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FR/GB/US · R: Olivier Assayas · D: Paul Dano, Jude Law, Alicia Vikander, Tom Sturridge, Jeffrey Wright, Will Keen · Trailer · Letterboxd · IMDb · JustWatch · Wikipedia

Wie Kunst und Politik hier miteinander zu einem Machtporträt verschränkt werden, hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Politik (im Sinne von Herrschaft) als Ergebnis von Kunst plus Macht zu inszenieren, ergibt für mich ein ziemlich interessantes Spannungsfeld und eine gelungene Reibungsfläche.

Noch vor der ersten Szene macht der Film über eine Texteinblendung klar: Das hier präsentierte gesprochene Wort ist Fiktion. Damit bedient sich der Film selbst aus demselben künstlerischen Werkzeugkasten wie die Subjekte in seinem Zentrum und zieht eine im besten Sinne irritierende Abstraktionsebene zusätzlich ein.

Nur die Kapitelstruktur läuft sich, vor allem im letzten Drittel des Films, etwas tot. Es fühlt sich dann nämlich zunehmend einfach nur noch an wie das Abhaken einer Liste à la „Wir brauchen noch das und dies und jenes“ aus falschem Pflichtbewusstsein.

★★★½☆