Ich habe Nathan for You sowie The Rehearsal durchgeschaut und bin jetzt bei The Curse. Ich stecke also bis Oberkante Unterlippe tief im Fielderverse und ich sag's mal so: Charlie Kaufmans SYNECDOCHE, NEW YORK (2008) wirkt dagegen zunehmend wie Kindergeburtstag. What even is reality? 🤷♂️
Ein kurzer, aber dennoch bemerkenswerter Einblick in die Art und Weise, wie die Aufnahmen für THE ZONE OF INTEREST (2023) in der Postproduktion manipuliert wurden. Besonders spannend finde ich es zu sehen, wie vollgestellt das Set mit Kameras war und wie die einfach aus den Bildern getilgt wurden.
Das hier droppte für mich gerade eher unerwartet, weil POOR THINGS (2023) noch wegen der Aufmerksamkeit bei den Oscars vergleichsweise frisch wirkt und der deutsche Kinostart auch erst im Januar war.
Per se sieht das schonmal ganz spannend aus und ich hoffe einfach, dass Lanthimos mal wieder ein bisschen mehr Kante zeigt, wieder mehr Lust auf das Fragmentarische hat. Denn so sehr ich THE FAVOURITE (2018) und POOR THINGS auch mochte, so sehr fehlt mir auch der Lanthimos aus der Zeit davor.
Immer, nachdem ich einen Film von Xavier Dolan gesehen habe, werde ich für einen Moment sehr melancholisch. Dolan ist nämlich keine drei Monate älter als ich und da kann ich manchmal nicht anders, als mich mit ihm zu vergleichen. Es ist unglaublich, welchen kreativen Output mit erheblichem kulturellen Impact er bisher bereits hatte. Und das als Autodidakt. Als er mit der Arbeit an seinem Debütfilm J'AI TUÉ MA MÈRE begann, habe ich mich noch gefragt, ob ich wirklich die richtigen Leistungskurse gewählt habe.
Dolan schrieb das Drehbuch im Alter von 16 bzw. 17 Jahren. Er finanzierte den Film in Teilen selbst und drehte ihn ohne Vorkenntnisse im Regiebereich. Zudem übernahm er die Hauptrolle
Als der Film im Mai 2009 Premiere in Cannes feierte, war ich gerade dabei, mein erstes Studium, in das ich mich blind stürzte, abzubrechen und noch keine 20 Jahre alt.
Gut, ich bin dann natürlich doch noch irgendwie meinen Weg gegangen und weiß heute, dass Vergleiche dieser Art nie gesund sind. Trotzdem beeindruckt es mich immer wieder aufs Neue, wie früh Dolan seine Leidenschaft und sein Talent entdeckt hat und bis heute noch hungrig ist.
Während ich das hier tippe, sind noch Läufer*innen auf dem Trail der Barkley Marathons. Vor ein paar Jahren bin auch auf diesen obskuren Ultramarathon aufmerksam geworden, als ich im Krankenlager irgendwann einfach alles geschaut habe, was mir Prime Video vorgesetzt hat – auch Annika Iltis' und Timothy James Kanes THE BARKLEY MARATHONS: THE RACE THAT EATS ITS YOUNG (2024).
Durch die rege Begleitung des diesjährigen Barkley von Marcus auf Bluesky bin ich jetzt mal wieder ins Thema eingetaucht – begonnen mit:
#17 - To finish the Barkley Marathons (2024)
"#"17 - To finish the Barkley Marathons" offers an unprecedented look into the psyche of Karel Sabbe in his attempt to finish the legendary Barkley Marathons. As the first documentary focusing on a finisher, it unveils Sabbe's mental fortitude and physical resilience in tackling the brutal course. Through intimate interviews and captivating footage, viewers gain invaluable insights into the mindset required to endure the grueling challenges of the Barkley, making this documentary a must-watch for anyone fascinated by the intersection of human determination and athletic prowess.
Große Versprechungen, die der Film eher nicht einlösen kann. Aus dokumentarfilmkritischer Perspektive ist das hier nichts Halbes und nichts Ganzes. Wer sich schon mal auch nur rudimentär mit den Barkley Marathons befasst hat, wird hier kaum etwas Neues erfahren. Gänzlich Unbefleckte sollten aber auch nicht wirklich glücklich werden, denn dafür werden die ganzen Eigenheiten des Rennens und des Drumherums nicht ausreichend erklärt. Einen wirklich interessanten Einblick in seinen Prozess, sein Innenleben und die Bedeutung dieses Moments vermag der belglische Ultraläufer Karel Sabbe, der sich hier für seinen Youtube-Kanal hat ablichten lassen, auch nicht zu gewähren. Ob das nun in der Natur der Sache – weil unterm Strich ist das hier ein Werbefilm und keine kleinteilige Charakterstudie – liegt oder eventuell der Sprachbarriere geschuldet ist, kann ich auch nicht sagen.
Aber dann hatte Marcus einen richtig guten Tipp parat:
Where Dreams Go To Die (2017)
Where Dreams Go To Die is a documentary created by Ethan Newberry (The Ginger Runner) that follows Canadian ultrarunner, Gary Robbins, during his two attempts at completing The Barkley Marathons - a 100+ mile event many consider the toughest endurance run on Earth. Spanning more than 2 years, this journey is emotional, powerful and truly inspirational. Find out what it takes to attempt the impossible and the demons that follow. Learn the sacrifices that come with dedicating one's life to this endeavor. Follow our intimate look at why The Barkley is where dreams go to die.
WHERE DREAMS GO TO DIE schafft es, der in der Luft liegenden Spannung nahe zu kommen, eine Stimmung zu beschreiben und Atmosphäre zu transportieren, indem manche Bilder und Szenen einfach atmen gelassen werden. Trotz der kompakten Spieldauer bleibt genug Raum für eingefangene Beobachtungen, die mehr erzählen als es zurechtgelegte Worte von Talking Heads jemals können werden.
Macher Ethan Newberry hat verstanden, was die Geschichte ist, was notwendig ist, um sie zu erzählen und dafür auch die nötige Geduld mitgebracht.
The debates about romance fiction are not frivolous. They concern the deepest questions in women’s lives. What does happiness look like? What do we want from love, from sex? What does it mean to succeed as a woman? What does it mean to be a woman? What does it mean to be anything? Why is Twilight like this?
Now, some people say that I’m overly fixated on Twilight, that mother is having another episode. And maybe some of those people are my psychiatrist, and maybe they’re trying to put me on mood stabilizers. But here’s why those people are wrong.
To answer these questions and more, I read the entire Twilight-Saga. Twice. I watched the movies 37 times. I read 3.000 pages of psychoanalysis and 8.000 pages of queer and radical feminist theory.
Youtube hat mir einen Channel vorgesetzt, auf dem jemand unter anderem über Filme spricht und Formel-1-Rennen recappt – im ASMR-Stil. Und ich weiß ja auch nicht 🤷♂️
Calm Skateboard ASMRThis channel is for ASMR purposes, featuring videos that contain whsipering, and soft speaking, designed to help people relax, and sleep. ASMR (Autonomous
Aktuell (noch) vor der Paywall: Ronen Steinke von der Süddeutschen Zeitung spricht im Podcast mit Christina Clemm. Clemm berät aktuell Collien Fernandes, aber der ist nur mittelbar Thema der Folge, die sich in allererster Linie um das System dreht, in dem Fälle wie eben jener (immer wieder) passieren.
Christina Clemm
Nach der einfach nur niederschmetternden Recherche des Spiegel zur sexualisierten (digitalen) Gewalt, die Collien Fernandes erfahren hat, lese ich viele Texte, von denen ich erst mal zwei hier festhalten möchte.
Jasmin Schreiber:
Wer auf diese Zahlen hinweist, bekommt verlässlich zu hören: Aber die meisten Männer sind doch anständig. Stimmt. Mein
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