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Feuilleton & Firlefanz

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Gesehen: Nouvelle Vague (2025) - Ein Hauch von Ironie

Linklater hat eine Liebeserklärung an die Kinoliebenden verfasst

Gesehen: Nouvelle Vague (2025) - Ein Hauch von Ironie
Bild: Plaion Pictures

Das Sujet des Films über das Filmemachen ist für mich oft einfach nur ein anstrengendes und masturbatorisch anmutendes, das dann auch noch oft von ziemlich viel Selbstherrlichkeit erdrückt wird. Bei Richard Linklater legt sich hingegen ein Hauch von (Selbst-)Ironie über den gesamten Film.

Was ich bei Christopher Nolans OPPENHEIMER noch abwertend „historisches Puppentheater“ genannt habe, wird bei Linklater mit interstitiellen Porträtaufnahmen inklusive Bauchbinden immer wieder ironisch zugespitzt.

NOUVELLE VAGUE ist keine Liebeserklärung an das Kino oder an Filme, sondern eine Liebeserklärung an die, die von Kino und Film besessen sind. Es ist eine Fetischisierung der Fetischisten, die sich mit

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Gesehen: Sentimental Value (2025) - Klaffende Wunden

Die größte Schwäche des Films ist darin begründet, wie Trier seine Protagonistin ausbeutet

Gesehen: Sentimental Value (2025) - Klaffende Wunden
Bild: Plaion Pictures, Studiocanal

Klar, das sind schon ziemlich privilegierte Verhältnisse, aus denen heraus hier erzählt wird. Darüber kann auch die Anmerkung der Schwester der Protagonistin, dass man das Geld aus einem etwaigen Verkauf des Hauses der verstorbenen Mutter gut hätte gebrauchen können, nicht hinwegtäuschen. Denn in einer Zwangslage scheint sich deren Familie nicht zu befinden.

Joachim Trier schafft es dennoch – im Gegensatz zu Noah Baumbachs im selben Sommer uraufgeführtem JAY KELLY – anschlussfähig zu bleiben und die Brücke zum emotionalen Kern seiner Geschichte nicht einstürzen zu lassen.

Trier erzählt durch die Gefühlswelt der Protagonistin von deren Vater, der erst am Ende seiner Karriere und

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Still ruining vinyl am 26. Januar 2026 Featured Post

Die heutigen Dailies unter anderem mit: Taylor Swift, klugen Werbeverboten und Claude Chabrol

Still ruining vinyl am 26. Januar 2026
Bild: Erik Mclean / Unsplash

Anthony Fantano, the internet's busiest music nerd, über Taylor Swifts raffgierige Verkaufsstrategie, die auch vor Vinyl nicht Halt macht.


Die (Almost) Dailies sind mein kuratierter Blick auf das Internet – irgendwo zwischen (Pop-)Kultur, Medien, Politik und dem ganzen anderen Wahnsinn. Wenn du magst, auch in deinem Postfach!

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Jan Kawelke und Vassili Golod loten in Machiavelli die Rolle von generativer KI in der Kunst und ihre Rolle als potenzielles Werkzeug aus.

COSMO Machiavelli: KI ist keine Kunst
In dieser Episode tauchen Vassili & Jan deep in eine Frage ein, die gerade die Kunst- und Kulturwelt spaltet: Kann künstliche
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Gesehen: The Wonders (2014) - Licht ist Leben

Die Leinwandgöttin triumphiert über den Möchtegerngott

Gesehen: The Wonders (2014) - Licht ist Leben
Bild: ZDF, Simona Pampallona

Der Film beginnt mit Scheinwerfern, die durch das Dunkel der Nacht schneiden, das Haus anleuchten, über die Körper der im Bett liegenden Kinder hinwegschweifen. Es ist, als ob diese Welt, diese Leben, diese Kinder nur innerhalb des Lichtkegels für diesen einen Moment existieren und dann zurück in das Nichts der Dunkelheit und aus der Ebene unserer Existenz gleiten.

Alice Rohrwacher spielt mit dem Licht als Symbol oder gar Essenz des Lebens – etwa mit dem Strahl, der durch Schwebstaub hindurch in den dunklen Raum fällt und das Mädchen ihn mit den Händen wie Wasser aus einem Hahn auffängt und vorsichtig „trinkt“

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Gesehen: Schwere Jungs (2006) - Große Leerstelle

Leerstellen wie in jeder zweiten deutschen Firmenchronik

Gesehen: Schwere Jungs (2006) - Große Leerstelle
Bild: Constantin Film

So harmlos, wie der Film tut, ist das alles dann irgendwie doch nicht. Dass in einem derartigen Film eher nicht die Nazirhetorik ausgepackt wird, um für „Zeitkolorit“ zu sorgen, lässt sich ja noch irgendwo nachvollziehen. Hier ist diese Zeit jedoch eine große Leerstelle.

Wenn sie anspielenderweise zum Thema gemacht wird, dann vor allem durch einen strammen Sportfunktionär, der sinngemäß und nationaltrunken davon schwadroniert, dass es jetzt darauf ankäme, Deutschland wieder an der Weltspitze zu positionieren. Der Film lädt gewissermaßen zum Wegschmunzeln dieses offensichtlichen, unverhohlenen Altnazitums ein, das er an allen anderen Stellen so bequem ausblendet.

Außerdem: Dass 1952 homosexuelle Männer

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Gesehen: Bad Education (2004) - Schubladenspiel

Von Traumata so schwer, dass sie nur durch mehrere Filter erzählt werden können

Gesehen: Bad Education (2004) - Schubladenspiel
Bild: Studiocanal

Ein verschachteltes Vexierspiel, das ein Trauma aufbricht, die Teile in verschiedene Schubladen steckt, diese wahlweise für immer verschließt, in verschiedensten Konstellationen öffnet und miteinander kombiniert oder sie gar herausreißt und den Inhalt auf dem Boden verteilt.

Pedro Almodóvar erzählt hier von Erfahrungen, die derart schwer wiegen, dass sie offenbar selbst im Film nur durch den Filter eines Films erzählt werden können. Dass mehrere Abstraktionsebenen eingezogen werden müssen, um sie zur Sprache bringen oder gar verhandeln zu können.

Er geht sogar so weit, dass seine Figuren in ein anderes Geschlecht flüchten, um möglichst weit weg vom eigenen, das so eng mit

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