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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 156

Gesehen: My Blueberry Nights (2007)

Gesehen: My Blueberry Nights (2007)
(c) Prokino

Wong Kar-wais Versuch, seine typische Bildästhetik in einen westlichen Kontext zu setzen, funktioniert nur bedingt. Wie gemacht scheint sie für die Momente der Zweisamkeit in einem New Yorker Café einerseits und erzeugt andererseits fast schon groteske Bilder, die wie eine nochmal überzeichnetere Version der Bildsprache eines FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS wirken.

Überrascht bin ich letztlich doch davon, wie wenig versöhnlich sich dieser Film gibt, obwohl ich ihm schon die Hoffnung als Grundprinzip unterstellen würde. Die Wärme der Bilder kann aber nicht über den bitteren Kern des Films hinwegtäuschen. Hier geht es um Alkoholismus, Spielsucht, Gewalt und Konsum

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Gesehen: Tótem (2023)

Gesehen: Tótem (2023)
(c) Piffl Medien

Es ist so berührend und teilweise auch schmerzhaft zu sehen, wie dieses Kind hier durch die Lupe der Vergänglichkeit des Vaters mit der eigenen Existenz und im weiteren Sinne dem Fortbestand des Planeten hadert und gewissermaßen auf existenzieller Sinnsuche ist.

Wird diese bedingungslose und unbändige Liebe, die sie für ihren Vater empfindet, die ihr Vater für sie empfindet, die im Verbund der Familie am Leben erhalten wird, überhaupt Bestand haben, wenn er einmal nicht mehr ist, wenn sie irgendwann nicht mehr ist? Oder ist die Liebe größer als all das und sie sieht nur deren Schatten an der 

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Zweiteilige Youtube-Doku: „The Making of Arrested Development was a Sh*t Show“

Zweiteilige Youtube-Doku: „The Making of Arrested Development was a Sh*t Show“
(c) The Walt Disney Corportaion

Arrested Development gehört zu meinen absoluten Lieblingsserien, die es trotz übelster Widrigkeiten auf drei großartige Staffeln (und zwei nicht unbedingt erwähnenswerte bei Netflix) gebracht hat. Jetzt bin ich auf Youtube über diese kleine zweiteilige Doku gestolpert, die nochmal zusammenrührt, was diese Serie so einzigartig gemacht hat, warum es trotz ein Wunder ist, dass sie existiert und welche Fehler letztlich zu einem etwas getrübten Vermächtnis geführt haben.

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Feuilleton & Firlefanz bezieht UberBlogr-Domizil

Feuilleton & Firlefanz bezieht UberBlogr-Domizil
(c) Andrew Neel / Unsplash

Im Blog von Thomas Gigold habe ich vor geraumer Zeit von seinem Projekt namens UberBlogr gelesen und war direkt von der Idee angetan. Das Ding ist ein sogenannter Webring, durch den unterschiedlichste private Blogs miteinander vernetzt werden. So kann man zum Beispiel durch die bei mir im Seiten-Footer verankerte (und in diesem Post nochmal gespiegelten) Navigation von einem Blog zum nächsten klicken.

< UberBlogr Webring >

Seit geraumer Zeit schreibe ich wieder hier vermehrt auf meiner eigenen Seite ins Internet. Die Implosion von Twitter hat mich zurück zum Gedanken, seine eigener Herr auf der eigenen Plattform zu sein, gebracht. Viele

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Gesehen: Immaculate (2024)

Gesehen: Immaculate (2024)
(c) capelight pictures

Das war alles schon sehr underwhelming. Der Film sieht aus wie Marvel in den schlechtesten Momenten: in kontrastlosen Farb- bzw. Grauton-Brei getränkt, mit dahingeschluderten VFX und damit kaum greifbar. Es gibt zahlreiche Momente, in denen ich die Entscheidung gegen Props ums Verrecken nicht nachvollziehen kann.

Lesen lässt sich IMMACULATE in zwei Bahnen, die gewissermaßen aber auch zusammenhängen. Da ist einerseits die katholische Kirche, die sexuellen Missbrauch in den eigenen Reihen durch die Mauer des Schweigens nicht nur deckt, sondern auch begünstigt. Und andererseits zeigt der Film, was passiert, wenn Frauen durch patriarchale Machtstrukturen die Autonomie über ihren eigenen Körper

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Gesehen: Ma nuit chez Maud (1969)

Gesehen: Ma nuit chez Maud (1969)
(c) Studiocanal

Da ich bisher nur Rohmers Jahreszeiten und ein paar Sommerfilme kannte, hat mich dieses Zusammentreffen mit Maud überrascht – wie hier Liebe und Begehren auf vorrangig intellektueller Ebene verhandelt und ein fast schon wissenschaftsphilosophischer Diskurs geführt wird. Tatsächlich habe ich mich oft an Darren Aronofskys PI (1998) erinnert gefühlt, den ich vor keiner Woche zum ersten Mal gesehen habe. Beide Filme eint ihr Ringen mit dem Zufall ob man ihn nun am besten theologisch, philosophisch oder mathematisch beschreibt, ob sich daraus eine Art Vorherbestimmung konstruieren lässt und ob er überhaupt irgend eine Bedeutung hat.

★★★★☆

FR, R: Éric Rohmer, D: Jean-Louis Trintignant,
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