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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 150

Gesehen: Perfect Days (2023)

Gesehen: Perfect Days (2023)
(c) DCM Film Distribution

Um mal direkt philosophisch zu werden: Ich habe sehr oft an Platons Höhlengleichnis denken müssen und PERFECT DAYS schließlich als Adaption des Konzepts gelesen. Hirayama betrachtet das vom Sonnenlicht durchfluteten Blätterwald verursachte Schattenspiel, sieht schemenhafte Reflexionen vorbeiziehender Menschen auf einer matten Metalloberfläche und glaubt, in diesen kleinen Details die Schönheit der Welt zu sehen und seinen inneren Frieden zu finden. Doch letztlich – und das lernt Hirayama – liegen die wahre Schönheit und der wahre Frieden darin, diese kleinen Momente mit anderen Menschen teilen zu können, sich verbunden zu fühlen und nicht in sich gefangen zu bleiben, gewissermaßen aus der Höhle der

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Gesehen: Perfume: The Story of a Murderer (2006)

Gesehen: Perfume: The Story of a Murderer (2006)
(c) Constantin Film

Ein Film, der sich permanent selbst im Weg steht…

…mit dem Irrglauben, dass Plot der interessante Kern von Das Parfum ist.

…mit einem lächerlichen Voiceover, das permanent Superlative behaupten muss, weil Tom Tykwer daran scheitert, sie filmisch greifbar zu machen.

…mit generell uninspirierter Inszenierung, die eigentlich nur einen einzigen wirklich filmischen Moment hat: die Orgie praktisch ganz zum Schluss.

★★☆☆☆

BE/FR/DE/ES/US, R: Tom Tykwer, D: Ben Whishaw, Alan Rickman, Rachel Hurd-Wood, Dustin Hoffman, Sian Thomas, Corinna Harfouch, Karoline Herfurth, Trailer, Wikipedia
Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders - Stream: Online
Wie man
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Gesehen: Sånger från andra våningen (2000)

Gesehen: Sånger från andra våningen (2000)
(c) SVT Drama, Easy Film, Nordisk Film & TV Fond, Roy Andersson Filmproduktion

Trotz seiner offenbar sehr tief sitzenden Misanthropie komme ich immer wieder gerne und mit Genuss zu Roy Andersson zurück – weil er so viele absurd komische Ideen hat und überaus clevere Bilder für die offenen Wunden der Gesellschaft findet, in die er erbarmungslos sein Salz streut.

„Das Leben ist ein Markt“, lässt Andersson eine seiner Figuren die ganze Misere auf den Punkt bringen. Wenn die oberste Maxime das Verkaufen – am besten immer mit einer extra Null hinten dran – ist, setzen unweigerlich Entfremdung und Entsolidarisierung ein. Arbeiter*innen treten beim Versuch, über Wasser zu bleiben, zunehmend nach unten, anstatt nach oben zu

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Mein Medienmenü - Woche 25/2024 & Entschleunigung

Mein Medienmenü - Woche 25/2024 & Entschleunigung
(c) Wouter De Praetere / Unsplash

Diese Liste ist ziemlich lang und deshalb habe ich mich dazu entschieden, nach der mit diesem Post beschlossenen Woche in der nun laufenden es medienmäßig so richtig langsam angehen zu lassen – inklusive diesem Post, der zwei Tage später als üblich erscheint. 🏝️

Filme

Serien

Bücher

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Die taz über Drop-Out Cinema: „Filme, die durchs Raster fallen“

Die taz über Drop-Out Cinema: „Filme, die durchs Raster fallen“
(c) Dop-Out Cinema

Martin Seng hat in der taz einen lesenswerten Abriss über Drop-Out Cinema, einen der sympathischsten Filmverleihe hierzlande, geschrieben.

Während im populären Kino noch immer die Su­per­hel­d:in­nen über die Leinwand fliegen, sucht man diese „Marvelisierung“, wie Tarantino sie einst nannte, bei Drop-Out Cinema vergebens. Seit zehn Jahren zeigt der Filmverleih, was anderswo kaum eine Bühne bekommt.
Filmverleih Drop-Out Cinema: Filme, die durchs Raster fallen
Der Filmverleih Drop-Out Cinema präsentiert linke, randständige Filme. Damit möchte der Gründer Jörg van Bebber zur politischen Arbeit aufrufen.
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Gesehen: One, Two, Three (1961)

Gesehen: One, Two, Three (1961)
(c) Plaion Pictures

Der Affenzahn, diese absolut irre Schlagzahl, in der man hier einen messerscharfen Gag nach dem anderen um die Ohren gehauen bekommt, das ist einfach beeindruckend. So viele sitzende Pointen am Stück bin ich einfach nicht gewohnt. Viele Filme versuchen mit einer Fülle an Gags zu überfluten. Aber da ist normalerweise sehr viel Schwund dabei. Nur hier sitzt einfach überdurchschnittlich viel.

Dazu kommt eine sehr treffsichere Analyse des Nachkriegsdeutschlands: wie die US-amerikanische Ausprägung des Kapitalismus einer Hälfte des Landes übergestülpt wurde und auch dadurch die Denazifizierung gescheitert ist und so viel alte Naziseilschaften überleben konnten – weil die fast schon religiöse

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