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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 169

Gesehen: Boiling Point (2021)

Gesehen: Boiling Point (2021)
(c) Plaion Pictures

Natürlich ist es nicht die Küche, die der wahre Hexenkessel ist, sondern der Kapitalismus. Wenn das versprochene Produkt nur mit (Selbst-)Ausbeutung, zulasten persönlicher Beziehungen und regelmäßiger Grenzüberschreitung zu liefern ist und diese Mechanismen dazu noch glorifiziert, aber auch erwartet werden, dann können wir die Bude hier echt zumachen. Lediglich Christian Lindner und seine Zirkusgenoss*innen würden darin kein Problem sehen und mit debil grinsenden Clownsgesichtern den Laden krachend vor die Wand fahren.

BOILING POINT fährt für dieses Bild natürlich den perfekten Sturm auf, der ist der „echten“ Welt eher unwahrscheinlich scheint. Aber es ist dennoch unglaublich wahrhaftig gespielt

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Mein Medienmenü - Woche 17/2024 & Fallout

Mein Medienmenü - Woche 17/2024 & Fallout
(c) Bethesda Softworks

Wenn mich eine Sache über den üblichen Medienkonsum hinaus gefesselt hat, dann war es Fallout 4. Das hatte ich durch irgend ein Giveaway seit Ewigkeiten in meiner Library, aber bin zu meinen Zockerzeiten nie wirklich reingekommen. Und dann kam Amazons Serienadaption. Die habe ich geschaut und fand sie durch und durch mittelmäßig. Die wirklich überragende Ausstattung hilft eben nicht, wenn der Rest nicht mithalten kann. Aber die Serie hat, wie bei so vielen anderen auch, bei mir dazu geführt, mir das Spiel nochmal näher anzuschauen. Und was soll ich sagen, ich bin gehookt ☢️

Filme

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Kinotagebuch: Challengers (2024)

Kinotagebuch: Challengers (2024)

Erstmal finde ich, dass wir alle vor David Fincher auf die Knie fallen sollten, weil er es geschafft hat, Trent Reznor (und Atticus Ross) zu überreden, es doch noch einmal mit FilmMusik zu versuchen. Was die beiden hier abgeliefert haben, macht praktisch den halben Film aus. Es war für mich unmöglich, mich nicht von der Energie des treibenden Scores anstecken zu lassen.

Aber ich glaube, dass es auch an ein paar inszenatorischen (vielleicht gar nicht bewusst gewählten) Kniffen lag, die im Zusammenspiel mit dem elektrisierenden Synth-Pop ungefähr alle meine Gaming-Knöpfe gedrückt haben. Jedes Match, jede Unterhaltung, jeder Streit, jeder

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Gesehen: La Chimera (2023)

Gesehen: La Chimera (2023)
(c) Piffl Medien

Der ganze Vibe, die zeitweilige Dekonstruktion von Ort, Raum und Zeit hat mich im allerbesten Sinne oft an Angela Schanelecs MUSIC (2023) erinnert. Von dieser fantastischen Entrückheit habe ich mich gerne in Beschlag nehmen lassen – genauso wie von dem Sujet des Menschen, der irgendwo, irgendwann und irgendwie seinen Platz im Leben verloren hat, der mit dem Verlust zweier großer Lieben leben muss, der dem ewigen Fegefeuer gleich für immer mit diesem Ort verbunden sein wird, obwohl es dort nichts mehr gibt, dem er sich verbunden fühlen kann.

Davon abgesehen habe ich auch viel über das Erstarken des italienischen Postfaschismus nachdenken

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Gesehen: Le Samouraï (1967)

Gesehen: Le Samouraï (1967)
(c) WME Home Entertainment

Das ist einer dieser Filme, die ich einfach zum Niederknien toll finde. Alleine Alain Delon in der Hauptrolle, der er eine Unantastbarkeit irgendwo zwischen purer Arroganz und verführerischer Unwiderstehlichkeit verleiht, macht LE SAMOURAÏ zu einem Meisterwerk.

Obendrein gelingt Jean-Pierre Melville hier eine spannende und zugleich äußerst kluge Auseinandersetzung mit Einsamkeit, Vereinsamung und Anonymität in der Großstadt – ein Ort, durch den sich der Protagonist mit seinem perfekt geschnittenen Trenchcoat und überaus stilsichern Hut bewegt wie ein Hai durch sein Jagdrevier. Dort sollte er mit seinem Outfit eigentlich heraussTechen, aber die ökonomische Oberschicht, in deren Welt der Protagonist eindringt, nimmt ihn kaum

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Gesehen: Noah (2014)

Gesehen: Noah (2014)
(c) Paramount Pictures Deutschland

Ich weiß gar nicht so recht, wo Aronofsky mit diesem Film hinwollte. Das alles ist so erwartbar, so bieder inszeniert und irgendwie auch feige. Denn er verhält sich mit seiner Interpretation zu genau gar nichts, er scheint ohne eigenen Kommentar abzubilden. Und dann bleibt am Ende eben stehen, dass manche Menschen das Leben nicht verdient haben und deren Ermordung damit kein Problem darstellt, dass die hanebüchene Erbsünde verschiedene Gräueltaten rechtfertigt und so weiter und so fort. Dazu baut Aronofsky in keiner Art und Weise eine kritische Distanz auf oder lässt überhaupt so etwas wie eine Wertung durchscheinen.

Die einzigen

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