Die Sparks kannte ich nicht, bis Edgar Wright mit seinem großartigen Deep Dive um die Ecke kam. Also dachte ich. Bis mir dann klar wurde, dass mir ein Track Mitte der 1990er immer und immer wieder im Radio um die Ohren gehauen wurde. Anyways, großartiger Dokumentarfilm, wahnsinnig interessante Künstler und jetzt ein tolles neues Musikvideo mit Cate Blanchett, die sich aus ihrem Hosenanzug freizutanzen versucht 💛
Posts by André Pitz
Blogging is back, but what about books?
BücherEnde 2021 bin ich zum ersten Mal in meinem Leben als Erwachsener Bibliotheksmitglied geworden – weil das geradezu lächerlich günstig ist und anderweitig ausufernder Kultur- und Medienkonsum natürlich ins Geld geht, und weil ich damit hoffentlich meinen Teil zum Erhalt dieser Institution beitrage, um so bedürftigeren Menschen als mir weiterhin erschwinglichere kulturelle Teilhabe zu ermöglichen.
Ein anderer Grund war, dass ich seit Ewigkeiten versuche, Literatur wieder einen Platz in meinem Medienmenü freizuräumen. Bisheriges Ergebnis: ein gelesenes und ein angefangenes Buch in 2020, 2021 & 2022 mit Hörbüchern experimentiert, damit aber nie richtig warmgeworden und deshalb Ende 2022 das fast zwei Jahre zuvor begonnene Buch endlich ausgelesen und so wieder Motivation für einen neuen Versuch geschöpft.
Für dieses Jahr habe ich mir das bescheidene Ziel gesetzt, zehn Bücher zu lesen. Ob ich das auch erreiche, ist mir aber eigentlich egal. Hauptsache ist, wieder regelmäßig Freude am Lesen zu haben. Bisher klappt das ganz gut. Meinen bescheidenen Fortschritt halte ich drüben bei Goodreads und künftig auch hier im Blog fest, denn ohne digitale Gamification geht's dann auch wieder nicht 😅 Also bisher größtes Hindernis beim Erreichen meines Ziels sehe ich da eher die Onleihe – den Dienst, den meine Bibiothek zum Verleih von E-Books, Hörbüchern und anderen digitalen Medien nutzt. Derartige ungestraft gebliebene Nutzerfeindlichkeit lässt sich eigentlich nur mit den monopolartigen Zuständen auf dem Markt (der Dienstleister für Bibliotheken) erklären.
Gelesen: „Maschinen wie ich“ (2019) von Ian McEwan
Bücher
Durch seine Alternativweltgeschichte gelingt es McEwan durchaus, ein paar kluge Beobachtungen mit Bezug zum Verhältnis von Mensch und Technologie bzw. Menschsein und Technologie anzustellen und diese auch zu verhandeln. Insgesamt scheint er aber im Diskurs noch sehr weit zurückzuhängen und kann deshalb kaum neue Gedanken hinzufügen oder bestehende weiterdenken. Klar, ist ja auch kein Sachbuch. Trotzdem finde ich, dass sich eine literarische Betrachtung nicht dem Stand der Dinge verwehren sollte, um letztlich nicht zur Banalität zu verkommen.
Maschinen wie ich hat bei mir unterm Strich einen sehr nihilistischen Eindruck hinterlassen. McEwan hat ein Buch geschrieben, in dem alles egal ist, in dem die Menschheit mit zu unserer Realität fast gegensätzlichen Entscheidungen, trotzdem vor die Wand fährt. Es fehlt die Utopie oder wenigstens die Dystopie. Dieser pessimistisch-realistische Blick mag zwar der Menschheit angemessen, aber die große Erkenntnis blieb bei mir dann am Ende aus.
★★★☆☆
Worf, Riker und La Forge plaudern über gute alte (Sternen-)Zeiten
Filme & SerienIch bin wirklich großer Fan von Star Trek und konnte mich selbst als Verehrer von The Next Generation erstaunlich leicht mit Discovery anfreunden. Die ersten beiden Staffeln von Picard können in meinen Augen jedoch leider gar nichts – nicht einmal durch die Brille der Nostalgie gesehen. Die nun angelaufene dritte und auch letzte Staffel werde ich trotzdem schauen – weil ich einfach nichts unabgeschlossen loslassen kann und weil mich dann eben doch noch die Nostalgie gekriegt hat. Denn dass es eine kleine TNG-Reunion gibt, ist ja schon längst kein Spoiler mehr. Das hat sich alleine schon für die PR-Maschinerie gelohnt, in der die alten Hasen wie hier Michael Dorn Worf, Jonathan Frakes aka William Riker und LeVar Burton aka Gerodi La Forge zusammen mit Picard-Showrunner Terry Matalas ins Plaudern kommen.
Rocky III (1982) - Onkel Toms Hütte
Filmkritik
Es überrascht mich kaum, dass Teil 3 nun endgültig im krassen Klamauk angekommen ist. Rocky am Höhepunkt seines sportlichen Erfolges so unbeholfen auf Biegen und Brechen nochmal zum Underdog konstruieren zu wollen, ist hanebüchener Quatsch.
Und es ist außerdem schon krass, wie unverhohlen rassistisch dieser Film ist – mit Mr. T als „wildem“ Schwarzen, der von Stallone gebändigt bzw. in die Schranken gewiesen werden muss. Und daneben steht Carl Weathers und macht einen auf Onkel Tom.
★½☆☆☆
Gesehen: Rocky (1976) - American Nightmare
FilmkritikAus der große Traum...
Der American Dream war schon immer eine Geschichte von (Selbst-)Ausbeutung und zelebriertem Machismo. Und auch eine rassistische Erzählung. Und davon, dass Armut krank macht. Da bleibt verständlicherweise wohl einfach keine Kraft mehr für Mimik über. Youknowwhatimean.
★★★☆☆
Den Film streamen:

Die Kritik auf Letterboxd:
