Ich mag diese kleinen Zusammenschnitte von Little White Lies einfach. Luca Guadagnino schafft es immer wieder Filme zu inszenieren, die auch durch ihre Farbgebung so einladend wie Sommerferien wirken. Und manchmal nutzt er diesen Effekt, um den Zuseher*innen ein falsches Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.
Eine Nachricht, die verdammt geil und verdammt traurig zugleich ist. Wenn ich mir überlege, wie viele Indiefilme bzw. kleine oder mittelgroße Produktionen mit den dort (wahrscheinlich wortwörtlich) verbrannten Ressourcen finanziert werden hätten können, blutet mir schon ein bisschen das Herz. Ich kann es trotzdem kaum abwarten, den Film zu sehen.
Die Festivalsleitung von Cannes hat das Poster der diesjährigen Ausgabe veröffentlicht. Mir gefällt der absolut melancholische und trotz der kalten Farben warmherzige Vibe des Motivs, das einen Moment aus Akira KurosawasRHAPSODIE IM AUGUST (1991) zeigt.
Mehr zum Hintergrund, den Gründen und Bedeutung:
The next-to-last film by the director of Sanshiro Sugata, Rashomon, Seven Samurai, Dersu Uzala and Dodes’ka-den reminds us of the importance of coming together, and seeking harmony in all things.
Mirroring the movie theater, this poster celebrates the Seventh Art, with naivety and wonder. Because it gives everyone a voice, it enables emancipation. Because it remembers wounds, it combats oblivion. Because it bears witness to perils, it calls for union. Because it soothes trauma, it helps repair the living.
In a fragile world that constantly questions otherness, the Festival de Cannes reaffirms a conviction: cinema is a universal sanctuary for expression and sharing. A place where our humanity is written as much as our freedom.
Alison Foreman hat für Indiewire mit ein paar der für Quiet on Set Interviewten gesprochen und es sieht wirklich nicht gut aus. Sie fühlen sich ausgenutzt, für ein bereits vorher festgelegtes Narrativ missbraucht, betrogen und retraumatisiert.
“They made me feel like my story was going to be heard and it wasn’t,” Nikolas said, describing herself as “livid” after producers repeatedly used a sexualized clip of her as a child with diminishing context. “They were more interested in resurfacing that awful footage than listening to survivors’ experiences.”
Was mir nicht klar war, als ich meine ebenfalls nicht sonderlich positiven Gedanken zur Dokuserie aufgeschrieben habe, ist der Fakt, dass insgesamt zwei Jahre an vier von den fünf Episoden gearbeitet wurde.
“You had two years. You had two years to shape. You had two years to nurture. You had two years to develop. You had two years to bring together. You had two years to build. You had two years to get your stuff in order. There’s no way that this should be falling apart the way that it is.”
Das macht das gesamte Produkt nur noch viel schlechter und lässt es nur noch dilettantischer und sensationsgeiler wirken. Es ist so bitter, weil das Thema so wichtig ist, was ich hiermit wiederholt unterstreichen möchte.
Quentin Tarantinos zehnter und damit vermutlich letzter Film wird nun doch nicht THE MOVIE CRITIC. Er hat es sich den Berichten zufolge wohl einfach anders überlegt. Das ist bemerkenswert, da bereits verschiedene Rollenbesetzungen die Runde machten und offenbar schon höchstoffizielle Steuervergünstigungen von der Stadt Los Angeles gewährt wurden.
Vielleicht ist das die für uns alle beste Entscheidung. Zwar ist öffentlich nicht wirklich klar, wohin Tarantino mit diesem Film wollte. Aber befürchtet wurde – auch von mir – dass er sich da in eine „Jetzt zahle ich es den ganzen Kritiker*innen heim und zeige ihnen, wo sie in der Nahrungskette stehen"-Nummer reinsteigert.
Lange habe ich Star Trek: Strange New Worlds liegenlassen – ein Fehler, würde ich jetzt behaupten. Denn meiner Meinung nach ist das das beste Trek seit The Next Generation. Hier kommt das Beste aus so vielen Welten zusammen: das Crew-Feeling aus TOS und TNG, der dem kompletten Franchise zugrundeliegende Humanismus, die leichtfüßige Genrevielfalt eines Cowboy Bebop, das Wildwestige von Firefly und das etwas Rohdiamantige der Kirk-Ära. Fight me, I don't care! 🖖
Youtube hat mir einen Channel vorgesetzt, auf dem jemand unter anderem über Filme spricht und Formel-1-Rennen recappt – im ASMR-Stil. Und ich weiß ja auch nicht 🤷♂️
Calm Skateboard ASMRThis channel is for ASMR purposes, featuring videos that contain whsipering, and soft speaking, designed to help people relax, and sleep. ASMR (Autonomous
Aktuell (noch) vor der Paywall: Ronen Steinke von der Süddeutschen Zeitung spricht im Podcast mit Christina Clemm. Clemm berät aktuell Collien Fernandes, aber der ist nur mittelbar Thema der Folge, die sich in allererster Linie um das System dreht, in dem Fälle wie eben jener (immer wieder) passieren.
Christina Clemm
Nach der einfach nur niederschmetternden Recherche des Spiegel zur sexualisierten (digitalen) Gewalt, die Collien Fernandes erfahren hat, lese ich viele Texte, von denen ich erst mal zwei hier festhalten möchte.
Jasmin Schreiber:
Wer auf diese Zahlen hinweist, bekommt verlässlich zu hören: Aber die meisten Männer sind doch anständig. Stimmt. Mein
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