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Feuilleton & Firlefanz

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Männerhobbys am 04. Januar 2026 Featured Post

Die heutigen Dailies unter anderem mit: spontaner Weiterbildung, Masterminds und Restitutionsfragen

Männerhobbys am 04. Januar 2026
Bild: Dave Photoz / Unsplash

Was Janna sagt.

Was im Alltag selten auffällt: Die häufigsten Männerhobbys, was man bei jeder neuen Krise merkt, sind offensichtlich Geostrategie und internationales Recht und zufällig die Politik des jeweiligen Landes, um das es gerade geht. Deswegen können die auch immer sofort mit Expertenmeinungen glänzen.

Janna Krone (@jannakrone.bsky.social) 2026-01-03T13:08:50.716Z

Die (Almost) Dailies sind mein kuratierter Blick auf das Internet – irgendwo zwischen (Pop-)Kultur, Medien, Politik und dem ganzen anderen Wahnsinn. Wenn du magst, auch in deinem Postfach!

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Die geschätzte Sonja Hartl schreibt über Kelly Reichardts THE MASTERMIND und das Motiv der Männlichkeit:

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Gesehen: Assault on Precinct 13 (1976) - Fast Romero

„Night of the Living Dead" lässt im besten Sinne grüßen

Gesehen: Assault on Precinct 13 (1976) - Fast Romero
Bild: Capelight Pictures

Das trägt ja fast schon Züge von George A. Romero, dieses ausstatterisch total zurückgefahrene, dadurch aber nicht weniger dichte Spannungskino, das im Vorbeigehen Gesellschaft mitverhandelt.

Die Spannung erwächst hier nicht in erster Linie durch die tödliche Gefahr an sich, sondern vor allem dadurch, wie die einzelnen Figuren zueinander angeordnet und dazu gezwungen werden, ihre bisherigen Rollen zu überwinden oder zu unterlaufen.

Da ist der Cop, der den Kriminellen immer noch wie einen Menschen und nicht wie ein Tier behandelt. Da ist der Kriminelle, der letztlich mit dem Cop herumkumpelt. Da ist die Frau, die getreu dem Motto „Aus den Augen,

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Gesehen: Joker: Folie à Deux (2024) - Ohne Angebot

Beleidigte Leberwürste machen keine guten Regisseure

Gesehen: Joker: Folie à Deux (2024) - Ohne Angebot
Bild: Warner Bors. Home Entertainment

Es ist dann doch erstaunlich, wie wenig dieser Film zu bieten hat oder überhaupt erst versucht, anzubieten. Mehr als zwei Stunden lang ist Todd Phillips weitestgehend damit beschäftigt, darüber zu schwadronieren, wie er JOKER eigentlich gemeint hat und warum andere Lesarten nicht zulässig sind.

Erst einmal ist es ziemlich vermessen, als Künstler die Deutungshoheit ausschließlich für sich zu beanspruchen und das Publikum zu entmündigen. Dass Todd Phillips ein Problem damit hat, dass JOKER durch Incel-Kreise kooptiert wurde, ist verständlich. Er stellt sich in FOLIE À DEUX nur nie die Frage, warum und wie das passiert ist. Ob das eigene Werk

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Gesehen: Harvest (2024) - Wer erntet was?

Der Mensch als Ware in einer unmenschlichen Verwertungslogik

Gesehen: Harvest (2024) - Wer erntet was?
Bild: Mubi

Eigentlich führt die Frage danach, was denn hier überhaupt von wem geerntet wird, zu einer recht fruchtbaren (hehe) Anordnung. Die Menschen ernten das Feld, der Lehensherr erst die Früchte der Ernte, dann die Lehensmänner und -frauen selbst. Der Mensch selbst wird zur Ware innerhalb einer unmenschlichen Verwertungslogik. Also auch wie im Kapitalismus.

Doch der Film lässt sich vom Kapitalismus nichts diktieren. Vielmehr zeigt er interessante charakterliche Dynamiken, indem sich die Menschen in der Filmwelt regelrecht darum bemühen, mit ihrem Handeln dieser unmenschlichen Welt zu entsprechen, dabei aber immer wieder von der eigenen durchbrechenden Empathie gestört werden.

Und inmitten dieser unwirtlichen

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Gesehen: Tron: Ares (2025) - Wo Vision?

Wer abgegriffene Metaphorik suchet, der findet hier

Gesehen: Tron: Ares (2025) - Wo Vision?
Bild: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kein totaler Reinfall, aber unglaublich ambitions- und visionslos. Denn es erscheint mir nicht nur richtig abgegriffen, sondern auch total unproduktiv, das Spannungsfeld zwischen virtueller und Kohlenstoffwelt immer noch über eine Kriegsmetapher zu bearbeiten.

Natürlich liegt diese Metapher nahe – oder besser: wieder näher –, weil wir durch die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz eine neue Art der Militarisierung erleben und weiterhin erleben werden. Aber im Gegensatz zu modernen Waffensystemen gelingt es dem Film nicht, der Metapher ein Update zu verpassen, einen frischeren Zugang zu finden. Eigentlich noch viel schlimmer: Er scheint gar nicht erst zu suchen.

Denn KI stellt uns als

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Gesehen: Four Nights of a Dreamer (1971) - Kulturelles Unvermögen

Wie nähert man sich in der Kunst dem Unnahbaren und gleichzeitig doch so Vertrauten?

Gesehen: Four Nights of a Dreamer (1971) - Kulturelles Unvermögen
Bild: Albina Productions, I Film Dell’Orso, Victoria Film

Es ist nicht nur das Hadern mit der Liebe, mit ausgefüllten, aber auch gebrochenen Herzen und schwerwiegenden Verlusten, sondern auch ein Hadern mit dem Unvermögen von (Populär-)Kultur, sich eben dieser Komplexität (auch nur versuchsweise) anzunähern.

Das lässt sich ganz gut an einer Sequenz festmachen, in der die junge Frau mit ihrer Mutter zu einer Kinoveranstaltung geht, wo es einen roten Teppich gibt, auf dem sich die Reichen und Schönen die Klinke in die Hand geben, bevor sie sich drinnen einen Film anschauen, der die eine große Frage nach Leben und Tod verhandelt – also um es mal möglichst euphemistisch zu

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