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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 182

Gesehen: To Catch a Killer (2023)

Gesehen: To Catch a Killer (2023)
(c) Leonine Studios Spielfilm

Ein atmosphärisch dichter Thriller mit kompetenten Schauspieler*innen, die genau wissen, wie man ansonsten vielleicht eher durchschnittliches Material auf ein angenehmes Niveau hievt. TO CATCH A KILLER ist ein wirklich grundsolider Film, der (mich) dann doch damit überrascht, wie umfassend er beobachtet und mit einfließen lässt, wie die gesellschaftliche Polykrise in den USA sich zu einem „perfekten“ Sturm zusammenbraut.

Medienkrise, die zunehmende Polarisierung und in Teilen Radikalisierung der gesellschaftlichen Lager, die Krise des Gesundheitswesens im Allgemeinen sowie das Versagen beim Umgang mit psychisch erkrankten Menschen, das Fallenlassen von Militärveteranen mit posttraumatischen Belastungsstörungen, nahezu ungehemmte Waffengewalt widerlichen Ausmaßes und die Politisierung

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Gespielt: Journey (2012)

Gespielt: Journey (2012)
(c) thatgamecompany, Sony Interactive Entertainment, Annpurna Interactive

Für mich hat sich das sehr nach Proof of Concept, nach einem Gerippe mit wenig Fleisch angefühlt. Ich bin sofort dabei, wenn es darum geht zu sagen, dass Journey wirklich wunderschön ist und es auch ohne Dialoge oder erklärenden Text schafft, eine Geschichte zu transportieren und emotional zu involvieren. Doch das Gimmick nutzt sich selbst für die kurze Durchspieldauer sehr schnell ab.

Dass man andere Reisende treffen, mit ihnen zusammen einzelne Abschnitte bewältigen kann und dabei wortlos miteinander kommunizieren muss, wirkt zunächst wie ein meisterhafter Designkniff. Doch Journey wertet sich selbst ab, weil schnell klar wird, dass diese wohl zufälligen

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Bei Xavier Dolan werde ich melancholisch

Bei Xavier Dolan werde ich melancholisch
(c) Georges Biard unter CC BY-SA 3.0

Immer, nachdem ich einen Film von Xavier Dolan gesehen habe, werde ich für einen Moment sehr melancholisch. Dolan ist nämlich keine drei Monate älter als ich und da kann ich manchmal nicht anders, als mich mit ihm zu vergleichen. Es ist unglaublich, welchen kreativen Output mit erheblichem kulturellen Impact er bisher bereits hatte. Und das als Autodidakt. Als er mit der Arbeit an seinem Debütfilm J'AI TUÉ MA MÈRE begann, habe ich mich noch gefragt, ob ich wirklich die richtigen Leistungskurse gewählt habe.

Dolan schrieb das Drehbuch im Alter von 16 bzw. 17 Jahren. Er finanzierte den Film in Teilen
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Mein Medienmenü - Woche 12/2024 & Luftdrücke

Mein Medienmenü - Woche 12/2024 & Luftdrücke
(c) Vinicius "amnx" Amano / Unsplash

Bild und Jahreszeit sprechen für sich...

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Jasmin Paris finisht als erste Frau überhaupt die Barkley Marathons

Jasmin Paris finisht als erste Frau überhaupt die Barkley Marathons
(c) Paul Dobson unter CC BY 2.0

Am Donnerstag habe ich bereits kurz über meine Faszination mit den Barkley Marathons geschrieben. Gestern ist das Event dann zu Ende gegangen und obwohl ich nicht von mir behaupten kann, mich sonst auch nur einen Millimeter für professionellen Laufsport zu interessieren, hing ich während der letzten Stunde vor Cutoff gebannt vor dem Hashtag #bm100.

Grund war, dass es mit Jasmin Paris die erste Finisherin in der 38-jährigen Geschichte des Ultramarathons geben könnte. Und so kam es dann auch. 99 Sekunden(!) vor Cutoff schrieb sie Geschichte. Simone Luciani hat auf Instagram ein Video ihrer letzten Meter gepostet.

Insgesamt gab es in

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Gesehen: Les amours imaginaires (2010)

Gesehen: Les amours imaginaires (2010)
(c) Kool Filmdistribution

Der Schluss scheint naheliegend, aber ich musste ständig an Viscontis Der Tod in Venedig-Inszenierung mit Björn Andrésen in der Rolle des Jungen Tadszio denken. Die Parallelen zu Niels Schneider in Rolle des Nicolas sind hier in Dolans Film schon ziemlich deutlich. Beide Figuren umgibt eine Aura, die einen tiefergehenden Ursprung als bloß die reine Schönheit zu haben scheint. Sie führen beide ein unbeschwertes Leben voller Privilegien und können fast selbstvergessen von Moment zu Moment gleiten. Es ist, als ob sie sich gleich eines Schwarzen Lochs von Ort zu Ort bewegen und dabei ein Mensch nach dem anderen sich selbst

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