Black-hole-ception 🤯
Kurzgesagt: This Black Hole Could be Bigger Than The Universe
Science
Black-hole-ception 🤯
Fast hätte ich die Hoffnung aufgegeben, dass dieser Film noch während des Schauens für mich klickt. Und dann ist mir klar geworden: Genau darum geht es, um das Aushalten, das Ausdauern, das Überdauern! Selbstverständlich ist dieser Film keine Qual, die man überdauern muss. Er gewährt den von den Entbehrungen des Krieges gescholtenen Menschen Raum. Nur noch diesen einen Winter überstehen, nicht mehr lange, dann ist alles vorbei, gibt es diese Amerikaner überhaupt und wo bleiben sie?
Und wir sehen auch, dass die menschenfeindliche Nazi-Ideologie mit zunehmender Zeit immer brüchiger, durchlässiger und verzweifelter wird. Nur noch ein paarmal „Herrenrasse“ sagen, dann ist die Weltherrschaft da. Wer dagegen am andauerndsten für seine Überzeugungen einstehen kann, wird überleben, wird leben, wird den Kindern eine Zukunft mitgeben können.
Und natürlich ist auch die bloße Existenz dieses 1945(!) erschienenen Films Zeugnis des (Über-)Lebenswillens der Menschen und des Menschseins.
★★★★☆

Um es direkt zu sagen: Das ist ein ganz grauenhafter Film. Das urteile ich, weil der Film einfach keine Ruhe entwickeln kann – und zwar im wortwörtlichen Sinne. Es gibt kaum eine Szene, die mal stehen oder atmen gelassen wird. Stattdessen wird direkt alles mit einem rührseligen Score erstickt. Hier darf sich nichts entwickeln. Es wirkt, als ob der Film eine regelrechte Angst vor Ruhe hätte, weil dann drohen würde, dass das Publikum bemerkt, dass es dort wirklich gar nichts gibt, das Widerhall erzeugen könnte.
WHERE THE CRAWDADS SING ist eine heruntergedummte, in Teilen schwachsinnig romantisierende und kitschige Aussteiger*innenfantasie, die vorgibt, einer moralisch verkommenen Gesellschaft zu sein, das jedoch mit den banalsten Momenten in Windeseile abhakt, um sich wieder den anderthalb rührseligen Liebesgeschichten hingeben zu können. (Obwohl diese natürlich viel mehr mit den hier nur gestreiften Themen verbunden sein müssten.)
Zwar porträtiert er sowohl Zivilisation als auch Sumpf als ambivalente Orte – es gibt keine nur schlechte und keine nur gute Seite –, tut das jedoch nur, um Tiefe vorzutäuschen. Der Film ist letztlich manipulativ und leer.
★½☆☆☆

Genau das sind die Fragen, die ich gestellt und beantwortet wissen will!
Die Wahl ins Europaparlament ist wohl gleichzeitig das Beste und das Schlimmste, das Nico Semsrott hätte passieren können. Immerhin haben wir dadurch mehr Aufklärung über den politischen Betrieb in Brüssel bekommen, als es Martin Sonneborn bisher zu leisten vermochte.
Semsrott hat seine sich dem Ende neigenden fünf Jahre als Abgeordneter im Parlament im Buch Brüssel sehen und sterben niedergeschrieben und begleitend dazu eine Bühnenshow auf die Beine gestellt. Den vollen Abend aus dem Berliner Admiralspalast gibt's auf Youtube. Enjoy, es lohnt sich!
Mit eindrucksvoll nüchterner Härte zeigt der Film die Realität eines Schwangerschaftsabbruchs – und zwar die, in der weniger die Entscheidung für den Abbruch, sondern die äußeren Umstände den Vorgang zu einer traumatisierenden Erfahrung für die Frau werden lassen. Es gibt die gesellschaftliche Implikation, etwas Falsches und Unmenschliches zu tun. Es gibt ökonomischen Druck oder aufgrund restriktiver Rechtslage erst gar keine andere Möglichkeit, als sich unter widrigsten und zwielichtigsten Umständen einem potenziell lebensgefährlichen Eingriff zu unterziehen.
Entlang dieses Wahnsinns erzählt Cristian Mungiu sehr klug über die Lebensrealität in faktisch nicht postsowjetischen, aber der damaligen Sowjetunion einst nahestehenderen Ländern, in denen die bis aufs letzte Hemd ausgebeutete Gesellschaft dazu gezwungen ist, jede Handlung mit monetären Werten zu verknüpfen, keiner mehr niemandem traut, viele nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind und nach außen eine Fassade der Unfehlbarkeit aufrechterhalten.
★★★★☆
