Es ist richtig toll unangenehm, wie Kiyoshi Kurosawa hier das urbane mit dem digitalen Unbehagen zusammenbringt und ineinander verschränkt. Aus beiden Dimensionen drängen letztlich Erzählungen radikaler Vereinzelungserfahrungen, die ihren Ursprung in einer zunehmend individualisierten Gesellschaft haben. Nirgendwo ist man gleichzeitig von so vielen Menschen umgeben und dennoch so isoliert, einsam und vielleicht auch eingeschüchtert wie in der Großstadt. Digitale Räume tun sich mit dem Versprechen auf, Orte der Gemeinschaft zu schaffen, entpuppen sich jedoch als unauthentische Theaterbühnen, auf denen das „wahre" Ich nur zu einem Teil existieren kann und einem performten Ich immer mehr den Vorrang lassen muss.
Unter diesen
