Skip to Content

Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 166

Gesehen: Sympathy for Mr. Vengeance (2002)

Gesehen: Sympathy for Mr. Vengeance (2002)
(c) capelight pictures

Mir hat die etwas gegen den Strich bürstende Inszenierung mit dem Hang zu ungewöhnlichen Bildern ziemlich gut gefallen. Park Chan-wook hat hier eine Bildsprache entwickelt, die einerseits der Schwere des Geschehens Ausdruck verleiht und andererseits die fast schon absurde Komik dieser drastischen Abwärtsspirale transportiert.

Er arbeitet sich gekonnt bis zu diesem Gefühl vor, wenn einem nur noch fassungsloses Lachen ob des grenzenlosen Zynismus des Universums übrig bleibt. Wenn etwas noch Schlimmeres passieren kann, wird es auch passieren. Das Universum ist ein mieser Verräter.

★★★½☆

KR, R: Park Chan-wook, D: Song Kang-ho, Shin Ha-kyun, Bae Doona, Trailer, Wikipedia
Sympathy for
Gesehen: Sympathy for Mr. Vengeance (2002) Read more

Gesehen: Lady Vengeance (2005)

Gesehen: Lady Vengeance (2005)
(c) capelight pictures

Ich liebe alles daran, wie Park Chan-wook mit dieser Frau eine jesusartige Figur zeichnet, deren reine Existenz bereits Ausdruck der Scheinheiligkeit einer vermeintlich auf christlichen Werten basierenden Gesellschaft ist. Sie ist die wandelnde Gelegenheit, sich die bluttriefenden Hände in Reinheit zu waschen, die eigene Schuld abzuladen. Sie gab ihr Menschsein auf, um den Menschen samt deren Sünden ein Ventil zu bieten.

Dieser Racheengel ist auf eine sehr tragische Art und Weise wunderschön. LADY VENGEANCE schlägt bei aller Drastik sehr elegante Töne an und verwandelt diesen Fiebertraum in eine anmutig poetische Inszenierung über Schuld, Gewissen, Erlösung, Vergebung und ewigen Schmerz.

Gesehen: Lady Vengeance (2005) Read more

Pokémon-Go-Vandalismus auf OpenStreetMap

Pokémon-Go-Vandalismus auf OpenStreetMap
(c) David Grandmougin / Unsplash

Ich mag diese abstrusen Auswüchse unserer digitalen Gesellschaft. Die OpenStreetMap muss gerade gegen Idioten ankämpfen, die verschiedene Landstriche zu Stränden und Küsten umdeklarieren. Der Grund: Offenbar bezieht Pokémon GO ein paar Daten aus der OSM und macht davon unter anderem abhängig, welche Pokémon bei der Spieler*in spawnen.

Die Nummer hat selbstverständlich auch ihre Schattenseiten, wie Emanuel Maiberg für 404 Media hervorhebt:

“Hello again, Thanks for your interest in OpenStreetMap,” an OpenStreetMap user who corrected dozens of these changes said in a comment on one of the fake beaches. “OpenStreetMap is a real map used by thousands of people everyday
Pokémon-Go-Vandalismus auf OpenStreetMap Read more

Gesehen: Beginning (2020) - Sektion des Autoritären

Den Film ausschließlich als bloße Kritik an den Zeugen Jehovas zu lesen, wäre viel zu kurz gegriffen.

Gesehen: Beginning (2020) - Sektion des Autoritären
Foto: Mubi

Das ist ein Film, der es sich und erst recht nicht seinem Publikum leicht macht. Das ausschließlich als bloße Kritik an den Zeugen Jehovas zu lesen, ist viel zu kurz gegriffen. Vielmehr kreist der Film um verschiedene, parallel zueinander existierende autoritäre bzw. repressive Machtsysteme herum, die irgendwie jede Faser der Zivilisation und des Menschen zu durchdringen scheinen.

Wo hat all das angefangen – im institutionalisierten Glauben, mit dem Patriarchat, durch politische Polarisierung oder im eigenen Elternhaus? Die Antwort ist wahrscheinlich ja zu allem. Vielleicht sind das aber auch gar nicht die Fragen, die wir uns stellen sollten. Vielleicht ist es

Gesehen: Beginning (2020) - Sektion des Autoritären Read more

Kendrick Lamar vs. Drake

Kendrick Lamar vs. Drake
(c) Giorgio Trovato / Unsplash

Ich habe keine Ahnung, um was es bei dem Beef zwischen Kendrick Lamar und Drake geht und ich habe auch keine Energie dafür, mir das anzulesen. Ich finde es nur unendlich lustig, dass einer der beiden Träger eines Pulitzer-Preises ist und sich trotzdem nicht zu schade für den Sandkasten ist.

Dir gefallen meine Texte? Dann gib mir doch einen Kaffee aus!
Kendrick Lamar vs. Drake Read more

Frankensteins neustes Projekt: Winamp

Frankensteins neustes Projekt: Winamp
(c) freestocks / Unsplash

Dass wirklich immer noch jemand diese Leiche fleddern muss, tut meinem Nerdherzen wirklich weh. Winamp war DER shit™. Und dann irgendwann halt nicht mehr.

Caschy schreibt drüben:

Man sei zuversichtlich und voll mobilisiert für den vollen Erfolg des Plans, der darauf abzielt, eine einzigartige Lösung für die Monetarisierungsprobleme von Künstlern anzubieten.

Wer aktuell auf die Plattform klickt, kann in der Sidebar den Menüpunkt „Nicht fungible Token“ ausfindig machen und das sagt eigentlich auch schon alles...

Ich empfehle stattdessen eine Tour durch das Winamp-Skin-Museum und es dann gut sein zu lassen.

Winamp: Neuer Player und Plattform-Start am 1. Juli
Es ist
Frankensteins neustes Projekt: Winamp Read more