Von diesem Naturalismus, den Aufnahmen, der Kameraführung mit den Weitwinkelobjektiven, dem Hadern mit dem Menschsein, habe ich mich – auch wegen der Nähe zu Terrence Malick – gerne verführen lassen. Darauf zahlt natürlich auch dieser hier verhandelte Wunsch ein, sich aus diesem Korsett von Traditionen, Erwartungen und patriarchaler Übermacht befreien zu wollen.
Aber auch zur Wahrheit gehört, dass die Hauptfigur Elias keine wirklich andere Dimension hat, als genau diesen Freiheitsdrang. Jede Sequenz, jede Interaktion, jeder Halbsatz, eben die komplette Anordnung ist auf Abgrenzung ausgerichtet. Elias ist nicht wie die, will nicht sein wie die und will nicht werden wie die – das

