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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 178

Gesehen: Annabelle (2014)

Gesehen: Annabelle (2014)
(c) Warner Bros.

Es ist schon dreist zu glauben, sein Publikum mit nur einer wirklichen Idee abspeisen zu können – und dummdreist, wenn diese Idee „Hey, sind Puppen nicht creepy?“ ist. Das Stellen dieser Frage ist schon alles, was im Film passiert. Ein Ortswechsel und eine Geburt täuschen so etwas wie Progression oder Plot vor, doch letztlich drehen wir uns permanent im Kreis. Die Figuren haben keine wirklichen Träume, keinen Antrieb. Sie existieren einfach zwischen den Jump-Scares vor sich hin.

Die Verzahnung des Geschehens mit der von Charles Mansons Kult verübten Mordserie ist letztlich Augenwischerei. Letztlich beschwört der Film ein viel größeres Bedrohungsszenario gegen das konservative Bild der Kernfamilie herauf, zeichnet also die bilderbuchschöne Hausfrau mit ihrem Neugeborenen zu Hause mit dem auf die große Karriere zusteuernden Ehemann als Familienversorger und gemeinsamen Kirchenbesuchen als krönenden Wochenabschluss als Idealbild, das dunkle Mächte zerstören wollen.

Es ist ermüdend und ich verstehe nach wie vor den breiten Erfolg des Conjuring-Universums nicht.

★☆☆☆☆

US, R: John R. Leonetti, D: Annabelle Wallis, Ward Horton, Tony Amendola, Alfre Woodard, Trailer, Wikipedia
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Gesehen: The Return of Godzilla (1984)

Gesehen: The Return of Godzilla (1984)
(c) Toho Pictures

Mir hat der modernistische Drive dieses Films schon gefallen und auch die damit einhergehende Ausformulierung der Warnungen vor nuklearer Eskalation generell und im Kalten Krieg explizit. Gerade durch Hiroshima und Nagasaki hat die japanische Perspektive hier einen besonderen Stellenwert.

Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass dieser Film fast schon propagandistische Züge annimmt und bei dieser doch sehr selbstgefälligen Verurteilung der damaligen Sowjetunion und den USA bequemerweise ausgeblendet, dass die nukleare Bedrohung eben nicht nur durch die militärische Nutzung entsteht. Recht schnell kommt der Spin von den barbarischen Kriegstreibern jenseits der japanischen Inseln auf, während man sich selbst die Hände in wissenschaftlicher Reinheit wäscht.

Bei einem ganz grundlegenden Blick aufs Handwerkliche überzeugt die Rückkehr Godzillas auch nicht wirklich. Zu oft folgt der Film völlig hanebüchenen und an den Haaren herbeigezogenen Schlüssen, was den ganzen Film in der Gesamtbetrachtung auf mich doch unangemessen albern hat wirken lassen.

★★½☆☆

JP, R: Koji Hashimoto, D: Ken Tanaka, Yasuko Sawaguchi, Yōsuke Natsuki, Keiju Kobayashi, Shin Takuma, Eitarō Ozawa, Hiroshi Koizumi, Trailer, Wikipedia

„Strange New Worlds" ist das beste Star Trek seit TNG

„Strange New Worlds" ist das beste Star Trek seit TNG
(c) Paramount

Lange habe ich Star Trek: Strange New Worlds liegenlassen – ein Fehler, würde ich jetzt behaupten. Denn meiner Meinung nach ist das das beste Trek seit The Next Generation. Hier kommt das Beste aus so vielen Welten zusammen: das Crew-Feeling aus TOS und TNG, der dem kompletten Franchise zugrundeliegende Humanismus, die leichtfüßige Genrevielfalt eines Cowboy Bebop, das Wildwestige von Firefly und das etwas Rohdiamantige der Kirk-Ära. Fight me, I don't care! 🖖

Gesehen: Escape from the Planet of the Apes (1971)

Gesehen: Escape from the Planet of the Apes (1971)
(c) 20th Century Studio

Gefühlt hat dieser Film viel mehr Witz als die beiden Vorgänger. Diesen bringt er mir einem beachtlich soliden Gespür für Tempo, Timing und Pointen mit knackig auf den Punkt gebrachten Beobachtungen zum Menschen in Einklang. Als Spiegel zum ersten Teil arbeitet sich auch dieser Film innerhalb seines Anspruchs durchaus klug an der unendlichen Hybris und Dummheit des Menschen ab. Nur geht durch diese spiegelhafte Anordnung auch der doppelte Boden verloren, was den Film deutlich schneller, aber niemals bis ins Langweilige oder gar Unerträgliche hinein abnutzen lässt.

★★★½☆

US, R: Don Taylor, D: RoddyMc Dowall, Kim Hunter, Bradford Dillman. Natalie Trundy, Ricardo Montalban, Trailer, Wikipedia
Flucht vom Planet der Affen - Stream: Online anschauen
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So haben Nachrichtenagenturen Fotos vor dem Internet in den 1930ern verbreitet

So haben Nachrichtenagenturen Fotos vor dem Internet in den 1930ern verbreitet
(c) Charlie Dean Archives

Irgendwie habe ich mich schon immer gefragt, wie Nachrichtenagenturen früher™ eigentlich Bildmaterial verbreitet haben. Nur bin ich dem nie wirklich auf den Grund gegangen. Jetzt hat das Open Culture für mich übernommen und diese Kurzdoku von 1937 ausgegraben. Erinnert mich ein bisschen an 3D-Druck oder Beamen.

(via Open Culture)