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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 3

Gesehen: Honey Don't! (2025) - Please don't

Hätte man auch lassen können...

Gesehen: Honey Don't! (2025) - Please don't
Foto: Universal Pictures International Germany

Hier verpufft wirklich alles irgendwie im Nichts. Das liegt vor allem daran, dass dem Film der Spagat zwischen Archetypen und Stereotypen nicht gelingt. Die markigen Figuren verkommen zum Selbstzweck, das Bedienen statt Unterlaufen von Klischees zur ermüdenden Leier, die Persiflage zu etwas, an dem man konsequent scheitert.

★½☆☆☆

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Welch im Schrank am 01. Januar 2026 Featured Post

Die heutigen Dailies unter anderem mit: Gemeinfreiheit, Florence und Topos

Welch im Schrank am 01. Januar 2026
Foto: Senad Palic / Unsplash

Frohes Neues! Zum Start ins neue Jahr unter anderem ein paar Dinge, die ich etwa über die vergangenen Feiertage hier angesammelt, aber noch nicht gepostet habe.


The same procedure as every year...

Happy Public Domain Day 2026!
Each January 1st is Public Domain Day, when a new crop of works have their copyrights expire and become free to share and reuse for any purpose. Here’s our highlights for 2026.

Die (Almost) Dailies sind mein kuratierter Blick auf das Internet – irgendwo zwischen (Pop-)Kultur, Medien, Politik und dem ganzen anderen Wahnsinn. Wenn du magst,

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Meine 20 Lieblingsfilme in 2025

Gratulation an die zweifache Leonie Benesch!

Meine 20 Lieblingsfilme in 2025

Zwölf von 20 Filmen konnte ich im Kino sehen. (Mein gesamtes Kinojahr habe ich hier abgelegt.) Ein bisschen für mich (wieder)entdeckt habe ich die Sondervorführungen inklusive Filmgesprächen mit den Macher*innen. So konnte ich dieses Jahr Fragen loswerden an: Mascha Schilinski, Burhan Qurbani und Julian Radlmeier.

Wieder hat es ein Dokumentarfilm auf die Liste geschafft, den ich beim DOK Leipzig gesehen habe.

Ein Filmland, das ich mir erst dieses Jahr zum ersten Mal richtig bewusst erschlossen habe, ist Georgien.

Drei zentrale Erkenntnisse meines Filmjahres habe ich drüben bei Kino-Zeit aufgeschrieben. Dort durfte ich auch das Scheinwerferlicht

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Gesehen: Ich war neunzehn (1968) – Sprache, Licht und Schatten

Von Männern, die die Welt mit Krieg überzogen haben...

Gesehen: Ich war neunzehn (1968) – Sprache, Licht und Schatten
Foto: DEFA-Stiftung, Werner Bergmann, Wolfgang Ebert, Bernd Sperberg

Herkunft, Identität und kollektive Schuld werden hier verhandelt über die Sprache und das Spiel mit Licht und Schatten, das immer wieder elegant mit dem Geschehen verwoben wird – etwa durch die durch hartes Gegenlicht kontrastierten Fetzen Kriegsgeschehen oder die wie Geister an den Wänden entlang gleitenden Schatten der SS-Offiziere.

Dass die Rote Armee hier ziemlich gönnerhaft inszeniert ist, sollte natürlich bei einem DEFA-Film nicht unbedingt wundern. Dennoch unterläuft Konrad Wolf zumindest stellenweise die heroischen Motive.

Da ist etwa die traumatisierte junge Deutsche zu Beginn des Films, deren Bernauer Bleibe von den Russen beschlagnahmt wird und sie daraufhin fragt, ob sie in

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Gesehen: The Loneliest Planet (2011) - Ökonomische Fußfesseln

Selbstfindung ist Ausbeutung

Gesehen: The Loneliest Planet (2011) - Ökonomische Fußfesseln
Foto: The Match Factory

Diesem Bild der Tourist*innen, die in die von ihnen aus betrachtet entlegensten Winkel der Erde reisen und dort von armem Land zu noch ärmerem Land ziehen, haftet schon vielleicht etwas Bösartiges, auf jeden Fall aber etwas Ausbeuterisches an. Jede vermeintliche Erweiterung der eigenen Perspektive gipfelt in Selbstvergessenheit. Sie können diesen Ort, diese Lebensumstände jederzeit wieder verlassen, ein Großteil der Einwohner*innen sitzt durch die ökonomische Realität jedoch fest – wortwörtlich und im übertragenen Sinne.

Wie unbewusst sich Menschen wie sie (und überhaupt) ihrer eigenen Privilegien sind, zeigt letztlich der erste richtige Realitätsabgleich, der ihnen aufgezwungen wird. Der den Selbstfindungstrip zu

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Gesehen: Krisha (2015) - Manipulierter Fluss

Im produktivesten Sinne schmerzhaft

Gesehen: Krisha (2015) - Manipulierter Fluss
Foto: A24, Mubi

Trey Edward Shults versteht wirklich, wie „Energie" durch einen Raum fließt und was bzw. wer in diesem Raum diesen Fluss beeinflusst. Und er versteht, wie er diesen Fluss und damit im übertragenen Sinne auch uns als Publikum manipulieren kann.

Die Werkzeuge, mit denen sich die Mitglieder dieser Familie gegenseitig manipulieren, werden gleichermaßen gegen uns eingesetzt. Wir werden Teil dieses permanenten Laufs auf Eierschalen und bekommen regelrecht zu spüren, wie sich die Enttäuschung, Verletzung und enthaltene Vergebung für diese Figuren anfühlen muss.

Etwas schärfer formuliert: Der Film manipuliert uns in eine gesteigerte Empathie hinein und zwingt uns, die eigene Position abzuklopfen.

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