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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 114

Kinotagebuch: The Lord of the Rings: The War of the Rohirrim (2024)

Kinotagebuch: The Lord of the Rings: The War of the Rohirrim (2024)

Der Film stößt ziemlich schnell mit einigermaßen beeindruckender Härte vor den Kopf. Denn warum genau hier die handgezeichneten Figuren durch eine derart billig aussehende 3D-Welt, laut Credits aus der Unreal Engine gefallen, geschoben werden, erschließt sich mir aus ästhetischer Sicht überhaupt nicht. Wahrscheinlich hat es tatsächlich damit zu tun, dass es auch im finanziellen Sinne billig ist. Jedenfalls sieht dieser Film insgesamt schon ziemlich fürchterlich aus.

Ziemlich uninspiriert kam mir auch die Entscheidung vor, hier mit einer Emanzipationsgeschichte zu beginnen – jedenfalls in dieser erzählerisch abgegriffenen Art und auch im Mittelerde-Kontext nicht neu. Das lässt die Figuren und vor allem

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Gesehen: Battle Royale (2000)

Gesehen: Battle Royale (2000)
(c) capelight pictures

Diese gesamte Anordnung des BR wirkt wie eine in nicht ganz so weiter Ferne liegende Idee eines gewissen CL. Letztlich dröhnt die neoliberale Ideologie aus einem kaum ausgeschmückten Hintergrund doch unüberhörbar in den Film hinein. Schuld sind ganz sicherlich nie die in Macht und Verantwortung stehenden Menschen.

Schuld sind immer die Arbeiter*innen, die einfach nicht hart genug gearbeitet haben, um die Luxusjacht der herrschenden Klasse über Wasser zu halten. Die faule Jugend, die Moral und gesellschaftliche Zukunft vor die Wand fährt. Deshalb ist es ja nur folgerichtig, dieses Pack sich gegenseitig abschlachten zu lassen. Und wer in diesen Strukturen

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UberBlogr ist dreistellig!

UberBlogr ist dreistellig!
(c) Duman Photography / Unsplash

Seit etwas mehr als einem halben Jahr ist mein kleines Blog hier Mitglied beim von Thomas initiierten Webring namens UberBlogr.

Damals schrieb ich:

Seit geraumer Zeit schreibe ich wieder hier vermehrt auf meiner eigenen Seite ins Internet. Die Implosion von Twitter hat mich zurück zum Gedanken, seine eigener Herr auf der eigenen Plattform zu sein, gebracht. Viele andere Mensch machen das ebenfalls wieder oder haben nie damit aufgehört.

Daran hat sich eigentlich nicht viel geändert – nur die Zahl von Menschen, die mittlerweile Teil des Webrings sind. 101 Blogger*innen sind es in dem Moment, in dem ich diese Zeilen tippe.

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Gesehen: Annabelle Comes Home (2019)

Gesehen: Annabelle Comes Home (2019)
(c) Warner Bros. Entertainment

Immerhin lässt sich sagen, dass das dritte Kapitel des „Annabelle"-Buchs etwas versucht – nämlich Schocks und Terror zurückzufahren, sich auf die ruhigen Momente zu besinnen. Denn Jump-Scares und Co. haben bisher nicht nur die beiden Vorgänger, sondern auch das gesamte restliche „Conjuring"-Universum regelrecht unter sich begraben.

Aber das hat es auch gebraucht, weil die Filme allesamt dabei versagen, wirkliche Horror-Momente zu erzeugen. Viel mehr als schemenhafte Figuren, die im Hintergrund durch den Flur schlurfen, ist da nämlich abseits der Taschenspieler-Schreckmomente nicht.

Und genau da liegt auch das gravierendste Problem dieses Films. Der inszenatorische Verzicht auf der einen

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Gesehen: Bis ans Ende der Nacht (2023)

Gesehen: Bis ans Ende der Nacht (2023)
(c) Grandfilm

Der deutsche Gegenwartskrimi weiß dank Christoph Hochhäusler doch noch zu überraschen – nämlich fast schon alleine wegen des gelungenen Versuchs, einen Film in unserer Gegenwart und nicht über unsere Gegenwart zu erzählen.

Die Protagonistin ist eine trans Frau. Auch das ist ein Thema des Films. Aber nicht Dreh- und Angelpunkt. Trotzdem verschließt der Film nicht die Augen davor, dass die reine Existenz dieses Menschen innerhalb dieses Milieus voller toxischer Testosteronbolzen für transphobe Ausbrüche sorgt. Es werden in kondensierter Form Konflikte verhandelt, die gegenwärtiger kaum sein könnten.

Letztlich geht es jedoch um das Auseinanderdröseln eines Geflechts aus Abhängigkeitsverhältnissen, Liebe, roher

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Gesehen: The Dead Don't Hurt (2023)

Gesehen: The Dead Don't Hurt (2023)
(c) Alamode Film

Ich stehe ja auf Filme, bei denen die Macher*innen genau wissen, was ihr Drehbuch vermag und was ihre inszenatorischen Fähigkeiten hergeben. Wo sich eben nicht über die Grenzen hinweg dilettiert wird und das dann auch noch versucht wird, mit irgendwelchen Taschenspielertricks zu vertuschen. Viggo Mortensen ist sich seiner selbst und seines Films sehr genau bewusst und deshalb tiefenentspannt in sich ruhend.

Und diese Ruhe resoniert einfach extrem gut mit der Geschichte und ihren Figuren. So wird hier sehr entschleunigt nachgedacht über Recht, Gerechtigkeit und wo in diesem Venn-Diagramm das Richtige™ zu verorten ist. Wie tut man das Richtige – und

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