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Filme & Serien

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Posts tagged with Filme & Serien

Erster Trailer zu Jonathan Glazers „The Zone of Interest“

Seit seiner Premiere in Cannes im Mai kann ich Jonathan Glazers neuen Film THE ZONE OF INTEREST kaum noch abwarten. Jetzt gibt es auch endlich einen ersten Trailer, der nun ein paar Bilder unter die vielen Texte, die ich bereits zu dem Film gelesen habe, legt. Auf dem Papier spricht viel dafür, dass das eine wahnsinnig intensive Erfahrung wird: Jonathan Glazer (Regie), Sandra Hüller (Hauptrolle) und Mica Levi (Musik). Aktuelles Startdatum in den deutschen Kinos ist der 29. Februar 2024.

Gesehen: Slow Horses (Staffel 1)

Gesehen: Slow Horses (Staffel 1)
(c) Apple TV+

Gerade habe ich bei Apple TV+ die erste Staffel von Slow Horses mit Gary Oldman fertiggeschaut und bin davon total angetan. Die Serie hat etwas von John le Carré, ohne sich dabei zu ernst zu nehmen. Mir scheint, als ob das – Cast mit einbezogen – genau das ist, was dem Agenten-/Spionage-Thriller aktuell fehlt. Darüber hinaus kann ich nur applaudieren, wie sich die erste Staffel konsequent rechtsextremistischem Inlandsterrorismus widmet und erst gar keinen Nährboden für Alte und Neue Rechte bietet. Bin gespannt, was Staffel 2 kann!

Slow Horses - Ein Fall für Jackson Lamb - Stream online
Wie man “Slow Horses - Ein Fall für Jackson Lamb” auf Netflix und anderen Streaming-Diensten ansehen kann – einschließlich kostenloser Optionen.

Vox: How streaming caused the TV writers strike

Die (Video-)Explainer von Vox sind immer einen Blick wert – sowohl aus inhaltlichen als auch aus rein ästhetischen Gründen. Hier wird erklärt, warum in den USA gerade die Autor*innen von Filmen und Serien – aus meiner Sicht absolut zu Recht – streiken: Die großen Streaming-Anbieter beuten skrupellos aus, um Massenware zu produzieren. Von mir aus kann das alles abgefackelt werden. Was sich zuerst als Eldorado für Qualitätsinhalte präsentierte, verkommt immer und immer mehr zu einer Kohorte von turboklapitalistischen Content™-Farmen.

Ich liebe einfach alles (am Outro) von Star Trek: Picard Staffel 3

Star Trek: Picard ist wirklich keine gute Serie, so sehr man es auch drehen und wenden mag. Aber immerhin scheinen sich das die Showrunner vor dem Finale auch eingestanden zu haben. Denn Staffel 3 wirft nahezu jeden Balast der 20 vorangegangenen Episoden ab. Gut sind die letzten zehn Folgen dadurch trotzdem nicht geworden. Denn das nun noch unverhohlenere Spielen auf der Klaviatur der Nostalgie kann nicht über grundlegende Schwächen hinwegtäuschen. Aber was soll ich als von klein auf devoter TNG-Jünger dagegen sagen? Diese Crew ist nunmal meine Crew. Ich meine außerdem: Wer kann dieses Outro nicht ohne gänsehautigste Gänsehaut in Dauerschleife durchlaufen lassen?

Gesehen (und gehasst): Der Schwarm (Miniserie)

Gesehen (und gehasst): Der Schwarm (Miniserie)
Bild: ZDF, Beta Film
DE/BE/AT/FR/IT/JP/SE/CH · D: Alexander Karim, Cécile de France, Leonie Benesch, Barbara Sukowa, Joshua Odjick, Krista Kosonen, Takuya Kimura, Sharon Duncan-Brewster, Rosabell Laurenti Sellers, Oliver Masucci, Klaas Heufer-Umlauf · Trailer · IMDb · JustWatch · Wikipedia

Normalerweise schreibe ich keine Serienkritiken. Nicht einmal kurze. Also außer, ich werde dafür bezahlt. Strengt mich einfach zu sehr an. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, mir zu diesem Desaster ein paar Worte ins Blog kleben zu müssen.

Frank Schätzing, Autor der Romanvorlage, hat – gelinde gesagt – nicht sonderlich viel übrig für die internationale Serienadaption. Wirklich bis ins Detail habe ich aber keines seiner zahlreichen Interviews gelesen. Denn als Schöpfer der Vorlage ist er viel zu nah dran am Stoff, gehörte ursprünglich auch mal zu den Produzentinnen der Serie. Und die Ausdeutung eines Werks durch die Schöpferin interessiert mich einfach null. Die Deutungshoheit liegt immer beim Publikum.

Und was ich habe gedeutet... Um abzuschätzen, ob Der Schwarm eine Empfehlung für drüben sein könnte, habe ich die ersten drei Episoden direkt nach Erscheinen in der Mediathek angeschaut. Schon damals™ habe ich ein paar Zeilen ins Redaktions-Slack geschrieben, die nun auch nach Sichtung der restlichen Episoden getrost so stehen bleiben können:

Also ganz ehrlich, diese Serie ist – und ich habe mir jetzt alle drei schon verfügbaren Episoden angeschaut – ein absolutes Armutszeugnis. Das läuft wirklich auf einem inszenatorischen Niveau des Bergdoktors ab. Und das meine ich nicht sarkastisch. Meine Oma war Fan und ich saß bei genug Folgen mit vorm Fernseher. Das ist visuell alles so wahnsinnig bieder und es passiert rein gar nichts, ohne dass es sich zwei Figuren gegenseitig erzählen.

Ich teile deine Meinung, dass die Serie alleine durch die Vorlage und die Dimension der Produktion schon eine gewisse Relevanz mit sich bringt. Aber das ist wirklich Fernsehen für Teilnahmslose, nach dem ohne den dicken Namen kein Hahn krähen würde.