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Feuilleton & Firlefanz

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Gesehen: Pearl (2022)

Gesehen: Pearl (2022)
(c) Universal Pictures International Germany

PEARL ist ein wunderbares Companion Piece zu X, das viele Themen des Vorgängers aufgreift, sie jedoch in die jeweils fast schon entgegengesetzte Richtungen laufen lässt.

️ Im Geiste vereint sind beide Figuren bei Film. Für X-Mia Goth eine Möglichkeit, aus ihrem Leben, also von etwas zu fliehen. Für PEARL-Mia Goth ein Sehnsuchtsort, zu dem sie hinzufliehen versucht. Das Ziel ist gleich, doch die Bewegung eine andere.

Große Macht auf beide Figuren übt außerdem Sexualität aus – in X ein Versprechen von Freiheit und Selbstermächtigung, in PEARL das eng mit Erniedrigung und der übermächtigen Mutter verbundene Verbotene.

Beide Figuren existieren an zwei unterschiedlichen Polen der selben Fragestellung. Das ermöglicht ein spannendes Wechselspiel zwischen beiden Schicksalen – das eine (X) am Rockzipfel des amerikanischen Traums, das andere (PEARL) im mit Mut zum Cringe porträtierten amerikanischen Technicolor-Idyll, in dem das Leben zum Krampf gleich dem ins schier unendlich gezogene Grinsen während des Abspanns verkommen ist.

★★★½☆

US, R: Ti West, D: Mia Goth, Tandi Wright, David Corenswet, Emma Jenkins-Purro, Matthew Sunderland, Alistair Sewell, Amelia Reid, Trailer, Wikipedia
Pearl - Stream: Jetzt Film online finden und anschauen
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Gesehen: Amarcord (1973) - Filmisches Aufbegehren

Über den Verlust der Unschuld junger freiheitsstrebender Geister

Gesehen: Amarcord (1973) - Filmisches Aufbegehren
Foto: Warner Home Video

AMARCORD ist ein wirklich lebendiger Film, dem ein Aufbegehren gegen Autoritäten, Konservatismus, Katholizismus, Prüderie und Fremdbestimmung regelrecht innewohnt. Doch genau diese innere Verweigerung des Status quo führt dazu, dass die gezeigte Welt immer empfänglicher für die Botschaften des Faschismus wird, der wiederum eine wahnsinnig zersetzende Wirkung entfaltet und paradoxerweise genau das im Sinne hat, gegen das vorher aufbegehrt wurde. Das macht Fellinis Film letztlich zu einer bittersüßen Geschichte über den Verlust der Unschuld junger freiheitsstrebender Geister.

★★★★☆

🇮🇹/🇫🇷, R: Federico Fellini, D: Bruno Zanin, Magali Noël, Pupella Maggio, Armando Brancia, Nando Orfei, Ciccio Ingrassia, Gianfilippo Carcano, Josiane Tanzilli, Maria Antonietta Beluzzi, Giuseppe Ianigro, Stefano Proietti, Luigi Rossi, Marcello Di Falco, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Warner Home Video

I Remember - Stream: Jetzt Film online finden und anschauen
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A ★★★★ review of Amarcord (1973)
AMARCORD ist ein wirklich lebendiger Film, dem ein Aufbegehren gegen Autoritäten, Konservatismus, Katholizismus, Prüderie und Fremdbestimmung regelrecht innewohnt. Doch genau diese innere Verweigerung des Status Quo führt dazu, dass die gezeigte Welt immer empfänglicher für die Botschaften des Faschismus wird, der wiederum eine wahnsinnig zersetzende Wirkung entfaltet und paradoxerweise genau das im Sinne hat, gegen das vorher aufbegehrt wurde. Das macht Fellinis Film letztlich zu einer bittersüßen Geschichte über den Verlust der Unschuld junger freiheitsstrebender Geister.

Gesehen: 8½ (1963)

Gesehen: 8½ (1963)
Foto: Studiocanal

8½ doesn't seem to be just a self-critical Fellini but a critique of cinema itself. Is that possible? I'm not versed enough in film of that era to say for sure.

Anyways, it's insane how much talking there is in 8½ but how little actually is said. This, of course, is clearly on purpose. Because if you don't have to say anything, you better don't start talking at all – at least if you are an artist.

★★★★½

🇮🇹/🇫🇷, R: Federico Fellini, D: Marcello Mastroianni, Claudia Cardinale, Anouk Aimée, Sandra Milo, Rossella Falk, Barbara Steele, Madeleine Lebeau, Caterina Boratto, Eddra Gale, Guido Alberti, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Studiocanal

(watched as part of the 5th Annual Letterboxd Season Challenge: 2019-20366 Weird Movies Week)


Achteinhalb - Stream: Jetzt Film online finden und anschauen
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A ★★★★½ review of 8½ (1963)
8½ doesn’t seem to be just a self-critical Fellini but a critique of cinema itself. Is that possible? I’m not versed enough in film of that era to say for sure. Anyways, it’s insane how much talking there is in 8½ but how little actually is said. This, of course, is clearly on purpose. Because if you don’t have to say anything, you better don’t start talking at all – at least if you are an artist. (watched as part of the 5th Annual Letterboxd Season Challenge: 2019-20 – 366 Weird Movies Week)