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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 204

Mein Bücherjahr 2023

Mein Bücherjahr 2023
Foto: Ed Robertson / Unsplash

Hinter mir liegt ein Jahr, in dem ich es mir vorgenommen und auch geschafft habe, wieder regelmäßig zu lesen. Da ich im Gegensatz zu Filmen wirklich keine Ahnung habe, welchen Stimmen ich vertrauen kann, habe ich einfach queerbeet „viel“ ausprobiert. Nicht fehlen durften dabei Der Mauersegler von Jasmin Schreiber und Vor dem Fest von Saša Stanišić. Ihr Marianengraben und sein Herkunft haben mich damals™ durch die ersten Pandemiewochen begleitet. Hier im Blog habe ich zu beiden und auch allen anderen gelesenen Büchern meine Gedanken niedergeschrieben. Für 2024 bin ich als großer Freund dieser Art des Medientrackings noch auf der Suche

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Gesehen: A Swedish Lovestory (1970) - Schwedische Einsamkeit

Roy Anderson trifft humoristische Noten inmitten eines ernsten Arrangements.

Gesehen: A Swedish Lovestory (1970) - Schwedische Einsamkeit
Foto: Europa Film

Spannend, ich erinnere nicht, jemals einen Film gesehen zu haben, der sich im Kern mit dem schwedischen Problem der Einsamkeit und den daraus resultierenden Folgen für die psychische und körperliche Gesundheit auseinandersetzt. Roy Andersson spielt dafür viele humoristische Noten, trifft aber gleichermaßen auch die ernsteren Töne und verpackt einen in die Magengrube schlagenden Alb- im Sommernachtstraum, dem die optimistische Grundstimmung jedoch nie gänzlich verloren geht. Denn dass sich junge Menschen immer noch für die Liebe entscheiden, obwohl ihnen nur deren Scheitern vorgelebt wird, ist doch ein Bild voller Hoffnung. Denn wenn man nicht nur beieinander, sondern auch miteinander ist, ist

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Mein Filmjahr 2023

Mein Filmjahr 2023
Foto: Denise Jans / Unsplash

Weiterhin gehören Filme fest zu meiner (nahezu täglichen) Routine. Ich liebe es, von guten Werken herausgefordert zu werden und darüber nachzudenken, warum die schlechten Werke nicht funktionieren. Gefreut habe ich mich darüber, Angela Schanelec und Alice Rohrwacher für mich entdeckt zu haben, über ganz viel Aki Kaurismäki bei Mubi und Yasujirō Ozu bei Arte. Klar geprägt sind die Zahlen davon, dass ich mich in diesem Jahr dazu entschieden habe, alle Teile von Rocky, Creed und Rambo nachzuholen. Das war nicht immer einfach 😅 Alles habe ich bei Letterboxd geloggt und dort zu allen 335 Filmen meine Gedanken aufgeschrieben.

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Gesehen: Rebel Moon - Part One: A Child of Fire (2023) - Stimmlose Space-Opera

In diesem Film steckt vermutlich kein einziger originärer Gedanke.

Gesehen: Rebel Moon - Part One: A Child of Fire (2023) - Stimmlose Space-Opera
Foto: Netflix

Das Boot, Inglourious Basterds, Dune, The Matrix, Star Wars, Der Herr der Ringe, Star Trek, Warhammer 40.000, John Carter – diese Liste mit Universen, die sich Zack Snyder hier sowohl inhaltlich als auch ästhetisch zum Vorbild nahm, ließe sich sicherlich noch ewig so weiterführen.

Er will sich damit offenbar zu einer Art Tarantino für Space Operas aufschwingen, verkennt dabei aber, dass der nicht bloß kopiert, sondern aus der Melange aus Zitaten, Anleihen, Referenzen und Anspielungen heraus doch noch eine eigene Stimme entwickelt.

Snyder hingegen klöppelt aus lieblos aneinandergereihten plagiatsähnlichen Figuren, Szenen und Themen eine ausdrucksloses Konstrukt zusammen, dem einfach keine

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Mein Medienmenü - Woche 52/2023 & #BookTok

Zum Ende meines Medienjahres ist die Liste gar nicht mehr so lang. Während der Feiertage ist bei mir traditionell immer sehr wenig Zeit für Kultur. Immerhin habe ich noch Molly Manning Walkers grandiosen HOW TO HAVE SEX einschieben können, der es auch prompt noch unter meine 15 Lieblinge des Jahres 2023 geschafft hat. Im Zug konnte ich die aktuelle Staffel von The Morning Show abschließen. Gelohnt hat sich das wirklich nur, um die Verspätungsminuten irgendwie zu füllen. Diese Staffel reduziert ihre Themen wirklich auf dümmstmögliche Weise auf komplett überzeichnete interpersonelle Konflikte.

Außerdem: Bin ich jetzt auch BookTok zum Opfer gefallen?

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Gesehen: How to Have Sex (2023) - Die Boomer sind schuld

Ein unvermeidbares Porträt einer Generation im Schatten der Fehler ihrer Eltern

Gesehen: How to Have Sex (2023) - Die Boomer sind schuld
Foto: capelight pictures

Ein an die Nieren gehendes Porträt einer Generation, die die Fehler ihrer Eltern und Großeltern mit all ihren gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Folgen ausbaden muss.

Auf der einen Seite rast die Menschheit mit Vollgas in die Klimakatastrophe, kriegerische Konflikte werden nicht nur wahrscheinlicher, sondern eskalieren längst und die Demokratie wird (mindestens einmal aus europäischer Sicht) in ihren Grundfesten erschüttert. Auf der anderen Seite stehen gesellschaftliche Vorstellungen, Normen und Werte hinsichtlich Bildungs-, Berufswege- und Familienplanung.

Wie funktioniert ein Leben, dessen Fundament auf irgendwie diesen radikalen Gegensätzen stehen muss, das ob dieser Zukunftsaussichten praktisch zum Nihilismus zwingt und gleichzeitig durch das zum

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