Ich habe Spotify schon so lange nicht mehr benutzt, dass der Algo jetzt offenbar glaubt, ich wäre 2004 eingefroren und gerade eben erst wieder aufgetaut worden. Nostalgie und Melancholie kicken so richtig.
„Late Goodbye" von Poets of the Fall
Musik
Ich habe Spotify schon so lange nicht mehr benutzt, dass der Algo jetzt offenbar glaubt, ich wäre 2004 eingefroren und gerade eben erst wieder aufgetaut worden. Nostalgie und Melancholie kicken so richtig.
Nett, aber uninspiriert.
Ein irgendwie schon ganz netter, wenn auch uninspirierter Gothic-Horror, der sich seiner thematischen Stärken gar nicht bewusst zu sein scheint und sich in ernüchternder Regelmäßigkeit einen Stock nach dem anderen zwischen die Speichen steckt.
Ich finde schon, dass der Film einige interessante Anläufe nimmt, wenn es um Religion und Glaube als Machtinstrumente und Manipulationswerkzeuge geht, die zur Kontrolle von Kindern genutzt werden – und die dann von den Kindern selbst in einzelnen Momenten eingesetzt werden, um gegen die Mutter aufzubegehren.
Nur fallen diese Momente leider einer nach dem anderen lästigen Genrekonventionen zum Opfer. Es gilt das Gesetz des Twists. Und das
Hat mich sehr oft an Bong Joon-hos PARASITE denken lassen
Dieser über allem hängende Nebel der mal mehr und mal weniger diffusen Bedrohung hat mich schon gepackt. Emma Cline lässt den aus Richtung unseren Wissens über patriarchale Realitäten über ihrer Protagonistin aufziehen, spricht die Bedrohungslage jedoch nur selten explizit an.
Gemischt mit der ökonomischen Abwärtsspirale, in die ihre Protagonistin offenkundig geraten ist, liegt so eine konstante Spannung in der Luft, die – im allerbesten Sinne – wahnsinnig unangenehm ist. Denn die Zukunftsvision der Protagonistin hat nur wenig mit Erlösung und Befreiung zu tun. Wer permanent auf Eierschalen laufen, eine Maske tragen und eine Rolle spielen muss, ist nicht frei, sondern eine leere
...und Lukas Nathrath hat die Lupe schon in der Hand.
Wie dieser Film sich selbstbewusst über die Grenzen des Bildausschnittes hinwegsetzt, in den umliegenden Raum übergreift und den konsequent unter Strom setzt… Chapeau! LETZTER ABEND gehört damit, obwohl ich gar nicht so viele Vergleichswerte habe, zu den guten Corona-Filmen. Er verortet sich explizit in einem dieser Pandemie-Sommer, spielt offensiv mit den Eigenheiten dieser kurzen Momente der Unbeschwertheit zwischen den kälteren Jahreszeiten mit explodierenden Inzidenzen und lässt dann die Hölle losbrechen.
Die Anordnung des Films gleicht einem in Napalm getränkten Ameisenhaufen, der mit Hilfe einer Lupe unter gleißendem Sonnenlicht in Brand gesetzt wird. In diesem Flammeninferno kommen aufgestaute und verdrängte Gefühle
Mehr als 40 Jahre nach Erscheinen immer noch bereichernd
Hat sich für mich mehr nach narrativem Essay statt nach Spielfilm angefühlt. Das wertet DOCUMENTEUR natürlich nicht automatisch ab. Denn Agnès Vardas Ergründung der Begriffe von Heimat, Zugehörigkeit, Geborgenheit und Zuhause aus weiblicher und feministischer Perspektive findet nicht nur poetische Bilder, sondern lässt sich auch mehr als 40 Jahre nach Erscheinen sehr erkenntnisbringend schauen: Wie bedingen sich diese Begriffe gegenseitig? Wo und wie verlaufen die Grenzlinien? Welche Rolle spielen Sprache, ökonomischer Status, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, romantisches und sexuelles Begehren sowie Kinder- und Familienwunsch?
Dass Varda diesen Prozess in den Umzug ihrer Protagonisten von Frankreich an die US-Westküste nach Los
Die Podcast-App meines Vertrauens, Pocket Casts, bastelt mir auch jedes Jahr ein #Wrapped im Stil von Spotify zusammen. Das so geballt zu sehen, gibt mir schon zu denken – muss ich wirklich jeden Fußweg mit Podcasts beschallen und auch in anderen freien Minuten die Stille verdrängen? Vermutlich werde ich das 2024 etwas zurückschrauben – auch aus psychohygienischen Gründen. Dafür werden sicherlich ein paar langjährige Abos über die Klinge springen müssen. Kein Angst haben muss natürlich mein absoluter Lieblings-Podcast: CUTS - Der kritische Film-Podcast von und mit Christian Eichler. Ich habe schon immer viel zu Filmen gelesen und gehört, aber nichts davon hat