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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 61

Gesehen: eXistenZ (1999) - Mensch 🤝 Produkt

Hat mich überraschenderweise an den „Euro Truck Simulator" denken lassen.

Gesehen: eXistenZ (1999) - Mensch 🤝 Produkt
Foto: Turbine Medien

Die hier immer wieder und wieder gestellte Frage danach, was nun Realität ist und was nicht, scheint mir nicht immer ganz freiwillig ins Zentrum des Films gerückt worden zu sein. Das riecht alles irgendwie nach Einfluss des Studios. Ich habe jetzt nicht nachgelesen, wie es wirklich war, aber es hat sich für mich einfach wie ein Fremdkörper angefühlt.

Zum Glück wird davon Cronenbergs dystopischer Blick auf eine kapitalistische Konsumgesellschaft nicht überschattet. Hier geht es Konzernen längst nicht mehr „nur" darum, alles über die Konsument:innen zu wissen und größtmögliche Datenmengen zwecks mehr oder weniger gezielter Werbeschwalle anzusammeln. Hier wollen die

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Weltkrieg, Waffeln und Videofuckup am 08. Juni 2025

Die heutigen Dailies unter anderem mit: Scotty und dem Tod des Autors.

Weltkrieg, Waffeln und Videofuckup am 08. Juni 2025

Jessica Pickens hat vor mehr als zehn Jahren eine Liste mit bekannten Schauspielern zusammengestellt, die am 06. Juni 1944 bei der Landung der Alliierten in der Normandie als Soldaten dabei waren. Anlässlich des Jubiläums ging die gerade wieder auf Bluesky rum. Irgendwie vergesse ich immer wieder, dass auch James Doohan aka Scotty am D-Day am Strand war.

The Longest Day: Actors who fought in D-Day
On June 6, 1944, Allied forces stormed Omaha Beach in the Normandy Invasion, known as D-Day. A few of those soldiers were established actors or later pursued a career in Hollywood. Here are a
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Gesehen: Videodrome (1983) - Suddenly: Radiotheorie

Bertolt Brecht feat. Marshall McLuhan

Gesehen: Videodrome (1983) - Suddenly: Radiotheorie
Foto: Universal Pictures

Der Körper als Medium, mit dem sozusagen eine Body-Horror-Version der Brechtschen Radiotheorie inklusive eines Hauchs McLuhan aufgezogen wird – das habe ich wirklich nicht kommen sehen. Cronenberg durchbricht die fleischlichen Grenzen. Er löst Körper auf, zersetzt sie und lässt sie in Technologie aufgehen bzw. verschränkt sie wortwörtlich mit ihr. Der Körper wird zum Überbringer, Empfänger und zur Botschaft selbst.

★★★★½

🇨🇦, R: David Cronenberg, D: James Woods, Debbie Harry, Sonja Smits, Peter Dvorsky, Leslie Carlson, Jack Creley, Lynne Gorman, Julie Khaner, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Universal Pictures

Videodrome - Stream: Jetzt Film online finden und anschauen
Finde heraus, wie und wo du “Videodrome”
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Gesehen: Richard Jewell (2019) - Dröges Leiern

Klischiert, ermüdend, uninteressant

Gesehen: Richard Jewell (2019) - Dröges Leiern
Foto: Warner Bros. Entertainment

Diese einfach nicht enden wollende Leier von Law and Order im permanenten Clinch mit dem grundsätzlichen Regierungsmisstrauen und prinzipiellen Staatsmisstrauen ist für mich hier einfach super ermüdend, klischiert und überhaupt nicht interessant erzählt. Dazu ist Eastwoods offen zur Schau getragene Verachtung für Presse samt offenkundig tief internalisierter Misogynie ziemlich erbärmlich. Dann über ein paar Nebensätze auch noch die Rhetorik des Kalten Krieges wieder aufzuwärmen, setzt diesem Film das letzte öde Krönchen auf.

★★½☆☆

🇺🇸, R: Clint Eastwood, D: Paul Walter Hauser, Jon Hamm, Kathy Bates, Sam Rockwell, Olivia Wilde, Nina Arianda, Ian Gomez, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Warner Bros. Entertainment

Der Fall
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Gesehen: Better Man (2024) - Durch den Schmerz

Gefühle sind erst mal unabhängig vom Kontostand valide.

Gesehen: Better Man (2024) - Durch den Schmerz
Foto: Tobis Film

Irgendwelchen überprivilegierten Popstars dabei zuzusehen, wie sie sich im Selbstmitleid suhlen, ist natürlich maximal uninteressant. Aber genau das ist der Film zum Glück eben nicht. BETTER MAN ist mitreißend inszeniert, laut, vulgär, cocky und lustig, aber eben auch ehrlich und tieftraurig.

Ein einziger Satz zu Beginn des Films ist dafür verantwortlich, dass diese Ebene auch anschlussfähig bleibt für Menschen, die nicht Robbie Williams sind. Der Affenrobbie sagt sinngemäß: „Das ist meine Sicht auf mich selbst." Wir werden hier nicht Zeug:innen dessen, wie ein Mensch sich jammernd zum Opfer der Umstände erklärt. Wir sehen einen Menschen, dem es tatsächlich nicht

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Gesehen: Lili Marleen (1981) - Soundtrack des Todes

Man kann nicht nicht politisch sein

Gesehen: Lili Marleen (1981) - Soundtrack des Todes
Foto: Filmjuwelen

Das ist schon eine herrliche, aber nie selbstherrliche Auseinandersetzung mit den Verstrickungen von Kultur(schaffenden) und Nationalsozialismus – wie sich Kulturschaffende angesichts der Verbrechen der Nazis plötzlich als unwissend, unpolitisch und deshalb als unschuldig hingestellt haben. Dabei haben sie sich gerne verführen lassen vom Ruhm, dem Rausch der Dekadenz und dem tosenden Applaus.

Teil dieser Erzählung ist auch die patriarchale Dimension des Faschismus, die Fassbinder hier klug mit herausarbeitet. Macht über und Gewalt jeglicher Couleur an Frauen sind Teil der Nazi-Ideologie. Frauen können wiederum Opfer sein und diese Strukturen gleichzeitig reproduzieren – weil die derart verinnerlicht sind oder weil sich daraus kurzfristige

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