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Tagebuch

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Mein Podcastjahr 2023

Mein Podcastjahr 2023
Foto: Mohammad Metri / Unsplash

Die Podcast-App meines Vertrauens, Pocket Casts, bastelt mir auch jedes Jahr ein #Wrapped im Stil von Spotify zusammen. Das so geballt zu sehen, gibt mir schon zu denken – muss ich wirklich jeden Fußweg mit Podcasts beschallen und auch in anderen freien Minuten die Stille verdrängen? Vermutlich werde ich das 2024 etwas zurückschrauben – auch aus psychohygienischen Gründen. Dafür werden sicherlich ein paar langjährige Abos über die Klinge springen müssen. Kein Angst haben muss natürlich mein absoluter Lieblings-Podcast: CUTS - Der kritische Film-Podcast von und mit Christian Eichler. Ich habe schon immer viel zu Filmen gelesen und gehört, aber nichts davon hat in den vergangenen Jahren meinen Blick auf bewegte Bilder so nachhaltig bereichert wie CUTS mit all den tollen Gäst:innen.

Mein Bücherjahr 2023

Mein Bücherjahr 2023
Foto: Ed Robertson / Unsplash

Hinter mir liegt ein Jahr, in dem ich es mir vorgenommen und auch geschafft habe, wieder regelmäßig zu lesen. Da ich im Gegensatz zu Filmen wirklich keine Ahnung habe, welchen Stimmen ich vertrauen kann, habe ich einfach queerbeet „viel“ ausprobiert. Nicht fehlen durften dabei Der Mauersegler von Jasmin Schreiber und Vor dem Fest von Saša Stanišić. Ihr Marianengraben und sein Herkunft haben mich damals™ durch die ersten Pandemiewochen begleitet. Hier im Blog habe ich zu beiden und auch allen anderen gelesenen Büchern meine Gedanken niedergeschrieben. Für 2024 bin ich als großer Freund dieser Art des Medientrackings noch auf der Suche nach einer guten Goodreads-Alternative. Aktuell finde ich The StoryGraph ganz okay und probiere das mal aus.

Mein Filmjahr 2023

Mein Filmjahr 2023
Foto: Denise Jans / Unsplash

Weiterhin gehören Filme fest zu meiner (nahezu täglichen) Routine. Ich liebe es, von guten Werken herausgefordert zu werden und darüber nachzudenken, warum die schlechten Werke nicht funktionieren. Gefreut habe ich mich darüber, Angela Schanelec und Alice Rohrwacher für mich entdeckt zu haben, über ganz viel Aki Kaurismäki bei Mubi und Yasujirō Ozu bei Arte. Klar geprägt sind die Zahlen davon, dass ich mich in diesem Jahr dazu entschieden habe, alle Teile von Rocky, Creed und Rambo nachzuholen. Das war nicht immer einfach 😅 Alles habe ich bei Letterboxd geloggt und dort zu allen 335 Filmen meine Gedanken aufgeschrieben.

Happy Leseziel 2023! 🎉

Happy Leseziel 2023! 🎉
Bild: Jessica Ruscello / Unsplash

Wenn ich Champagner trinken würde, würde ich jetzt eine Flasche köpfen. Etwas mehr als die Häfte des Jahres ist durch und ich habe mein im Frühjahr gestecktes Leseziel tatsächlich schon (in der vergangenen Woche) erreicht!

Zu keinem Buch habe ich mich gezwungen und einfach gelesen, was mir interessant vorkam und/oder wovon ich an anderer Stelle gute Dinge gehört hatte. Das war mir von Anfang an wichtig. Ich wollte mein Ziel nicht durch Zwang erreichen und mir so die wiederkehrende Lust am Lesen verbauen.

Und ohne explizit darauf zu achten, ist mir eine ganz gute Geschlechterverteilung gelungen, finde ich: fünf Frauen, vier Männer und eine genderfluide nichtbinäre Person. So habe ich wirklich viele Betrachtungen aus Blickwinkeln, die mir gar nicht möglich sind, erfahren und das wirklich genossen.

Hier meine Gedanken zu den zehn Werken noch einmal in der Übersicht:

Mal von der Vielfalt abgesehen, habe ich eigentlich weiterhin keine konkreten Ziele. Mal schauen, wie viele Bücher es bis Ende des Jahres noch werden. Tendenziell möchte ich mich noch an ein paar mehr Klassiker*innen heranwagen. Außerdem hoffe ich, dass sich endlich mal eine gute Alternative zu Goodreads auftut. Projekte wie das Lesetsgebu.ch oder die dezentrale Alternative Bookwyrm sind zwar vom Gedanken her wesentlich cooler und ich habe dort zum Reinschauen auch Accounts. Aber letztlich möchte ich schon ein rudimentäres Empfehlungssystem, das über den Follow-Feed hinausgeht.

Mein Zwischenfazit für mein Lesejahr 2023: Ich bin super happy darüber, dass Literatur wieder einen festen Platz in meinem Medienmenü hat und freue mich schon sehr auf viele tolle Erzählungen, die in den vergangenen Jahren an mir vorbeigegangen sind.

Blogging is back, but what about books?

Blogging is back, but what about books?
Bild: Christin Hume / Unsplash

Ende 2021 bin ich zum ersten Mal in meinem Leben als Erwachsener Bibliotheksmitglied geworden – weil das geradezu lächerlich günstig ist und anderweitig ausufernder Kultur- und Medienkonsum natürlich ins Geld geht, und weil ich damit hoffentlich meinen Teil zum Erhalt dieser Institution beitrage, um so bedürftigeren Menschen als mir weiterhin erschwinglichere kulturelle Teilhabe zu ermöglichen.

Ein anderer Grund war, dass ich seit Ewigkeiten versuche, Literatur wieder einen Platz in meinem Medienmenü freizuräumen. Bisheriges Ergebnis: ein gelesenes und ein angefangenes Buch in 2020, 2021 & 2022 mit Hörbüchern experimentiert, damit aber nie richtig warmgeworden und deshalb Ende 2022 das fast zwei Jahre zuvor begonnene Buch endlich ausgelesen und so wieder Motivation für einen neuen Versuch geschöpft.

Für dieses Jahr habe ich mir das bescheidene Ziel gesetzt, zehn Bücher zu lesen. Ob ich das auch erreiche, ist mir aber eigentlich egal. Hauptsache ist, wieder regelmäßig Freude am Lesen zu haben. Bisher klappt das ganz gut. Meinen bescheidenen Fortschritt halte ich drüben bei Goodreads und künftig auch hier im Blog fest, denn ohne digitale Gamification geht's dann auch wieder nicht 😅 Also bisher größtes Hindernis beim Erreichen meines Ziels sehe ich da eher die Onleihe – den Dienst, den meine Bibiothek zum Verleih von E-Books, Hörbüchern und anderen digitalen Medien nutzt. Derartige ungestraft gebliebene Nutzerfeindlichkeit lässt sich eigentlich nur mit den monopolartigen Zuständen auf dem Markt (der Dienstleister für Bibliotheken) erklären.