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Filmkritik

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Posts tagged with Filmkritik

Gesehen: Talk to Her (2002) - Männlichkeit als Ouroboros

Wer Pina Bausch persönlich in seinem Film hat, hat schon gewonnen.

Gesehen: Talk to Her (2002) - Männlichkeit als Ouroboros
Foto: Studiocanal

Sie wirken sensibel, empathisch und fürsorglich, doch Pedro Almodóvar legt Stück für Stück frei, wie diese beiden Typen im Dienste der hegemonialen Männlichkeit stehen.

Beiden geht es um das Vereinnahmen, um das Besitzen einer Frau, die wie ein Sammelgegenstand behandelt wird. Die beiden glauben, Anspruch auf eine Frau, ihren Körper und eine Beziehung mit ihr zu haben – und sind parallel gänzlich unfähig, eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen.

Almodóvar inszeniert die Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt. Der eine Mann tritt ab, der andere nimmt seinen Platz ein – sowohl im übertragenen Sinne als auch direkt räumlich betrachtet.

Die poetischen Motive sind immer mit der Frau verbunden, gehen von ihr aus oder rücken sie ins Zentrum – sei es die Torera, die in ihrem prunkvollen Gewand einen präzisen wie eleganten Tanz mit dem Stier und damit dem Tod vollführt; oder die Ballerina, die ihrem Körper mit chirurgischer Präzision statueske Qualitäten inmitten anmutiger Bewegung verleiht.

Die Männer können das nicht begreifen und in Anbetracht dessen nur vor unverstandener Rührung weinen. Doch damit setzen sie die Frauen herab, machen aus der Künstlerin ein Kunstwerk, das man vielleicht nicht verstehen, aber wenigstens besitzen und damit kontrollieren kann.

★★★½☆

🇪🇸, R: Pedro Almodóvar, D: Leonor Watling, Rosario Flores, Javier Cámara, Darío Grandinetti, Mariola Fuentes, Geraldine Chaplin, Pina Bausch, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Studiocanal

Sprich mit ihr - Stream: Jetzt Film online anschauen
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A ★★★½ review of Talk to Her (2002)
Sie wirken sensibel, empathisch und fürsorglich, doch Pedro Almodóvar legt Stück für Stück frei, wie diese beiden Typen im Dienste der hegemonialen Männlichkeit stehen. Beiden geht es um das Vereinnahmen, um das Besitzen einer Frau, die wie ein Sammelgegenstand behandelt wird. Die beiden glauben, Anspruch auf eine Frau, ihren Körper und eine Beziehung mit ihr zu haben – und sind parallel gänzlich unfähig, eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen. Almodóvar inszeniert die Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt. Der eine Mann tritt ab, der andere nimmt seinen Platz ein – sowohl im übertragenen Sinne als auch direkt räumlich

Gesehen: Don’t Come Knocking (2005) - Auf der Felge zu Kreuze kriechen

Eine Welt wie aus dem Pinsel Edward Hoppers.

Gesehen: Don’t Come Knocking (2005) - Auf der Felge zu Kreuze kriechen
Foto: Studiocanal

Hat mich über Einsamkeit, Geld und Macht nachdenken lassen.

Da gibt es den von Tim Roth gespielten Filmstudio-Vasallen, dessen Ankunft am Set im Helikopter inszeniert ist wie das Herabsteigen des Erzengels Gabriel aus dem Himmel. Letztlich ist diese Figur jedoch ausschließlich Interessenvertreter des Kapitals, in dessen Sinne nur der Profit und nie die Kunst ist.

Das Studio hat die Filmemacher*innen in ihrer Gewalt, die wiederum die Schauspieler:innen in ihrer Gewalt haben. Diese Macht-Matrjoschka scheint als natürliche Ordnung wahrgenommen zu werden, aus der der von Sam Shepard gespielte Protagonist fliehen muss.

Doch wohin fliehen? Die Welt, durch die der Protagonist und die anderen Figuren laufen, könnte aus dem Pinsel Edward Hoppers entsprungen sein – mit großen, einfarbigen Flächen und klaren Kontrasten, durch die ein Schwellenraum zwischen Wärme und Kühle entsteht und dem Mensch, der in diesen Motiven fast untergeht, einsam zurückbleibt oder gar verschluckt wird.

Bezeichnend (und leider treffend) ist schließlich, dass der Mensch am Ende vor dem Kapital zu Kreuze kriecht – hier der Protagonist, der in seinem Auto mit zerschossenen Reifen auf der Felge bis vor die Füße des Studiovasallen eiert.

Eher nicht so zugesagt hat mir dieses in Teilen klischierte Bild einer midwestern USA.

★★★½☆

🇫🇷/🇩🇪/🇬🇧/🇺🇸, R: Wim Wenders, D: Sam Shepard, Jessica Lange, Tim Roth, Gabriel Mann, Sarah Polley, Fairuza Balk, Eva Marie Saint, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Studiocanal

Der Film steht noch kostenlos bis zum 25. August 2025 in der Arte-Mediathek:

Don’t Come Knocking - Film in voller Länge | ARTE
Der alternde Film-Cowboy Howard ist gerade vom Set seines neuen Films abgehauen. Verfolgt von einem Versicherungsagenten, besucht er nach 30 Jahren das erste Mal seine Mutter, die ihm erzählt, dass er womöglich einen Sohn hat. Howard begibt sich auf eine turbulente Reise und die Suche nach sich selbst ... Für den Deutschen Filmpreis nominierter Spielfilm (2005) von Wim Wenders.
Don’t Come Knocking - Stream: Jetzt Film online anschauen
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A ★★★½ review of Don’t Come Knocking (2005)
Hat mich über Einsamkeit, Geld und Macht nachdenken lassen. Da gibt es den von Tim Roth gespielten Filmstudio-Vasallen, dessen Ankunft am Set im Helikopter inszeniert ist wie das Herabsteigen des Erzengels Gabriel aus dem Himmel. Letztlich ist diese Figur jedoch ausschließlich Interessenvertreter des Kapitals, in dessen Sinne nur der Profit und nie die Kunst ist. Das Studio hat die Filmemacher:innen in ihrer Gewalt, die wiederum die Schauspieler:innen in ihrer Gewalt haben. Diese Macht-Matrjoschka scheint als natürliche Ordnung wahrgenommen zu werden, aus der der von Sam Shepard gespielte Protagonist fliehen muss. Doch wohin fliehen? Die Welt, durch die der Protagonist und

Gesehen: Threads (1984) - Point of no Return

Alles wird zu einem Kartenhaus, wenn der Windstoß nur stark genug ist.

Gesehen: Threads (1984) - Point of no Return
Foto: Pidax Film

Obwohl es zeitlich ziemlich genau passen würde, scheint THREADS nicht gewissenlos die noch vorherrschende Nuclear Panic im Kalten Krieg für seine Zwecke zu missbrauchen, um möglichst effektive Effekthascherei zu betreiben.

Vielmehr ist es ein Film über (politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche) Systeme mit großem wie scharfem Augenmerk auf Prozesse, wie die unüberblickbar vielen Zahnräder ineinandergreifen, welche Abhängigkeiten auch auf den zweiten, dritten und vierten Blick bestehen und welche Ambivalenzen die Systeme produzieren – alles getrieben durch den Faktor Mensch.

Der Kern der Geschichte: Alles wird zu einem Kartenhaus, wenn der Windstoß nur stark genug ist. Darin liegt auch die Zeitlosigkeit des Films begründet, durch die sich Parallelen zu anderen Krisen – wie etwa der Corona-Pandemie – ziehen lassen.

Der Film ist außerdem kein Appell zur Aufrüstung, weil Aufrüstung Sicherheit verspricht, aber sie letztlich nur vorgaukelt. Auch ein Appell für mehr Diplomatie ist der Film nicht. Denn wenn in – in diesem Fall – Europa der nukleare Winter herrscht, hilft auch keine Diplomatie mehr.

Es gibt Points of no Return, an denen das Ende besiegelt wird und ab dem die Menschheit nur noch Verwalter des sicheren eigenen Todes ist.

★★★★☆

🇦🇺/🇬🇧, R: Mick Jackson, D: Karen Meagher, Reece Dinsdale, David Brierly, Rita May, Nicholas Lane, Jane Hazlegrove, Henry Moxon, June Broughton, Sylvia Stoker, Harry Beety, Ruth Holden, Ashley Barker, Michael O’Hagan, Phil Rose, Steve Halliwell, Brian Grellis, Peter Faulkner, Anthony Collin, Michael Ely, Sharon Baylis, David Stutt, Phil Askham, Anna Seymour, Fiona Rook, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Pidax Film

Tag Null - Stream: Jetzt Film online finden und anschauen
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A ★★★★ review of Threads (1984)
Obwohl es zeitlich ziemlich genau passen würde, scheint THREADS nicht gewissenlos die noch vorherrschende Nuclear Panic im Kalten Krieg für seine Zwecke zu missbrauchen, um möglichst effektive Effekthascherei zu betreiben. Vielmehr ist es ein Film über (politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche) Systeme mit großem wie scharfem Augenmerk auf Prozesse, wie die unüberblickbar vielen Zahnräder ineinandergreifen, welche Abhängigkeiten auch auf den zweiten, dritten und vierten Blick bestehen und welche Ambivalenzen die Systeme produzieren – alles getrieben durch den Faktor Mensch. Der Kern der Geschichte: Alles wird zu einem Kartenhaus, wenn der Windstoß nur stark genug ist. Darin liegt auch die Zeitlosigkeit des

Gesehen: The Killer (2024) - Instagrammatic Bloodshed

John Woo findet hier, was er mit SILENT NIGHT vergeblich versucht hat.

Gesehen: The Killer (2024) - Instagrammatic Bloodshed
Foto: Universal Studios

Ich bin wirklich kein Heroic-Bloodshed- und John-Woo-Experte. Nach SILENT NIGHT mit Joel Kinnaman, den ich wirklich unerträglich fand, hatte ich wirklich keine großen Erwartungen an diese Neuinterpretation seines eigenen Hong-Kong-Klassikers, den ich zudem auch (noch) nicht gesehen habe. Mit diesem fehlenden Kontext kann ich jedoch sagen: Mir hat das wirklich gefallen.

In SILENT NIGHT hat John Woo sinngemäß nach einer Sprache ohne Worte gesucht, sie aber nicht gefunden. Dafür gelingt ihm dieses Vorhaben in THE KILLER, dem ich das Label Instagrammatic Bloodshed aufdrücken möchte. Woo bedient sich der Ästhetik des Influencer:innen-Zeitalters und orchestriert sich daraus eine eigene Sinfonie zusammen. Er spielt mit der absolut aalglatten Künstlichkeit dieser Bilder, für die jede noch so banale Bewegung zu einem epischen Move inszeniert wird.

Aber nicht nur ästhetisch, sondern auch strukturell nähert sich Woo an die digitale Selbstdarstellung bzw. Kommunikation an, deren Kern der Remix ist. Auch Woo remixt: JOHN WICK, MISSION IMPOSSIBLE und THE INTOUCHABLES, aber auch Anleihen an Ai Weiweis Stuhlinstallationen finden sich versatzstückartig in THE KILLER. Nur passieren diese Zitate hier nicht aus reinem Selbstzweck, sondern sie werden (zueinander) in einen neuen Kontext gesetzt. Sie sind gleichzeitig (Selbst-)Referenz, Dekonstruktion und neuer Ausdruck.

Als formale Versuchsanordnung hat mir dieser Film also ziemlich viel Spaß bereitet.

★★★½☆

🇨🇦/🇺🇸, R: John Woo, D: Nathalie Emmanuel, Omar Sy, Sam Worthington, Diana Silvers, Grégory Montel, Saïd Taghmaoui, Éric Cantona, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Universal Studios

The Killer - Stream: Jetzt Film online finden und anschauen
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A ★★★½ review of The Killer (2024)
Ich bin wirklich kein Heroic-Bloodshed- und John-Woo-Experte. Nach SILENT NIGHT mit Joel Kinnaman, den ich wirklich unerträglich fand, hatte ich wirklich keine großen Erwartungen an diese Neuinterpretation seines eigenen Hong-Kong-Klassikers, den ich zudem auch (noch) nicht gesehen habe. Mit diesem fehlenden Kontext kann ich jedoch sagen: Mir hat das wirklich gefallen. In SILENT NIGHT hat John Woo sinngemäß nach einer Sprache ohne Worte gesucht, sie aber nicht gefunden. Dafür gelingt ihm dieses Vorhaben in THE KILLER, dem ich das Label Instagrammatic Bloodshed aufdrücken möchte. Woo bedient sich der Ästhetik des Influencer:innen-Zeitalters und orchestriert sich daraus eine eigene Sinfonie zusammen. Er

Gesehen: Sons (2024) - Mensch verwässert Würde

Vor dem Gesetzestext mögen in einem demokratischen Staat alle gleich sein. Aber sobald der Mensch ins Spiel kommt, wird es diffus.

Gesehen: Sons (2024) - Mensch verwässert Würde
Foto: 24 Bilder

Ein ziemlich verdichtetes Werk, das sehr vielen Aspekten gerecht werden will, sich damit ein bisschen übernimmt und trotzdem spannende Komplexität erreicht.

Letztlich dreht sich hier alles um Schuld, Sühne, Rache und Vergebung vor dem Hintergrund der Menschenwürde. Der Film versucht, unser Verhältnis dazu auf die Probe zu stellen. Denn dahingehend abstrakt argumentieren können vermutlich die meisten Menschen – oder bilden sich das wenigstens ein. Doch wie steht es um vermeintliche Grundüberzeugungen, wenn man selbst die Rolle wechselt – von Beobachter*in zu Akteur*in?

Der Film treibt ein (Macht-)Spiel mit dem Projizieren eigener Schuldgefühle und eigener Unzulänglichkeiten auf andere. Das sowieso schon bestehende Machtgefälle wird regelrecht potenziert, weil sich die Macht plötzlich als hilfreiches Werkzeug der Verdrängung und Verarbeitung anbietet – jedoch auf Kosten der Menschenwürde.

Vor dem Gesetzestext mögen in einem demokratischen Staat alle gleich sein. Aber sobald der Mensch ins Spiel kommt, wird es diffus.

★★★½☆

🇩🇰/🇫🇷/🇸🇪, R: Gustav Möller, D: Sidse Babett Knudsen, Sebastian Bull, Dar Salim, Marina Bouras, Olaf Johannessen, Jacob Ulrik Lohmann, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: 24 Bilder

Die Wärterin - Stream: Jetzt Film online finden und anschauen
Wo und wie heute “Die Wärterin” im Stream online auf Netflix, Prime Video, Disney+ uvm. schauen - inklusive 4K & Kostenlos Option!
A ★★★½ review of Sons (2024)
Ein ziemlich verdichtetes Werk, das sehr vielen Aspekten gerecht werden will, sich damit ein bisschen übernimmt und trotzdem spannende Komplexität erreicht. Letztlich dreht sich hier alles um Schuld, Sühne, Rache und Vergebung vor dem Hintergrund der Menschenwürde. Der Film versucht, unser Verhältnis dazu auf die Probe zu stellen. Denn dahingehend abstrakt argumentieren können vermutlich die meisten Menschen – oder bilden sich das wenigstens ein. Doch wie steht es um vermeintliche Grundüberzeugungen, wenn man selbst die Rolle wechselt – von Beobachter:in zu Akteur:in? Der Film treibt ein (Macht-)Spiel mit dem Projizieren eigener Schuldgefühle und eigener Unzulänglichkeiten auf andere. Das sowieso schon

Gesehen: Paddington in Peru (2024) - (Alb)träumen Bären vom Brexit?

Herzallerliebstes Chaos, das immer wieder vom realpolitischen Irrsinn heimgesucht wird

Gesehen: Paddington in Peru (2024) - (Alb)träumen Bären vom Brexit?
Foto: Studiocanal

(Alb)träumen Bären eigentlich vom Brexit? Jedenfalls finde ich, dass dieses Thema durch den zu Beginn so zentralen Reisepass und das anschließende Reisen durchaus in Paddingtons Welt drängt.

Der Pass ist zwar auch Ausweis von Zugehörigkeit, aber das spielt nur eine untergeordnete Rolle. Denn vor allem steht er für die Verheißung und das Versprechen von (Bewegungs-)Freiheit und Autonomie – genau das, was durch den Brexit de facto eingeschränkt wurde. Paddingtons Abenteuer in Peru ist also nicht nur ein leichtherziger Spaß, sondern gewissermaßen auch ein überspieltes Nachtrauern einer aus reinem Populismus nachhaltig zerstörten Errungenschaft.

Das, gepaart mit filmischen Anleihen von THE SOUND OF MUSIC über FITZCARRALDO, AGUIRRE, APOCALYPSE NOW und SORCERER bis zu Indiana Jones, wächst sich zu einem herzallerliebsten Chaos aus, das jedoch auch immer wieder vom realpolitischen Irrsinn heimgesucht wird – also wenn man offen für diese Lesart ist.

Abgesehen von dieser politischen Dimension kann der Film ästhetisch mit den beiden Vorgängern jedoch leider nicht mithalten. Die Verlagerung des Geschehens von London nach Peru bringt nämlich auch – jedenfalls in meiner Wahrnehmung und auf meiner Erinnerung an die Vorgänger fußend – deutlich mehr CGI mit sich. Es gibt dadurch deutlich mehr Momente, die warm gemeint sind und sich kalt anfühlen.

Was jedoch wieder gelingt, ist die gnadenlose Hingabe zum stellenweise schon triefenden Kitsch, ohne hoffnungslos überzeichnet zu wirken. Das ist wunderbarster Camp und damit allein ist schon ein Kunstwerk für sich.

★★★½☆

🇬🇧/🇯🇵, R: Dougal Wilson, D: Ben Whishaw, Hugh Bonneville, Emily Mortimer, Samuel Joslin, Madeleine Harris, Antonio Banderas, Carla Tous, Olivia Colman, Julie Walters, Imelda Staunton, Jim Broadbent, Hayley Atwell, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Studiocanal

Paddington in Peru - Stream: Jetzt Film online anschauen
Wo und wie heute “Paddington in Peru” im Stream online auf Netflix, Prime Video, Disney+ uvm. schauen - inklusive 4K & Kostenlos Option!
A ★★★½ review of Paddington in Peru (2024)
(Alb)träumen Bären eigentlich vom Brexit? Jedenfalls finde ich, dass dieses Thema durch den zu Beginn so zentralen Reisepass und das anschließende Reisen durchaus in Paddingtons Welt drängt. Der Pass ist zwar auch Ausweis von Zugehörigkeit, aber das spielt nur eine untergeordnete Rolle. Denn vor allem steht er für die Verheißung und das Versprechen von (Bewegungs-)Freiheit und Autonomie – genau das, was durch den Brexit de facto eingeschränkt wurde. Paddingtons Abenteuer in Peru ist also nicht nur ein leichtherziger Spaß, sondern gewissermaßen auch ein überspieltes Nachtrauern einer aus reinem Populismus nachhaltig zerstörten Errungenschaft. Das, gepaart mit filmischen Anleihen von THE SOUND