine Erfolgsgeschichte ist.

Mehr als 15.000 Abonnent*innen gibt es mittlerweile und nach dem ersten durch das Wirtschaftsamt der Stadt Leipzig geförderten Jahr konnten mittlerweile auch andere Einnahmequellen angezapft werden, um das Projekt weiter über Wasser zu halten.

Martin war diese Woche bei Radioeins zu Gast, um noch mal ein aktuelles Schlaglicht auf den Newsletter zu werfen und sogar eine gedruckte Sonderausgabe in Aussicht

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„Zwischen sozialistischem Ideal und Lostdeutschland“: Alexander Estis über seine Erfahrungen als Dresdner Stadtschreiber

Frei nach Douglas Adams: „This has made a lot of people very angry and been widely regarded as a bad move."

„Zwischen sozialistischem Ideal und Lostdeutschland“: Alexander Estis über seine Erfahrungen als Dresdner Stadtschreiber
Foto: Vasily Malygin / Unsplash

Alexander Estis ist dieses Jahr Stadtschreiber von Dresden. Frei nach Douglas Adams: „This has made a lot of people very angry and been widely regarded as a bad move." In der FAZ schreibt Estis:

Ich bin derzeit Dresdner Stadtschreiber. Aber was mir dort in den Sozialen Medien an Äußerungen über mich begegnet, lässt mich nicht nur an der eigenen Identität zweifeln.

In einem sehr klugen Text, der vorher mal als Vortrag bei der Sommernacht der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gehalten wurde, beschreibt Estis die widersprüchliche Ideologie und die zahlreichen Idiosynkrasien, die in Sachsen offenkundig sind und einem – jedenfalls im

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Labradore tippen in Arial 14 am 13. August 2025 Featured Post

Die heutigen Dailies unter anderem mit: unserer Welt in 2026, ein bisschen Rechtsphilosophie und gelöschten E-Mails gegen Dürre

Labradore tippen in Arial 14 am 13. August 2025
Foto: Shane Guymon / Unsplash

Weil auch Großbritannien in Folge der Klimakatastrophe mit immenser Trockenheit zu kämpfen hat, gibt es von der dortigen Regierung jetzt ein paar hilfreiche Handreichungen, wie man auch als kleines Zahnrädchen im großen Getriebe knapper werdendes Wasser sparen kann.

In der Pressemitteilung heißt es unter anderem von Helen Wakeham („Environment Agency’s Director of Water and NDG chair"):

We are grateful to the public for following the restrictions, where in place, to conserve water in these dry conditions. Simple, everyday choices – such as turning off a tap or deleting old emails – also really helps the collective effort to reduce demand and
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„Have you tried deleting some photos of your grandmother about it?": Im UK sind deine Mails jetzt schuld an der Dürre

Sehr zuvorkommend, diese Handreichung zum Wassersparen und mal so gar nicht scheinheilig...

„Have you tried deleting some photos of your grandmother about it?": Im UK sind deine Mails jetzt schuld an der Dürre
Foto: Sergei A / Unsplash

Weil auch Großbritannien in Folge der Klimakatastrophe mit immenser Trockenheit zu kämpfen hat, gibt es von der dortigen Regierung jetzt ein paar hilfreiche Handreichungen, wie man auch als kleines Zahnrädchen im großen Getriebe knapper werdendes Wasser sparen kann.

In der Pressemitteilung heißt es unter anderem von Helen Wakeham („Environment Agency’s Director of Water and NDG chair"):

We are grateful to the public for following the restrictions, where in place, to conserve water in these dry conditions. Simple, everyday choices – such as turning off a tap or deleting old emails – also really helps the collective effort to reduce demand and
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