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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 151

Gesehen: La mariée était en noir (1968)

Gesehen: La mariée était en noir (1968)
(c) Plaion Pictures

Jeanne Moreaus abschätzige, von Ekel durchzogene Blicke sind das Herz dieses Films. Denn eine Welt, in der Macker wie die Männer in diesem Film glauben, mit allem davonkommen zu können, über anderen Menschen zu stehen und Frauen seien ihr Spielzeug, könnte abgründiger kaum sein. Hell is empty, and all the devils are here.

Diese Typen hinterfragen nie ihre eigene Position, reflektieren nie ihr Handeln und überdenken nie getroffene Entscheidungen – ganz im Gegensatz zu Jeanne Moreaus Julie Kohler, die sich zwar auf einen moralisch verwerflichen Rachetripp begibt, sich dessen aber klar bewusst ist und letztlich auch Verantwortung für ihr Handeln

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Gesehen: Mothers' Instinct (2024)

Gesehen: Mothers' Instinct (2024)
(c) Amazon Studios

Wenn man sich für einen Moment die Haneke-Brille aufsetzt und das hier als Betrachtung von überwältigender Trauer als alles zersetzende Kraft und Kontrastmittel für all das Abgründige, das sich hinter der Fassade dieser spießbürgerlichen Vorstadtidylle verbirgt, versteht, dann hat man mit MOTHERS’ INSTINCT eine ganz passable Zeit.

★★★☆☆

BE/GB/US, R: Benoît Delhomme, D: Anne Hathaway, Jessica Chastain, Anders Danielsen Lie, Josh Charles, Trailer, Wikipedia
Mothers’ Instinct - Stream: Jetzt Film online anschauen
Gibt es Mothers’ Instinct auf Netflix, Prime Video, WOW und co? Jetzt online Stream finden!
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Dan Olsons Folding Ideas: „I Don't Know James Rolfe“

Dan Olsons Folding Ideas: „I Don't Know James Rolfe“
(c) Dan Olson, Folding Ideas

Alle paar Monate, wenn Dan Olson ein neues Video veröffentlicht, knallen bei mir die Sektkorken. Fast anderthalb Stunden lang seziert er in seinem neusten Werk den Angry Video Game Nerd. In meiner Internet-Sozialisierung hat der zwar keine Rolle gespielt, aber das spielt wiederum für dieses Video keine Rolle.

Denn der AVGN aka James Rolfe dient Olson nur als Türöffner für eine Betrachtung viel größerer Themen: Kultur und Kulturkritik auf Youtube bzw. im Internet, das Selbstverständnis der Kulturschaffenden und Creator*innen sowie die veränderte Rolle des Publikums.

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Gesehen: Taipei Story (1985)

Gesehen: Taipei Story (1985)
(c) Evergreen Film Company

Um genau diesen Moment in der Zeit nachvollziehen zu können, bin ich ein bisschen zu jung. Aber das Gefühl, um das Edward Yang hier immer und immer wieder kreist, steckt im Grunde genommen in jedem von uns. Denn wie begegnet man einer Welt, die immer größer wird, in der es immer weniger Grenzen gibt, in der sich alles immer schneller dreht, es keine Momente des Innehaltens mehr zu geben scheint? Wie schafft man Orte der Reflexion, während der Fahrtwind einem um die Ohren rauscht? Wie sollen bei diesem irren Tempo alte Wunden versorgt oder gar geheilt werden?

Die Frage

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Bernard Hoffmeister: Die Philosophie hinter Superhelden-Filmen

Bernard Hoffmeister: Die Philosophie hinter Superhelden-Filmen
(c) Jon Tyson / Unsplash

Netter Einwurf von Bernard Hoffmeister im Politischen Feuilleton auf Deutschlandfunk Kultur, der recht gelungen illustriert, aus welcher Perspektive ich in der Regel auf Filme (und Kunst generell) schaue.

Kein Filmgenre aus Hollywood hat in den vergangenen 20 Jahren so geboomt wie die Sagen der Comic-Superhelden. Urteile wie „hirnlose Action-Materialschlacht“ greifen zu kurz. Es geht vielfach um existenzielle Fragen.
„Superman“ bis „Avangers“: Superhelden-Filme und ihre Philosophie
Filme über Comic-Superhelden erlebten in den vergangenen 20 Jahren einen Boom - und viel Kritik. Doch: Es geht um Existenzielles wie den Glauben an das Gute.

Ein Film

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