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Feuilleton & Firlefanz

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Trailer der Woche: Dafür habe ich GTA V wieder runtergeladen

Trailer der Woche: Dafür habe ich GTA V wieder runtergeladen
(c) João Ferrão / Unsplash

Der Hype ist wirklich real!

Grand Theft Hamlet

Seit dieser Film im vergangenen Jahr die Runde machte, kann ich es kaum abwarten, ihn auch endlich zu sehen:

January 2021. The UK is in its 3rd lockdown and all entertainment venues remain closed. For theatre actors Sam and Mark, the future looks bleak. As the pandemic drags on, Mark – single and childless – is increasingly socially isolated, while Sam panics about how he is going to support his young family. They spend their days in the online digital world of Grand Theft Auto and when they stumble across a theatre, they suddenly
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Gesehen: Chantal im Märchenland (2024)

Gesehen: Chantal im Märchenland (2024)
Max von der Groeben Prinz Bosco, Jella Haase als Chantal Ackermann und Gizem Emre als Zeynep // (c) Constantin Film

Nahezu alles, was ich zu diesem Film sagen könnte, habe ich bereits über die drei Göthes gesagt – nur leider hier nicht aufgeschrieben.

Es hilft schließlich wenig, sich mit einer lauwarmen Female-Empowerment-Geschichte die Hände reinwaschen zu wollen, wenn nahezu der gesamte „Humor" darauf basiert, dass Armut und Bildungsferne per se lustig sind.

(P.S.: Eigentlich mag ich ja Jella Haase. Aber dass sie sich bei der Promotour für diesen Film leicht distanziert und kritisch zu den Göthes geäußert hat, dann aber letztlich doch kein Problem darin sieht, weil ja viele Menschen eine gute Zeit mit den Filmen haben, ist schlimm scheinheilig.

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Gesehen: Tatami (2023)

Gesehen: Tatami (2023)
Arienne Mandi als Leila Hosseini // (c) Wild Bunch Germany

Es mag naheliegen, dass das Politische auch im internationalen Hochleistungssport eine Rolle spielt. Das schmälert jedoch nicht, was TATAMI damit leistet, diesen Konflikt auf die Judomatte zu begrenzen und zu verengen. Die Tatami wird damit zu einem Kessel, der unter immer höherem Druck steht.

Jeder auf die Matte knallende Judowurf könnte das Gefäß endgültig zur Explosion bringen. Wie hier die Kamera regelmäßig mit den Sportlerinnen rollt und auf dem Boden aufschlägt, ist kein neuer Kniff. Beim Blick in den Mainstream waren es Regisseure wie Matthew Vaughn, der im ersten KINGSMAN diesen inszenatorischen Kniff erst elegant einsetzte und in den beiden

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Gesehen: Femme (2023)

Gesehen: Femme (2023)
George MacKay und Nathan Stewart-Jarrett // (c) Agile Filmes, BBC Film, Anton

Zu Beginn habe ich nicht damit gerechnet, wie sich dieser Film entfaltet und wie mich das packt, mit welchem Gespür für die überaus komplexe Gefühlslage er das verhandelt, was hier erst brodelt und dann hervorbricht.

Es gibt hier so viel aufzudröseln mit Blick auf diese verhärtete Kultur, die nicht nur nichts anderes als Heterosexualität, binäre Geschlechterordnung, Machismo und hegemoniale Männlichkeit kennt, sondern auch gar nichts anderes zulässt und den Status quo akribisch pflegt. Nichts ist hier lediglich Nebenprodukt anderer struktureller Probleme, sondern das Ziel jedes Handelns aus dem Zweck heraus, sich über andere Menschen stellen zu können.

Wie soll jemand,

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Gesehen: The Monk and the Gun (2023)

Gesehen: The Monk and the Gun (2023)
Tandin Wangchuk als Mönch Tashi // (c) Dangphu Dingphu: A 3 Pigs Production & Journey to the East Films

Es passt natürlich zu dem Land mit dem fantastischen Bruttonationalglück, aber letztlich ändert das nichts daran, dass mir der THE MONK AND THE GUN doch ein bisschen arg versöhnlich geraten ist. Zwar fackelt der Film nicht lange und reißt tiefe Gräben zwischen Menschen und quer durch alle Gesellschaftsschichten, verliert diese dann aber auch schnell wieder aus dem Blick.

Dabei gibt es an dieser Stelle so viel zu ergründen. Denn es ist offensichtlich, dass es nicht die Überforderung oder Überrumpelung mit demokratischen Prozessen ist, was hier für die eigentliche Unruhe sorgt. Denn neben der Demokratie halten plötzlich auch gedankenloser Konsum, kapitalistisches

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Gesehen: Emmanuelle 6 (1988)

Gesehen: Emmanuelle 6 (1988)
Natalie Uher als Emmanuelle // (c) AS Productions, Société Générale de Gestion Cinématographique

Natürlich ist es nicht das angebliche Sinnliche, das Emmanuelle wieder zurück zu sich selbst finden ließ, sondern der weiterhin stabil tief sitzende Rassismus dieser Filmreihe, die konsequent jegliche nicht-westlichen Kulturen exotisiert und People of Colour als unzivilisierte, instinktgetriebene, dauergeile Geschöpfe inszeniert.

Es kehrt außerdem ein aus den Anfängen der Reihe noch bekanntes Thema zurück. Das führt erneut zu einer Auseinandersetzung mit der männlichen Überzeugung, Anspruch auf den Körper einer Frau zu haben, sie besitzen zu können. Aber na ja, das ist wie gesagt kein neuer Dreh innerhalb dieses sehr losen Universums und mehr Augenwischerei als ernster Ansatz.

★☆☆☆☆

FR, R: Bruno
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