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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 4

Gesehen: All About My Mother (1999) - Blut überwinden

Wahrscheinlich noch mal wuchtiger als zuschauernder Mann

Gesehen: All About My Mother (1999) - Blut überwinden
Bild: Studiocanal

Ein berührend zugewandter Film über Schwesternschaft jenseits von Blut, die Kraft der Frau und die übermenschliche Arbeit der Frau. Frauen sind Mütter, Töchter, Schwestern, Großmütter, Schauspielerinnen, Köchinnen, Ärztinnen, Therapeutinnen, Sozialarbeiterinnen, Sexarbeiterinnen. Frauen sind all das und noch viel mehr. Und Frauen sind einsam, weil sie eben all das sein müssen, während für sie selbst kaum Zeit und Raum bleibt.

All das zu können, hat jedoch nur selten etwas mit Wollen zu tun. Es sind die patriarchal organisierte Gesellschaft und die internalisierte Misogynie, die Erwartungen schüren, Zwänge auferlegen und in Rollen drängen, um die bestehende Machtstruktur zu erhalten.

Almodóvar bewundert seine

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Gesehen: No God No Father (2025) - Alte Idee, neuer Spin

Generative KI ändert auch den Desktop-Film

Gesehen: No God No Father (2025) - Alte Idee, neuer Spin
Bild: Yukunkun Productions

Neuer Spin einer alten Idee, aber recht clever durchkomponiert. Letztlich erzählt der Kurzfilm viel über die Fragmentierung digitalen Lebens, virtuell rekonstruierbare Abbilder unserer Selbst und Scheinrealitäten, in denen das Gemeinschaftsversprechen des Internets zu krassen Vereinzelungserfahrungen umschlägt – nun nur noch heftiger befeuert durch generative KI.

Der Kurzfilm steht noch kostenlos bis zum 29. Januar 2027 bei Arte in der Mediathek.

Weder Gott noch Vater - Film in voller Länge | ARTE
Ein junger Mann pflegt eine enge Beziehung zum Internet. Da ihm aufgrund der Abwesenheit einer Vaterfigur Antworten fehlen, findet er in Google einen unerwarteten Mentor. Vom Erlernen alltäglicher Aufgaben wie Rasieren
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Wake up babe am 02. Januar 2026 Featured Post

Die heutigen Dailies unter anderem mit: Steven Soderberghs Tagebuch, dem Videoproblem von Podcasts und Wallpaper-Tricks

Wake up babe am 02. Januar 2026
Bild: Bayarkhuu Battulga / Unsplash

Ich bin nun wirklich keiner von denen, der lamentiert, wie alt er denn schon sei. Aber ich bin immerhin schon alt genug, um die Debatte um den pivot to video in der Podcastszene bereits zum dritten Mal mitzubekommen.

Das ändert jedoch nichts daran, dass Fiona Sturges im Guardian treffend beschreibt, wie Video das Medium verändert – oft nicht unbedingt zum Besseren.

‘Painful to hear!’ How podcasts’ rush to video is turning them into dreadful listens
From Joe Marler’s visual-only stunts to the incomprehensible shuffling sounds Steven Bartlett recently subjected headphone users to, dodgy audio experiences are on the rise
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Gesehen: We Were the Scenery (2025) - Flucht ins Trauma

Eine Geschichte über Zufall, Aneignung und Ausbeutung

Gesehen: We Were the Scenery (2025) - Flucht ins Trauma
Bild: Christopher Radcliff

Da überlebst du einen blutigen Krieg in deinem Land, musst danach flüchten, landest in einem Lager des Roten Kreuzes und wirst dort von einer megalomanischen (und offenbar auch völlig gewissenlosen) Filmproduktion aufgegabelt, damit du als Statist*in in genau den Krieg zurückkehren darfst, den du eigentlich hinter dich gebracht hast.

Das ist einerseits natürlich eine absurde Geschichte eines ziemlich unwahrscheinlichen Zufalls. Andererseits erzählt es auch davon, wie Hollywood sich der Schicksale, der Geschichten und des Leidens von Opfern und Überlebenden aneignet, sie zu unscharfen, gesichtslosen Massen verwäscht und dabei Retraumatisierung billigend in Kauf nimmt.

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Gesehen: Honey Don't! (2025) - Please don't

Hätte man auch lassen können...

Gesehen: Honey Don't! (2025) - Please don't
Foto: Universal Pictures International Germany

Hier verpufft wirklich alles irgendwie im Nichts. Das liegt vor allem daran, dass dem Film der Spagat zwischen Archetypen und Stereotypen nicht gelingt. Die markigen Figuren verkommen zum Selbstzweck, das Bedienen statt Unterlaufen von Klischees zur ermüdenden Leier, die Persiflage zu etwas, an dem man konsequent scheitert.

★½☆☆☆

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Welch im Schrank am 01. Januar 2026 Featured Post

Die heutigen Dailies unter anderem mit: Gemeinfreiheit, Florence und Topos

Welch im Schrank am 01. Januar 2026
Foto: Senad Palic / Unsplash

Frohes Neues! Zum Start ins neue Jahr unter anderem ein paar Dinge, die ich etwa über die vergangenen Feiertage hier angesammelt, aber noch nicht gepostet habe.


The same procedure as every year...

Happy Public Domain Day 2026!
Each January 1st is Public Domain Day, when a new crop of works have their copyrights expire and become free to share and reuse for any purpose. Here’s our highlights for 2026.

Die (Almost) Dailies sind mein kuratierter Blick auf das Internet – irgendwo zwischen (Pop-)Kultur, Medien, Politik und dem ganzen anderen Wahnsinn. Wenn du magst,

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