Zeigt natürlich vor allem, wie Geschichte alleine durch Perspektive geschrieben wird. Die Geschichte der USA durch die Linse von Henry Fonda, seiner Filme und seines politischen Engagements ist – so progressiv, so links, so antirepublikanisch sie auch sein mag – immer noch die eines enorm privilegierten weißen Mannes. Das nicht aufzubrechen, ist nicht etwa Alexander Horwaths Unvermögen zuzuschreiben, sondern fühlt sich nach einer bewussten Entscheidung an.
So wird innerhalb der drei Stunden immer klarer, wie sich politische sowie gesellschaftliche Verhältnisse und die in deren Kontext geschaffene Kunst einander bedingen. Wie Kunst die Verhältnisse nicht nur infrage stellt, sondern sie in gewissem Maße immer auch spiegelt und damit fortschreibt. Die Form, die sich daraus ergebende narrative Struktur wird somit Teil einer streng implizit geführten Kritik.
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