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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 91

Dein nächster Albtraum wird präsentiert von: Henrique Alvim Corrêas Illustrationen für „The War of the Worlds"

Dein nächster Albtraum wird präsentiert von: Henrique Alvim Corrêas Illustrationen für „The War of the Worlds"

Beim Public Domain Review gibt es eine umfangreiche Sammlung von Henrique Alvim Corrêas fantastischen Illustrationen für die 1906er Ausgabe von H. G. Wells' Roman The War of the Worlds. Hat auch ein bisschen was von Lovecraft meets Steampunk und sich sofort in mein Hirn gebrannt.

One can see the reason for Wells’ enthusiasm. Every one of Corrêa’s illustrations bursts with imagination, eliciting fascination and terror. The post-apocalyptic landscape introducing Book One, “The Arrival of the Martians” — with its extraterrestrial tripods (looking like a cross between octopuses and
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Gesehen: Jeder schreibt für sich allein (2023)

Gesehen: Jeder schreibt für sich allein (2023)
Anatol Regnier // (c) Piffl Medien

Formal hat mich das einfach nicht gepackt. Es scheint, als ob Dominik Graf und Felix von Boehm versuchen, sich Ken Burns zu nähern, aber nur Powerpoint unter Windows 95 schaffen. Zu unfilmisch, statisch, zu ungelenk, zu spröde ist das alles und schiebt sich deshalb leider zu oft störend vor den Inhalt.

Davon abgesehen gelingen Graf und Boehm zusammen mit Anatol Regnier auf Basis dessen Buchs eine immens aufwendige Aufdröselung der deutschen Literaturgeschichte, deren Verflechtungen mit dem Naziregime und der ewigen Frage nach der Trennung von Werk und Autor*in.

Irgendwann während des Films habe ich mir notiert: „Der Autor lässt

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Kinotagebuch: Pfau – Bin ich echt? (2024)

Kinotagebuch: Pfau – Bin ich echt? (2024)

Ruben Östlunds THE SQUARE meets Richard Linklaters HIT MAN und damit ein ganz okayer Film. Wo PFAU hingegen wirklich glänzt, ist, wenn man ihn mit dem richtigen Publikum schaut. Denn dem hält der Film durchaus den Spiegel vor.

Bei mir im Kino war das so: Viele große Lacher bekamen im Kern tieftraurige Momente. Protagonist Matthias ist ein Mensch, der an dem zugrunde geht, was alle anderen auf ihn projizieren wollen. Jemand, der an abstrusen Erwartungshaltungen in die Brüche geht. Er ist kein kümmerlicher Mensch ohne Seele, er ist ein Mensch mit verkümmerter Seele, die andere rücksichtslos herabgestutzt haben.

Ebenfalls mit

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Gelesen: „Daisy Jones & the Six" (2019) von Taylor Jenkins Reid

Gelesen: „Daisy Jones & the Six" (2019) von Taylor Jenkins Reid
Verlag und Cover: Ullstein

In erster Linie wollte ich dieses Buch lesen, nachdem ich davon mitbekommen hatte, für welchen Aufbau sich Taylor Jenkins Reid entschieden hat. Mich hat das formale Experiment einfach interessiert – auch, weil es mich an Cameron Crowes fantastischen Film ALMOST FAMOUS erinnert hat.

Doch das Ergebnis war für mich eine halbe textästhetische und strukturelle Katastrophe. Denn das Buch trifft extrem schnell auf die gleichen Probleme wie etwa Dokumentarfilme, die auf sehr viele Talking Heads setzen. Denn werden dort nicht regelmäßig via Bauchbinde Namen und Funktionen der sprechenden Personen wiederholt, lassen diese sich irgendwann nicht mehr richtig verorten und alles verschwimmt zu

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Gesehen: Grand Theft Hamlet (2024)

Gesehen: Grand Theft Hamlet (2024)
(c) Mubi

Aus unendlich vielen Gründen ist das ein ganz besonderes Zeitdokument und interessant. Für mich spannend zu sehen war diese Welt von GTA Online, die mit den Versprechen lockt, jede*r sein und alles tun zu können. Und doch entscheiden sich die Menschen dazu, zu sein und zu tun was sie bereits kennen. Das mag viel über die Macht der Komfortzone, aber noch viel mehr über die Macht von Kunst im Allgemeinen und Shakespeare im Speziellen. Kunst transzendiert Zeit und Medien und hat die universelle Kraft, Gemeinschaft um sich herum zu erzeugen – wenn nötig auch im virtuellen Raum oder gar dem

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Ist Anora eine neorealistische Disney-Prinzessin?

Ist Anora eine neorealistische Disney-Prinzessin?
Mikey Madison als Ani in Sean Bakers „Anora" // (c) Universal Pictures International

Letztlich ist der Titel dieses Videos nur ein Türöffner mit aktuellem Bezug, um über Sean Bakers Grenzgänge zu reflektieren. Baker selbst sieht sich in der Tradition des Italienischen Neorealismus, andere sehen in seinem filmischen Schaffen ausbeuterischen Milieukitsch. Seine Filmenden werden oftmals kontrovers diskutiert, zuletzt auch bei seinem Cannes-Gewinner ANORA. Aber das überschattet manchmal die geleistete Vorarbeit an der Figur. Und die hat sich Borey Deschanel hier noch mal genauer angeschaut – auch im Kontext von Bakers vorheriger Filmografie.


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