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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 164

Apple schlägt die regelrecht kunstfeindliche Entlohnung von Kreativen vor

Apple schlägt die regelrecht kunstfeindliche Entlohnung von Kreativen vor
(c) Omar Rodriguez / Unsplash

Wir müssen uns nicht darüber unterhalten, dass riesigen Tech-Konzernen natürlich Kunst und Künstler*innen nicht am Herzen liegen, sondern einzig und allein Profit. Apple hat jüngst erst wieder mit einem ziemlich ignoranten Werbspot bewiesen, dass dem so ist.

Jetzt der nächste Beweis: Apple spielt offenbar ganz konkret mit dem Gedanken, Filme- und Serienmacher*innen, die für die hauseigene Streaming-Plattform produzieren, abhängig von Faktoren wie den wegen des Films/der Serie abgeschlossenen Abos oder Watchtime zu bezahlen.

Apple positioniert Apple TV+ seit jeher als ein Premium-Angebot, bei dem Klasse statt Masse zählt. Diese Pläne zeugen jedoch vom genauen Gegenteil. Wer Bezahlung

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Gesehen: Godzilla Minus One (2023)

Gesehen: Godzilla Minus One (2023)
(c) Peppermint, 24 Bilder

Komplett ohne Godzilla aufgewachsen und auch heute ohne besondere Verbindung zum nuklearen Waran muss ich sagen, dass GODZILLA MINUS ONE für mich der bisher rundeste Film rund um das Monster war. Der Film wartet mit gelungenen Variationen des klassischen Godzillas und GODZILLAs auf – sowohl thematisch als auch Musikalisch und visuell.

Überrascht hat mich, wie direkt und klar sich dieser Film mit den gesellschaftlichen und persönlichen Kriegstraumata auseinandersetzt. Klar haben das andere Godzillas auch schon getan, aber hier geschieht das in einer für mich neuen unerwarteten Klarheit, ohne dabei (im Rahmen des Unterhaltungskinos) zu dick aufzutragen.

Es geht um

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Mein Medienmenü - Woche 19/2024 & Hörbücher

Mein Medienmenü - Woche 19/2024 & Hörbücher
(c) Oscar Ivan Esquivel Arteaga / Unsplash

Endlich habe ich eine Lösung für ein aus der immer größer werdenden Bücher-Leseliste resultierendes Problem gefunden: Hörbücher! Und das geht nun so:

Was fiktionale Stoffe angeht, bin ich mit Hörbüchern auch nach mehreren Versuchen nie richtig warm geworden. Es hat mir einfach gefehlt, die Welten der Bücher vor meinem geistigen Auge selbst zu konstruieren. Das kann ich einfach nicht, wenn eine fremde Stimme vorliest.

Aber dass das bei Sachbüchern, für die das Bild vor dem geistigen Auge eher unerheblich ist, kein Problem ist, darauf bin ich irgendwie erst jetzt so richtig gekommen. Denn Sachbücher kann ich einfach wie Podcasts hören.

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Gesehen: Violent (2014)

Gesehen: Violent (2014)
(c) Under The Milky Way

VIOLENT vereinnahmt mit seiner melancholisch-nostalgischen Stimmung wirklich gekonnt und rahmt so berührend Momenten zwischen vermeintlich kindlicher bzw. jugendlicher Unschuld und den schmerzlichen Realitäten des Erwachsenwerdens von Verlusten und Ungerechtigkeiten, die in dieser Gesellschaft und auf diesem Planeten herrschen bis hin zu regelrechten Bedrohungen für die eigene körperliche und psychische Unversehrtheit.

Nichtsdestotrotz konnte ich mich gleichzeitig auch nie gänzlich des Eindrucks erwehren, hier in seiner Form doch auch ein bisschen affektierten Kitsch zu sehen. Der Film suhlt sich mitunter selbstgefällig in seiner pseudo-avantgardistischen Bildsprache und scheint so eine Komplexität vorzutäuschen, die einfach nicht gegeben ist. Es hätte dem Film besser

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Gesehen: Girls State (2024)

Gesehen: Girls State (2024)
(c) Apple TV+

Ich will hier gar nicht erst damit anfangen, die Vergleiche zu BOYS STATE zu ziehen. Denn das ist der maximal uninteressanteste Einfallswinkel für die Betrachtung von GIRLS STATE. Dem Film gelingen genug interessante und davon losgelöste Beobachtungen.

Ein großes übergeordnetes Thema sind sicherlich Rollenbilder, in die die jungen Frauen gezwungen werden, in die sie sich selbst zwingen oder denken zwingen zu müssen. Wenn Emily Worthmore, die sich um den Posten der Gouverneurin bewirbt, in Tränen ausbricht, weil sie am Buffet ihren Teller fallenlässt, dann ist das natürlich Ausdruck des immensen Drucks, unter dem sie steht – jedoch nicht (nur) innerhalb

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Plex mit kostenlosen Arthouse-Perlen

Plex mit kostenlosen Arthouse-Perlen
(c) Plex

Ich kannte das werbefinanzierte Streaming-Angebot von Plex zwar, aber habe es mir nie richtig angeschaut. Das war ein Fehler, wie ich gerade festelle. Ozu und Kurosawa sind zum Beispiel ganz gut vertreten. Oder für alle, die aufgrund der traurigen Nachrichten schauen wollen: elf Filme von Roger Corman.

Plex
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