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André Pitz

Leipzig, Germany

journalist by trade, cinephile at heart

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Posts by André Pitz

Fictional Brands Archive: Fiktionalen Marken wissenschaftlich begegnet

Fictional Brands Archive: Fiktionalen Marken wissenschaftlich begegnet
(c) Fictional Brands Archive
Fictional Brands Archive is a collection of many fictional brands found in films, series and video Games. It is structured according to the principles of brand design and aims to provide a comprehensive view of each fictional brand, framing them in their own fictional context and documenting their use and execution in the source work.

Coole Sammlung von derzeit 135 fiktionalen Marken aus Filmen, Serien und Games. Besonders interessant ist die Möglichkeit, bestimmte Marken über verschiedene Medien- und ihre unterschiedlichen Darstellungsformen hinweg zu verfolgen. Dazu gibt es viel Hintergrund, umfassendes Bildmaterial und Einblick in den wissenschaftlichen Hintergrund des ganzen Projekts, das als Zusammenfassung einer Masterarbeit dient.. Super, noch ein Kaninchenbau, in dem ich mich verirren kann.

(Direktlink via Open Culture)

Rodrigo Prieto erklärt, wie er als Cinematographer Geschichten erzählt

Rodrigo Prieto erklärt, wie er als Cinematographer Geschichten erzählt
(c) Kevin Payravi unter CC BY-SA 4.0
Rodrigo Prieto is the cinematographer of two of last year's most celebrated films: Barbie and Killers of the Flower Moon, for which he is Oscar-nominated. Rodrigo talks with Marc about finding the right look for multiple Martin Scorsese movies as well as his strategy for achieving what Greta Gerwig called "artificial authenticity." They also talk about Rodrigo's work with Spike Lee, Alejandro González Iñárritu, Ang Lee, Julie Taymor, Oliver Stone, Cameron Crowe, Pedro Almodóvar, and Ben Affleck, his visual contributions to films like Babel, Frida, Brokeback Mountain, and Argo, as well as his own film which he just directed.

Ist noch von vor den Oscars, aber ich bin jetzt erst dazu gekommen, diese Episode mit dem Cinematographer Rodrigo Prieto zu hören. Von mir aus hätte es stundenlang so weitergehen können. Ich finde es wahnsinnig interessant von einem Meister seines Fachs erklärt zu bekommen, wie man über die Wahl von Linsen, Farben, Filmmaterialien usw. einen essenziellen Teil der Geschichte miterzählt.

Gesehen: The Human Voice (2020)

Gesehen: The Human Voice (2020)
(c) Arthaus

Eine stilbewusste Auseinandersetzung mit den Untiefen und Unwägbarkeiten der zwischenmenschlichen Kommunikation hat Pedro Almodóvar hier geschaffen. Er denkt über unser Miteinander in einer Zeit nach, in der große Teile unserer Kommunikation fragmentarisch und asynchron verläuft. Die Frage ist, ob durch die fehlende Unmittelbarkeit wirklich etwas fundamental aus den Fugen gerät. Almodóvar scheint hier diesem Problem durch das Infragestellen von Räumen und Realität Ausdruck zu verleihen.

ES/US, R: Pedro Almodóvar, D: Tilda Swinton, Trailer, Wikipedia
The Human Voice - Stream: Jetzt Film online anschauen
Finde heraus, wie und wo du “The Human Voice” heute auf Netflix und Prime Video sehen kannst – einschließlich kostenloser Optionen.

Rachel Sennott used to be funny

Rachel Sennott used to be funny
(c) Barn 12, Crave

Rachel Sennott scheint, was Filme angeht, wirklich nichts falsch machen zu können: SHIVA BABY, BODIES BODIES BODIES, BOTTOMS und jetzt I USED TO BE FUNNY. Auch das sieht nach einer gelungen Mischung von derbem Humor und emotionalem Tiefgang aus. Hab ich Bock drauf!

„Condé Nast Purgatory“

„Condé Nast Purgatory“
(c) Yaopey Yong / Unsplash

Absolut widerlich, wie Condé Nast hier offenbar mit Redakteur*innen umgegangen ist, deren Entlassungen schon monatelang feststanden. Während die Gewerkschaft noch mit dem Konzern über die Kündigungsbedingungen verhandelt, hat der Verlag laut Hollywood Reporter rund 100 Mitarbeiter*innen in eine sogenannte central editorial group überführt, in der sie dann völlig sinnbefreite Arbeiten erledigen mussten.

It was awkward enough for employees on the list to remain at the company for months. And then there were the new tasks they were assigned: According to group members who spoke with The Hollywood Reporter, work for some has consisted of writing summaries of Condé Nast’s previous coverage of various topics and “cultural significance profiles” of public figures; on the video side, it’s involved identifying favorable time stamps in past events coverage for sizzle reels. “It’s so weird. I can’t emphasize enough how weird it is,” says former GQ articles editor Chris Gayomali. He calls his state over the last few months a “purgatory.”

Heißt: Man hat monatelang einen Haufen Menschen mit Vollzeitgehalt aufs Abstellgleis geschoben. Etwas anders als absichtliches Zermürben von Menschen, die sich gewerkschaftlich organisieren und ihre Arbeitnehmer*innenrechte wahrnehmen, kann das meiner Meinung nach doch gar nicht sein.

Condé Nast Purgatory: Dozens of Staffers Marked for Layoffs Bide Time at “Central Editorial Group”
While their union negotiates with top execs about the scale and terms of layoffs, employees who had been working at GQ, Vanity Fair and Bon Appétit have been consigned to a unit that, sources say, mainly includes busy work.

Gesehen: Das Millionenspiel (1970)

Gesehen: Das Millionenspiel (1970)
(c) WDR

Eine schmissige Geschichte sowohl über: Sensationslust, Gier und Hybris des Menschen. Wie Medienkonzerne nicht nur im aufmerksamkeitsökonomischen, sondern auch im monetären Sinne skrupellos Kapital daraus schlagen. Den aus sozialer Ungleichheit heraus entstehenden ökonomischen Druck, der Menschen dazu bewegt, sich für die Chance auf eine Million Mark in Lebensgefahr zu begeben. (Unterstrichen von der Tatsache, dass sich nach Ausstrahlung des Films tatsächlich Menschen beim Ersten meldeten, weil sie die Show für echt hielten und selbst teilnehmen wollten.)

Der Film kann sich zwar bis zum Schluss nie richtig entscheiden, ob er Mediensatire oder Medienkunst sein will, trifft aber nichtsdestotrotz unheimlich präzise Voraussagen: Die Nähe zwischen Medien und Gegenstand der Berichterstattung, die 18 Jahre später bei der Geiselnahme von Gladbeck für eines der dunkelsten Nachkriegskapitel Mediendeutschlands sorgte. Reality-„Stars“, die von Format zu Format durchgereicht werden. Die vermeintliche Unterhaltungslosigkeit von Hochkultur, was unterm Strich nur Nährboden für antiintelektuellen Trash ist.

Einen leicht bitteren Nachgeschmack hinterlässt die Tatsache, dass diese selbstausgewiesene Mediensatire erheblich an Selbstkritik spart und letztlich von einem sehr hohen Ross herunter mit dem Finger auf den Privatrundfunk zeigt.

★★★½☆

DE, R: Tom Toelle, D: Jörg Pleva, Dieter Thomas Heck, Friedrich Schütter, Dieter Hallervorden, Theo Fink, Josef Fröhlich, Trailer, Wikipedia
Das Millionenspiel - Stream: Jetzt Film online anschauen
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