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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 40

Gesehen: DEKALOG (1989) – Krzysztof Kieślowskis moralischer Zyklus

Beeindruckende zehn Stunden, in denen wir als Publikum niemals aus der Verantwortung entlassen werden, in Dilemmas schmoren müssen und mit unserer eigenen Abgründigkeit konfrontiert werden

Gesehen: DEKALOG (1989) – Krzysztof Kieślowskis moralischer Zyklus

Lange habe ich mich nicht an den DEKALOG von Krzysztof Kieślowski herangewagt, obwohl ich seine Drei-Farben-Trilogie in höchsten Ehren halte. Doch jetzt kann ich behaupten, auch diesen zehnteiligen Zyklus in selbigen Ehren zu halten.

Der aktuell in der Wikipedia formulierte Einstieg erschien mir vorher recht schwülstig und vielleicht sogar überzogen.

Dekalog ist ein zehnteiliger Filmzyklus, der im Zeitraum von 1988 bis 1989 für das polnische Fernsehen produziert wurde und sich auf die Zehn Gebote bezieht. Er gilt als Meisterwerk des polnischen Regisseurs Krzysztof Kieślowski und erregte international viel Aufsehen. Obwohl Kieślowski später durch die Drei-Farben-Trilogie und den Spielfilm Die zwei
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Müssen das wirklich JETZT die Gerichte klären?

Rechtsphilosoph Christoph Möllers spricht an, was im Grundrauschen der tagesaktuellen Politik(-Berichterstattung) unterzugehen scheint.

Müssen das wirklich JETZT die Gerichte klären?
Rechtsphilosoph Christoph Möllers bei einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung 2018 (Foto: Stephan Röhl via Heinrich-Böll-Stiftung unter CC BY-SA 2.0)

Schönes Gespräch bei Lesart im Deutschlandfunk Kultur mit dem Rechtsphilosophen Christoph Möllers über die (politische) Macht von Gerichten.

Rechtsphilosoph Christoph Möllers: Wie viel politische Macht haben Gerichte?

Der Kern des Gesprächs scheint mir tatsächlich im Grundrauschen der tagesaktuellen Politik(-Berichterstattung) sehr oft unterzugehen. Wie oft werfen Parteifunktionäre direkt das scharfe Schwert des Rechtsweges in den Raum, ohne sich um eine tatsächlich politische Lösung, die dann mitunter auch diplomatisches Geschick abverlangt, zu kümmern? Es scheint mir immer öfter vorzukommen. Aber ist das gewissermaßen nicht auch ein geworfenes Handtuch im demokratischen Ring?

„Das müssen

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Ein Bret Easton Ellis für das 21. Jahrhundert am 12. August 2025 Featured Post

Die heutigen Dailies unter anderem mit: Mut zum Hobby, Ausweisfälschen fürs Museum und drei Mediathekentipps

Ein Bret Easton Ellis für das 21. Jahrhundert am 12. August 2025
Foto: Dad Grass / Unsplash

Was Mona zu Christinas Thread sagt!

möchte das unterstreichen. man muss im Hobby auch nicht gut sein. man muss es nur gerne machen.

🌜Mona Müde🌛 (@monaaargh.bsky.social) 2025-08-11T16:21:34.231Z

Die (Almost) Dialies sind mein kuratierter Blick auf das Internet – irgendwo zwischen (Pop-)Kultur, Medien, Politik und dem ganzen anderen Wahnsinn. Wenn du magst, auch in deinem Postfach!

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Katharina Rustler schreibt im Standard darüber, ob und wie sich ein Museumsbesuch mit Kleinkind bewältigen lässt.

Bevor Kleinkinder mehr Action und Bewegungsfreiheit brauchen und das Technische oder Naturhistorische Museum zu klassischen Schlechtwetter-Ausflugszielen in Wien werden, können sich
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Gesehen: Exil (2020) - In den Eingeweiden des Ungeheuers

Verdauen oder verdaut werden, das ist hier die Frage!

Gesehen: Exil (2020) - In den Eingeweiden des Ungeheuers
Foto: Alamode Filmverleih

Mišel Matičević spielt einen Menschen, der als Reaktion auf gemachte Erfahrungen nicht unbedingt blind geworden ist für den Kontext, in dem er lebt, sondern ihn aus Selbstschutz und einer Art Selbstverteidigungsreflex ausblendet – bewusst und unbewusst.

Daraus entwächst eine Paranoia inmitten eines Umfelds, in dem Matičevićs Figur die Wände aus allen denkbaren Richtungen immer näher kommen sieht – auch, weil er zunehmend davon überzeugt ist, mit seiner bloßen Existenz andere zu provozieren und herauszufordern.

Genial damit Hand in Hand geht die Szenerie, gehen die schier endlosen, verzweigten, tristen, trostlosen, labyrinthartigen (und offensichtlich unklimatisierten) Gänge dieses Pharma-Komplexes, die sich zunehmend albtraumhafter anfühlen – oder

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Gesehen: One Sings, the Other Doesn’t (1977) - Geerdete Epik

Agnès Varda navigiert fast schon mühelos die unglaublich vielen verschiedenen Routen und Ausfahrten, die genommen werden können.

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Foto: Ciné-Tamaris

Ein beeindruckend vielschichtiges, nuanciertes, umfassendes und folglich komplexes Bild vom Kampf der Frau. Varda beschäftigt sich sehr viel mit Privilegien und was sie für das Einfordern von Selbstbestimmung bedeuten. Denn das muss man sich wortwörtlich leisten können. Wie kann ein Kampf mit der notwendigen Energie geführt werden, wenn die Care-Arbeit trotzdem komplett an dir hängenbleibt, weil dein Mann (emotional) abwesend ist?

An dieser Stelle wird nicht nur die Frage nach der Solidarität unter den Frauen gestellt, sondern auf die gesamte Gesellschaft ausgeweitet. Nur wenn wir alle begreifen, dass sich bestimmte Zustände für diskriminierte Menschen nur dann ändern, wenn sich mehr

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BEEEEP BOOOOP BEEEP KRRRRRR-KSHHHHH-KRRRRR am 11. August 2025 Featured Post

Die heutigen Dailies unter anderem mit: den letzten Modemritter*innen, Rainer Sigl über Folk-Horror-Games und dem Sterben der Literaturkritik

BEEEEP BOOOOP BEEEP KRRRRRR-KSHHHHH-KRRRRR am 11. August 2025
Foto: Annie Spratt / Unsplash

AOL stampft in den USA zum 30 September 2025 endgültig die Möglichkeit ein, via dial-up ins Internet zu kommen. Noch 2015 gab es dem Bericht zufolge rund anderthalb Millionen Kund*innen. Heute sollen es nur noch wenige Tausende sein.

Unfortunately, some of the people still using dial-up probably don't have many other options for internet access. Broadband infrastructure has yet to make its way to some remote rural areas, or if it is present, it's expensive. Many of the AOL customers who were still subscribed to its dial-up service likely stuck with it out of necessity.

Das scheint mir jedoch

BEEEEP BOOOOP BEEEP KRRRRRR-KSHHHHH-KRRRRR am 11. August 2025 Read more