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Filmkritik

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Gesehen: The Dead Zone (1983) - Ein trojanisches Pferd voller Unfreiheit

Vor lauter Schmetterlingseffekten und Hitlerbabys das Leben nicht mehr sehen

Gesehen: The Dead Zone (1983) - Ein trojanisches Pferd voller Unfreiheit
Foto: The De Laurentiis Company

Die Vergänglichkeit des Seins ist direktes Ergebnis dessen, dass Zeit für uns Menschen lediglich linear und in eine Richtung abläuft. Das ist kein Zustand, den es zu überwinden, sondern in dem es zu verharren gilt. Denn würden wir in permanenter Gleichzeitigkeit aller Zustände leben, würden wir ob aller etwaigen Schmetterlingseffekte und Hitlerbabys an jeder Ecke sicherlich erstarren. Die Vergänglichkeit ist die Konsequenz eines freien Lebens ohne prädeterminiertes Herumexistieren bzw. -vegetieren. Der Traum von der Herrschaft über die Zeit ist ein trojanisches Pferd voller Unfreiheit.

„Lustig" ist natürlich, wie anschlussfähig dieser Film zur Ära Donald Trump ist und so dem effekthascherischen Gedankenexperiment vom Töten Babyhitlers eine neue Doppelbödigkeit verpasst, die der Film davon losgelöst betrachtet jedoch leider nicht einhalten kann.

★★★☆☆

🇺🇸, R: David Cronenberg, D: Christopher Walken, Brooke Adams, Tom Skerritt, Herbert Lom, Anthony Zerbe, Colleen Dewhurst, Martin Sheen, Nicholas Campbell, Sean Sullivan, Jackie Burroughs, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: The De Laurentiis Company

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A ★★★ review of The Dead Zone (1983)
Die Vergänglichkeit des Seins ist direktes Ergebnis dessen, dass Zeit für uns Menschen lediglich linear und in eine Richtung abläuft. Das ist kein Zustand, den es zu überwinden, sondern in dem es zu verharren gilt. Denn würden wir in permanenter Gleichzeitigkeit aller Zustände leben, würden wir ob aller etwaigen Schmetterlingseffekte und Hitlerbabys an jeder Ecke sicherlich erstarren. Die Vergänglichkeit ist die Konsequenz eines freien Lebens ohne prädeterminiertes Herumexistieren bzw. -vegetieren. Der Traum von der Herrschaft über die Zeit ist ein trojanisches Pferd voller Unfreiheit. „Lustig” ist natürlich, wie anschlussfähig dieser Film zur Ära Donald Trump ist und so dem effekthascherischen

Gesehen: Beyond Utopia (2023) - Flucht vor Kohärenz

Inhaltlich spannend, aber formal leider wirklich nicht gut.

Gesehen: Beyond Utopia (2023) - Flucht vor Kohärenz
Foto: ZDF, TGW7N

Gut, dass die Macherinnen nur auf unter der Hand gefilmtes Material zurückgreifen, um Nordkorea von innen zu zeigen. Denn alles andere wäre ein Rückgriff auf Propaganda. Auch unabhängige Medien agieren in Nordkorea nicht unabhängig, wenn sie den offiziellen Weg gehen, um a) ins Land zu kommen und b) dort filmen zu dürfen. Außerdem brauchen wir als Publikum nicht den Kontrast zwischen den geschönten Bildern von letztlich arrangierten Situationen auf der einen und der brutalen Realität voller Leid auf der anderen Seite, um zu verstehen, wie es den Nordkoreaner:innen geht. Die heimlich angefertigten Aufnahmen und Berichte erfolgreich Geflüchteter sprechen für sich.

Was dem Film total abgeht, ist ästhetische Kohärenz. Ich verstehe nicht, wozu scheinbar zufällig und keinem Zweck dienlich handgezeichnete Animationssequenzen eingestreut werden. Es kann nicht um den Schluss von Lücken im dokumentarischen Material gehen, denn das ist ausreichend vorhanden. Es kann nicht als Abstraktionsebene, die zu drastische Bilder erträglicher machen soll, sein, denn vor Drastik scheut der Film andernorts nicht zurück.

Außerdem ist es total ausgenudelt, seine Talking-Head-Momente mit einer Perspektive aufzubrechen, die wiederum die Aufnahmesituation des Talking-Head-Moments zeigt. Das ist ein bildsprachlicher Taschenspieler:innentrick, um eine Art Pseudo-Vielschichtigkeit zu erzeugen, weil einem die Motive ausgehen.

🇺🇸, R: Madeleine Gavin, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: ZDF, TGW7N

Der Dokumentarfilm steht noch kostenlos bis zum 30. Mai 2027 bei Arte in der Mediathek:

Flucht aus Nordkorea - Die ganze Doku | ARTE
Eine Familie will mitsamt der alten Großmutter und der kleinen Kinder durchs Gebirge aus Nordkorea, dem repressivsten Staat der Erde, entkommen. Ein Pfarrer aus Südkorea hilft und wird zum selbstlosen Helden. Diese packende Fluchtgeschichte zeigt Bilder aus Nordkorea, die unter Lebensgefahr heimlich aufgenommen wurden.
Flucht aus Nordkorea - Stream: Jetzt Film online anschauen
Wo und wie heute “Flucht aus Nordkorea” im Stream online auf Netflix, Prime Video, Disney+ uvm. schauen - inklusive 4K & Kostenlos Option!
A review of Beyond Utopia (2023)
Gut, dass die Macherinnen nur auf unter der Hand gefilmtes Material zurückgreifen, um Nordkorea von innen zu zeigen. Denn alles andere wäre ein Rückgriff auf Propaganda. Auch unabhängige Medien agieren in Nordkorea nicht unabhängig, wenn sie den offiziellen Weg gehen, um a) ins Land zu kommen und b) dort filmen zu dürfen. Außerdem brauchen wir als Publikum nicht den Kontrast zwischen den geschönten Bildern von letztlich arrangierten Situationen auf der einen und der brutalen Realität voller Leid auf der anderen Seite, um zu verstehen, wie es den Nordkoreaner:innen geht. Die heimlich angefertigten Aufnahmen und Berichte erfolgreich Geflüchteter sprechen für sich.

Gesehen: Drop (2025) - Von Pepe bis Palantir

Christopher Landons Film sagt viel über die Beschafftenheit unserer digitalen Kommunikationsräume, scheitert aber an fehlendem Kit.

Gesehen: Drop (2025) - Von Pepe bis Palantir
Foto: Universal Pictures International Germany

Was mir gefallen hat: Der Film beschreibt unter anderem, wie antidemokratische Kräfte für ihre Zwecke memetische Kommunikation unterlaufen, digitale Räume annektieren und bestehende Ausdrucksästhetiken übernehmen, umdeuten, zweckentfremden und vergiften. (siehe Pepe the Frog)

Was okay war: Die grundlegende Paranoia wird aus einem super leicht nachvollziehbaren Umstand gezogen, indem uns vor Augen geführt wird, dass wir streng genommen mit technisch ziemlich ausgereiften Überwachungsinstrumenten in der Hosentasche herumlaufen. Auch hier braucht es lediglich eine Handvoll antidemokratischer Kräfte, um die freien Gesellschaften dieser Welt vor die Wand zu fahren. (siehe Palantir)

Was lahm war: Dafür, dass der Film regelrecht krampfhaft nach Verankerung in den technologischen Fundamenten unserer Welt sucht, macht er es sich an den falschen Stellen viel zu leicht. Es ist etwa offensichtlich, dass das zentrale Gimmick des Films um Apples Airdrop herum gebaut wurde, man es aber nicht namentlich erwähnen konnte/durfte. Also wurde einfach schnell eine in unserer Realität nicht existierende Alternative herbeigeschrieben, die dann bequemerweise auch noch ein paar Logikprobleme löst, die sich aus der tatsächlichen Funktionsweise von Airdop ergeben hätten. Das zieht eine unnötige Abstraktionsebene in den Film, die es uns leichter macht, uns vom aus der Technologie heraus entstehenden Horror zu lösen.

Was Mist war: Das Drehbuch erscheint mir doch dem Fehlschluss zu erliegen, dass eine Frauenfigur vor allem dann „stark" ist, wenn sie möglichst großes Leid übersteht. Denn der Film scheint mir doch irritierend viel Genuss daraus zu ziehen, der Protagonistin auf den letzten Metern schnell noch ungefähr 548 Rippen zu brechen – alles im Namen einer dahinbehaupteten Katharsis.

Was schade war: Der Film hat unglaublich wenig Fleisch auf den (gebrochenen) Rippen. Gute Ideen alleine reichen eben nicht, wenn da nichts ist, was die ganze Nummer mit schöner Schleife obendrauf zusammenzubinden vermag. DROP ist mehr ein ungeordneter Haufen dieser Ideen, die zusammen kein sonderlich spannendes filmisches Potenzial entfalten.

★★½☆☆

🇺🇸, R: Christopher Landon, D: Meghann Fahy, Brandon Sklenar, Reed Diamond, Violett Beane, Jeffery Self, Jacob Robinson, Gabrielle Ryan, Ed Weeks, Travis Nelson, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Universal Pictures International Germany

Drop - Tödliches Date - Stream: Jetzt Film online anschauen
Wo und wie heute “Drop - Tödliches Date” im Stream online auf Netflix, Prime Video, Disney+ uvm. schauen - inklusive 4K & Kostenlos Option!
A ★★½ review of Drop (2025)
Was mir gefallen hat: Der Film beschreibt unter anderem, wie antidemokratische Kräfte für ihre Zwecke memetische Kommunikation unterlaufen, digitale Räume annektieren und bestehende Ausdrucksästhetiken übernehmen, umdeuten, zweckentfremden und vergiften. (siehe Pepe the Frog) Was okay war: Die grundlegende Paranoia wird aus einem super leicht nachvollziehbaren Umstand gezogen, indem uns vor Augen geführt wird, dass wir streng genommen mit technisch ziemlich ausgereiften Überwachungsinstrumenten in der Hosentasche herumlaufen. Auch hier braucht es lediglich eine Handvoll antidemokratischer Kräfte, um die freien Gesellschaften dieser Welt vor die Wand zu fahren. (siehe Palantir) Was lahm war: Dafür, dass der Film regelrecht krampfhaft nach Verankerung in

Gesehen: Kramer vs. Kramer (1979) - Damals so wahr wie heute

Nicht das Sorgerecht ist das Problem, sondern das System, in dem es verhandelt wird.

Gesehen: Kramer vs. Kramer (1979) - Damals so wahr wie heute
Foto: Plaion Pictures

Hat mich total gepackt, wie hier übergeordnet verhandelt wird, ob und wie ein Mensch Eigentum eines anderen Menschen sein kann, darf und sollte. Natürlich scheint das vordergründig beim Sorgerechtsstreit um den Sohn durch. Aber letztlich geht es doch viel mehr um die endlos vielen Feinheiten im menschlichen und damit gewissermaßen auch patriarchalen Miteinander, die der Film in noch viel mehr Ausprägungen als „nur" dem Streit um den Sohn zeigt.

Die Zersetzung dieser Familien beginnt schon lange vor dem finalen „Streit". Sie beginnt bereits bei einer Entscheidung des Mannes, von der wir erst im letzten Akt des Films erfahren. Denn mit Hochzeit, Schwangerschaft und schließlich dem Sohn hat Frau ihren Beruf aufgegeben, sich ins sogenannte Hausfrauendasein zurückgezogen. Dass das zu einem Gefängnis wurde, liegt daran, dass ihr Mann jede Diskussion über ihre Rückkehr in die Welt abgeblockt hat. Du willst wieder arbeiten? Nope, nicht mal dann könnten wir uns Tagesbetreuung für unseren Sohn leisten, bleib du mal schön zu Hause.

Als sei es eine Art Naturgesetz, dass er wie selbstverständlich das alleinige Einkommen der Familie generiert. Doch damit macht er seine Frau natürlich ökonomisch zu 100 Prozent von sich abhängig und ein unter diesen Voraussetzungen unausgleichbares Machtgefälle auf. Das verunmöglicht in jeglichem Sinne Augenhöhe.

Im Sorgerechtsstreit vor Gericht wird dann verhandelt, ob die ganze Nummer nicht vielleicht irreparable „Schäden" beim Sohn anrichtet – als ob sie sich nicht im Klaren darüber sind, dass diese Schäden schon längst da sind und bereits viel früher angerichtet wurden.

Der Film ist auch wirklich gut darin, die strukturellen Problematiken durchscheinen zu lassen. So wie der Mann zunächst glaubte, wegen seines Einkommens Anspruch auf seine Frau und eine Beziehung mit ihr zu haben, glaubt er nun, Anspruch auf seinen Sohn zu haben. Er habe sich das ja hart erarbeitet und damit verdient – also ob Menschen eine Belohnung sein könnten. Er wiederholt mit seinem Sohn die gleichen Fehler wie mit seiner Frau.

Und auch seine Frau hat ein misogynes Rollenbild verinnerlicht. Sie ist die Mutter, die sich für ihren Sohn aufgeopfert hat, die nur für ihn gelebt und deshalb Anspruch auf ihn hat.

Beide sind zunächst bereit, ihren Sohn zu (re)traumatisieren, um sich selbst besser zu fühlen. Dabei sehen sie lange nicht, dass sie es ja mit einem vollwertigen Menschen und keinem Haustier oder Gegenstand zu tun haben.

Es gibt jedoch einen Ausweg aus dieser Situation, aus diesem (Macht-)Gefüge. Doch das kostet extrem viel Anstrengung, denn es ist nicht nur mit der Reflexion seiner selbst, sondern auch der Umstände des Systems, in dem man lebt, verbunden. Das war 1979 wahr und das ist auch heute wahr.

★★★★☆

🇺🇸, R: Robert Benton, D: Dustin Hoffman, Meryl Streep, Meryl Streep, Justin Henry, George Coe, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Plaion Pictures

Kramer gegen Kramer - Stream: Jetzt Film online anschauen
Wo und wie heute “Kramer gegen Kramer” im Stream online auf Netflix, Prime Video, Disney+ uvm. schauen - inklusive 4K & Kostenlos Option!
A ★★★★ review of Kramer vs. Kramer (1979)
Hat mich total gepackt, wie hier übergeordnet verhandelt wird, ob und wie ein Mensch Eigentum eines anderen Menschen sein kann, darf und sollte. Natürlich scheint das vordergründig beim Sorgerechtsstreit um den Sohn durch. Aber letztlich geht es doch viel mehr um die endlos vielen Feinheiten im menschlichen und damit gewissermaßen auch patriarchalen Miteinander, die der Film in noch viel mehr Ausprägungen als „nur” dem Streit um den Sohn zeigt. Die Zersetzung dieser Familien beginnt schon lange vor dem finalen „Streit”. Sie beginnt bereits bei einer Entscheidung des Mannes, von der wir erst im letzten Akt des Films erfahren. Denn mit

Gesehen: 28 Years Later (2025) - Willkommen im Endzeitkapitalismus

Das Ende der Zivilisation wird passenderweise aus jedem erdenkbaren Winkel mit GoPros festgehalten.

Gesehen: 28 Years Later (2025) - Willkommen im Endzeitkapitalismus
Foto: Sony Pictures Entertainment Deutschland

So recht wusste ich vorher nicht, was ich eigentlich von diesem Film erwarten soll oder kann. Trotzdem oder gerade deshalb habe ich dann schließlich doch sehr viel gefunden, das mir wirklich gefallen hat.

Schon immer fasziniert hat mich Danny Boyles Streben nach einer Weiterentwicklung in der Bildsprache. Hier ist es die Einbeziehung der uns einerseits so vertrauten, andererseits in diesem Medium (Kinofilm) doch selten derart unverschleiert bedienten GoPro-Drohnen-Ästhetik. Das gepaart mit wilden und abrupten Schnitten, die uns ausgewählte Szenen (oftmals Killshots) innerhalb eines winzigen Augenblicks aus unterschiedlichen Winkeln präsentieren, schafft eine total ungewohnte Art der Dreidimensionalität.

Welche aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen aufgegriffen werden, erklärt dann auch, warum der Schritt der 28 Monate später ausgespart wurde. Denn all das ist super nah an dem dran, was direkt vor unseren Haustüren passiert.

Es ist der Vater, der seinen viel zu jungen Sohn mit von der sicheren Insel aus aufs Festland nimmt, damit der schon jetzt seinen ersten Zombiekill verzeichnen kann. Das ist wie das rechte Gelaber davon, dass wir mal wieder einen Krieg brauchen, um danach stärker aus den Trümmern wieder auferstehen zu können. Es ist absurd und endet selbstverständlich in einer Katastrophe mit traumatischen Folgen.

Es ist der schwedische Soldat auf dem Festland, der Mutter und Sohn erst vor den Infizierten rettet und sich dann aufregt, dass die beiden ihm im Gegenzug keine Hilfe anbieten können. Das ist die Reduktion zivilisatorischen Miteinanders auf den Austausch von Gütern. Nur der Deal ist, was noch zählt. Da scheint der verächtliche Blick auf in unserer Welt aufziehenden Militarismus und Isolationismus durch.

Es ist der Pfarrer, der die Infizierten regelrecht mit offenen Armen begrüßt, weil er sie als Boten des jüngsten Gerichts und damit die Erlösung der Menschheit begreift. Wie die an Einfluss gewinnenden rechtsradikalen Evangelikalen, die (vor allem in den USA) an politischem Einfluss gewinnen und erheblichen Anteil an der Polarisierung, Spaltung und Hass in der Gesellschaft haben.

Komplett irritiert hat mich dann die an die Droogs aus A CLOCKWORK ORANGE erinnernde Bande auf den letzten Filmmetern. Aber dann hat auch das irgendwie Sinn ergeben. Diese Bande ist letztlich Ausdruck einer endzeitkapitalistischen Ästhetik durch eine regelrecht nihilistische Freude am Töten, materialistische Fetische und das Spiel mit religiöser Symbolik bei gleichzeitiger Ablehnung aller damit verbundener Werte.

Es gibt tonal super viele Momente, die an CIVIL WAR vom hier als Drehbuchautor agierenden Alex Garland erinnern – unwuchtig, satirisch überhöht und komplett Banane, aber dadurch eben wiederum Anschlussfähig an die ins Radikale geschwappte Clownerie in unserer Welt.

★★★★☆

🇬🇧/🇺🇸, R: Danny Boyle, D: Jodie Comer, Aaron Taylor-Johnson, Alfie Williams, Ralph Fiennes, Edvin Ryding, Jack O’Connell, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Sony Pictures Entertainment Deutschland

28 Years later - Stream: Jetzt Film online anschauen
Wo und wie heute “28 Years later” im Stream online auf Netflix, Prime Video, Disney+ uvm. schauen - inklusive 4K & Kostenlos Option!
A ★★★★ review of 28 Years Later (2025)
So recht wusste ich vorher nicht, was ich eigentlich von diesem Film erwarten soll oder kann. Trotzdem oder gerade deshalb habe ich dann schließlich doch sehr viel gefunden, das mir wirklich gefallen hat. Schon immer fasziniert hat mich Danny Boyles Streben nach einer Weiterentwicklung in der Bildsprache. Hier ist es die Einbeziehung der uns einerseits so vertrauten, andererseits in diesem Medium (Kinofilm) doch selten derart unverschleiert bedienten GoPro-Drohnen-Ästhetik. Das gepaart mit wilden und abrupten Schnitten, die uns ausgewählte Szenen (oftmals Killshots) innerhalb eines winzigen Augenblicks aus unterschiedlichen Winkeln präsentieren, schafft eine total ungewohnte Art der Dreidimensionalität. Welche aktuellen gesellschaftlichen und

Gesehen: Showing Up (2022) - Beständiges Gurren

Wann kann ich endlich einfach mal (ich) sein?

Gesehen: Showing Up (2022) - Beständiges Gurren
Foto: A24

Der Schlüsselmoment passiert für mich bereits sehr früh im Film: Die Vermieterin rettet eine verletzte Taube und bürdet sie der Protagonistin auf, die eigentlich in Ruhe an den Skulpturen für ihre bevorstehende Ausstellung arbeiten will. Und in diese Ruhe drängt nun das leise, aber beständige Gurren des verletzten Vogels.

Die Protagonistin kommt einfach nicht aus ihrer Haut und kann nicht anders, als schließlich mit der Taube zum Tierarzt zu fahren – im vollen Bewusstsein, dass sie sich das wegen ihrer Ausstellung eigentlich nicht erlauben kann.

Aber sie kommt nie zur Ruhe. In ihrem Kopf regieren Erwartungen – reale und vermutete Erwartungen anderer, eigene Erwartungen an sie selbst und niemandem kann sie es jemals recht machen. Die einzige Konstante in ihrem Leben scheint die Habachtstellung zu sein. Wer will jetzt was von mir? Wem muss ich es nun wieder recht machen? Für wen muss ich als nächstes zurückstecken? Bei wem muss ich mich nun wieder entschuldigen? Wann kann ich endlich einfach mal (ich) sein?

Das alles hat schon sehr mit mir resoniert.

★★★★☆

🇺🇸, R: Kelly Reichardt, D: Michelle Williams, Hong Chau, Maryann Plunkett, John Magaro, André 3000, Judd Hirsch, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: A24

Showing Up - Stream: Jetzt Film online finden und anschauen
Wo und wie heute “Showing Up” im Stream online auf Netflix, Prime Video, Disney+ uvm. schauen - inklusive 4K & Kostenlos Option!
A ★★★★ review of Showing Up (2022)
Der Schlüsselmoment passiert für mich bereits sehr früh im Film: Die Vermieterin rettet eine verletzte Taube und bürdet sie der Protagonistin auf, die eigentlich in Ruhe an den Skulpturen für ihre bevorstehende Ausstellung arbeiten will. Und in diese Ruhe drängt nun das leise, aber beständige Gurren des verletzten Vogels. Die Protagonistin kommt einfach nicht aus ihrer Haut und kann nicht anders, als schließlich mit der Taube zum Tierarzt zu fahren – im vollen Bewusstsein, dass sie sich das wegen ihrer Ausstellung eigentlich nicht erlauben kann. Aber sie kommt nie zur Ruhe. In ihrem Kopf regieren Erwartungen – reale und vermutete