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Filme & Serien

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Posts tagged with Filme & Serien

Warum die Lust an der Gewalt? (Neues von Contrapoints)

Die Durststrecke hat praktisch ein ganzes Jahr angedauert, aber nun hat uns Natalie Wynn endlich wieder mit einem neuen Video bedacht! Entlang der SAW-Filmreihe setzt sie sich über anderthalb Stunden hinweg mit der filmischen Inszenierung von Gewalt auseinander und fragt sich, warum wir als Publikum bestimmte Gewalt abstoßend, andere anziehend oder gar befriedigend finden.

Das Essay funktioniert natürlich auch, wenn man keinen einzigen SAW gesehen hat. Ich zum Beispiel habe mir das – und anderen Torture-Porn – bisher nicht angetan und plane es eigentlich auch nicht. Mir erschien die Gewalt in der Reihe von außen betrachtet immer sehr beliebig, zynisch und eben auch grotesk und schlicht eklig.

Meine 20 Lieblingsfilme in 2025

Gratulation an die zweifache Leonie Benesch!

Meine 20 Lieblingsfilme in 2025

Zwölf von 20 Filmen konnte ich im Kino sehen. (Mein gesamtes Kinojahr habe ich hier abgelegt.) Ein bisschen für mich (wieder)entdeckt habe ich die Sondervorführungen inklusive Filmgesprächen mit den Macher*innen. So konnte ich dieses Jahr Fragen loswerden an: Mascha Schilinski, Burhan Qurbani und Julian Radlmeier.

Wieder hat es ein Dokumentarfilm auf die Liste geschafft, den ich beim DOK Leipzig gesehen habe.

Ein Filmland, das ich mir erst dieses Jahr zum ersten Mal richtig bewusst erschlossen habe, ist Georgien.

Drei zentrale Erkenntnisse meines Filmjahres habe ich drüben bei Kino-Zeit aufgeschrieben. Dort durfte ich auch das Scheinwerferlicht auf NICKEL BOYS richten, der aus deutscher Perspektive leider unter ferner liefen im Streaming abgeladen wurde.

(Meine Lieblinge des Jahres mit Premiere in 2025 oder deutschem Release in 2025 und/oder auch in 2025 gesehen – in alphabetischer Reihenfolge nach internationalem Titel.)

Kinotagebuch: Alpha (2025) - Unsicherheit hat Tradition
Es ist dann doch etwas mehr, als „nur” eine tonnenschwere AIDS- und Corona-Metapher
Gesehen: April (2024) - Bilder wie ein Gefängnis
Formal meister*innenhaft und auf jeden Fall jetzt schon einer meiner Filme des Jahres!
Kinotagebuch: The Brutalist (2024)
Brady Corbet hat hier wirklich eine epische Sinfonie komponiert, orchestriert und dirigiert. Diese brachial-opulenten Bilder verkommen nie zum Selbstzweck, sondern stehen immer konsequent im Dienst von Corbets Figuren. Diese Figuren fühlen mehr als wir alle – größeren Schmerz, feurigere Leidenschaft, wärmere Liebe, brennendere Wut, tiefere Trauer. Die filmischen Einflüsse sind dabei
Gesehen: The Girl with the Needle (2024)
Ein Film über das Schweigen. Ein Mädchen, das ihren Unmut gegenüber ihrer Mutter kundtut und von ihr daraufhin so hart ins Gesicht geschlagen wird, dass sie blutet. Aber sie gibt keinen Laut von sich. Vielleicht weil sie weiß, dass ihr dann eine noch viel brutalere Strafe droht. Das ist jedoch
Gesehen: Grand Theft Hamlet (2024)
Aus unendlich vielen Gründen ist das ein ganz besonderes Zeitdokument und interessant. Für mich spannend zu sehen war diese Welt von GTA Online, die mit den Versprechen lockt, jede*r sein und alles tun zu können. Und doch entscheiden sich die Menschen dazu, zu sein und zu tun was sie
Gesehen: Grand Tour (2024) - Unendlicher Walzer
Groteske meets Epik
Kinotagebuch: Kontinental ’25 (2025) - Form follows function
Radu Jude nimmt stellenweise so viel Tempo aus dem Film, dass es unangenehm wird
Kinotagebuch: Heldin (2025) - Michael Mann im Spital
Aus vielerlei Gründen hat Petra Volpe hier ganz großes und großartiges Kino vollbracht. Was alles zusammenbindet, ist die Form. Fast alle Shots sind nicht nur auf die von Leonie Benesch gespielte Protagonistin Floria gerichtet, sie sind dazu noch auf Augenhöhe. Die Kamera geht mit Floria in die Hocke und kommt
A review of L’Éclipse de la Lune Rouge (2025)
Ein extrem berührender Film, der sich entfaltet wie eine Kartografie. Es ist die Kartografierung eines Menschen, einer Frau, einer Mutter, und ein Versuch zu verstehen, was diese Rollen auf unserem Planeten, in unserer Welt bedeuten. Die zahlreichen Naturaufnahmen in diesem Film sind nicht nur ein ästhetischer Hochgenuss. Sie sind Dokument einer Filmemacherin, die die Weite sucht, um Raum zum Denken und Fühlen zu haben, um zu verstehen – ein bisschen also wie ihre Mutter, die einst aus einer ähnlichen Motivation heraus durch die Welt reiste, um von anderen Menschen zu lernen und zu verstehen, warum Menschen so sind, wie sie
Gesehen: Maria (2024) - Barocke Konsequenz
Pablo Larraín schafft mit MARIA das, was bei SPENCER noch nicht ganz aufgegangen ist.
Kinotagebuch: The Mastermind (2025) - Kluger Verzicht
Kelly Reichardt bringt uns gekonnt zum Stolpern
Kinotagebuch: Miroirs No. 3 (2025) - Echo des Schmerzes
Christian Petzold inszeniert eine in tausend Teilen zersprungene Vase und die Frage, wie die wieder zusammenzusetzen ist.
Gesehen: Nickel Boys (2024)
Am Anfang war ich doch sehr ratlos, was mir der Film mit der mit diesen kompromisslosen POV-Shots zu vermitteln versucht. Dass das etwas à la „Durch die Egoperspektive kann die Lebenswirklichkeit Schwarzer Menschen auch für Nicht-Schwarze Menschen erfahrbar gemacht werden” werden sollte, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Kinotagebuch: Sehnsucht in Sangerhausen (2025) - Bresson, Kiarostami, Novalis, Radlmeier
Ein Film voller Zitate und doch geprägt von einer eigenen Handschrift
Kinotagebuch: Queer (2024)
(Ich habe die Romanvorlage nicht gelesen und mein einziges Hintergrundwissen ist, dass sie existiert. Deshalb sehe ich zwar die vielen Kritikpunkte an Luca Guadagninos Interpretation, habe aber für mich einen davon losgelösten Zugang zum Film gefunden.) Eine faszinierend gute Erfahrung ist dieser Stil- und Motivmix aus Terry Gilliams FEAR AND
Gesehen: September 5 (2024) – Die Regeln des Spiels
Die Versuchung muss verdammt hoch gewesen sein, diesen Film mit Journalist:innen-Pathos unter sich zu begraben. Aber nein, hier wird nicht hochtrabend über die Bedeutsamkeit der vierten Gewalt schwadroniert. Hier erklären die Taten das Selbstverständnis dieser Journalist:innen. Jeder vermeintlichen Pathos-Rampe wird im letzten Moment ausgewichen, weil immer und immer
Gesehen: The Shrouds (2024) - Trauer im Plattformkapitalismus
Der Schmerz wechselt in der Intensität, wechselt die Form, aber er bleibt.
Kinotagebuch: In die Sonne schauen (2025) - Sehen und gesehen werden
Mascha Schilinskis zum deutschen Oscarbeitrag gewordener Film ist eindrücklich inszeniert und bewegt sich bei Subtext wie Motiven in ähnlichem Fahrwasser wie etwa Céline Sciammas PORTRAIT OF A LADY ON FIRE.
Kinotagebuch: Yes (2025) - Überwältigungskino
Nadav Lapid hadert – mit seinem Geburtsland Israel, den Folgen des 7. Oktober 2023 und irgendwie auch mit der Liebe.

Feature: Antipsychiatrie und das Kuckucksnest

Feature: Antipsychiatrie und das Kuckucksnest
Foto: Sam Moghadam / Unsplash

Schönes Feature von Michael und Luis Kilian Marek über die Antipsychiatrie-Bewegung und die Reformen der psychiatrischen Medizin, aufgehängt an Miloš Formans ONE FLEW OVER THE CUCKOO’S NEST, zu hören bei den Zeitfragen im Deutschlandfunk Kultur.

Lobotomie als Symbol psychiatrischer Kontrolle: Der Filmklassiker „Einer flog über das Kuckucksnest“ machte diese Praxis sichtbar und prägte das Bild der Psychiatrie. Die Antipsychiatriebewegung forderte offene Kliniken und Therapie statt Zwang.
Psychiatrie im Film: „Einer flog über das Kuckucksnest“ und die Kritik an Zwangsmaßnahmen
Lobotomie als Symbol psychiatrischer Kontrolle: Formans Film „Einer flog über das Kuckucksnest“ prägte das Bild von Zwang und Antipsychiatrie.

„Players": Follow-up zu „American Vandal" komplett kostenlos und in voller Länge auf Youtube

Zehn Episoden hinter den Kulissen eines „League of Legends"-Teams

„Players": Follow-up zu „American Vandal" komplett kostenlos und in voller Länge auf Youtube
Foto: CBS Studios

Die True-Crime-Satire American Vandal gehört zu den cleversten Versuchen, das Genre nicht nur auf die Schippe zu nehmen, sondern nach allen Regeln der Kunst zu zerlegen – in vollem Bewusstsein und Wissen darüber, welche medialen Mechanismen greifen. Die Serie zeigt mit ihren beiden Staffeln also nicht nur plump mit dem Finger auf ein vages Konzept, sondern durchdringt jede einzelne Faser.

Nach Staffel 2 war 2018 jedoch erst mal Schluss. Dass die beiden Macher, Tony Yacenda und Dan Perrault, schon 2022 mit Players ein neues Serienprojekt umgesetzt haben, ist total an mir vorbeigegangen. Wikipedia sagt, die zehn Episoden wurden zuerst bei Paramount+ veröffentlicht. Beim deutschen Angebot ist es derzeit jedenfalls nicht zu finden. Dafür aber in kompletter Länge und höchstoffiziell bei Funny or Die auf Youtube.

Players is a comedic documentary-style series that follows a fictional pro “League of Legends” esports team as they pursue their first championship after years of close calls and heartache. To win it all, they will need their prodigy, a 17-year-old rookie, and their 27-year-old veteran to put their egos aside and work together.

Mir hat total gefallen, wie Yacenda und Perrault hier zwar einerseits die komplett offensichtlichen Absurditäten der E-Sport-Welt durch den Kakao ziehen, andererseits aber offenkundig selbst tief in dieser Welt stecken und sie komplett ernst nehmen.

Kostenloses Filmangebot startet auf Youtube und ich habe ALLE Trüffel herausgesucht!

SEO-Juice und Mehrwert \o/ 🍿

Kostenloses Filmangebot startet auf Youtube und ich habe ALLE Trüffel herausgesucht!
Foto: Sean Benesh / Unsplash

Bei Youtube gibt's jetzt auch werbefinanziertes Filmfutter.

Wie die Plattform heute mitteilte, stehen dort zu Beginn Filme von NBC Universal, Paramount und Lionsgate sowie von europäischen & deutschen Partnern wie Wild Bunch Germany, Splendid Film, Tiberius Film, Vuelta, Beta Film, One Gate Media, Daredo und Kontor New Media bereit.
YouTube startet kostenloses Filmangebot
Bei YouTube sind in Deutschland und UK ab sofort Spielfilme kostenlos mit Werbung verfügbar. Darüber hinaus startet YouTube das neue Format „Shows“, dass es Medienhäusern und Creatoren, Serieninhalte in Staffeln und Episoden zu strukturieren.

Wie üblich ist da erst mal jede Menge Schund dabei. Ich habe aber trotzdem mal die gesamte Liste durchgescrollt und die ersten Perlen rausgesucht:

Billy Wilders Meisterwerk SOME LIKE IT HOT (1959)

Dieser Film stellt konsequent Männlichkeit und das Bild davon, was ein Mann sein muss und sich gesellschaftlich erlauben darf, infrage. Er lässt Tony Curtis und Jack Lemmon die Perspektive wechseln und dadurch erfahren, welchen Stellenwert Frauen auch wegen Männern wie ihnen haben.
Wiedergesehen: Some Like It Hot (1959)
Ich erinnere nicht mehr genau, wann ich den Film zum ersten und bisher einzigen Mal gesehen habe. Es muss vor mehr als 15 Jahren gewesen sein. Was ich jedoch mit Sicherheit sagen kann: Heute habe ich einen ganz anderen Film gesehen als mit keinen 20 Jahren auf dem Buckel. I’m

Sidney Lumets brillante Mediensatire NETWORK (1976)

Tonight on Hannity...
A ★★★★ review of Network (1976)
Tonight on Hannity…

Christopher Nolans Erstlingswerk FOLLOWING (1998)

Das hat sich nach dem Debüt eines Filmhochschulabsolventen angefühlt, obwohl Nolan nie eine Einrichtung dieser Art besucht hat. So sehr kreist FOLLOWING um die eigene Kunstform, denkt über das Parasitäre, Übergriffige und Invasive von Film im Speziellen und Kunst im Allgemeinen nach, lotet die Grenzen zur Aneignung aus.
A ★★★ review of Following (1998)
Das hat sich nach dem Debüt eines Filmhochschulabsolventen angefühlt, obwohl Nolan nie eine Einrichtung dieser Art besucht hat. So sehr kreist FOLLOWING um die eigene Kunstform, denkt über das Parasitäre, Übergriffige und Invasive von Film im Speziellen und Kunst im Allgemeinen nach, lotet die Grenzen zur Aneignung aus. Das geht mit einer gehörigen Portion Eitelkeit und Arroganz daher, die der Nolan mit diesem Film jedoch dermaßen selbstbewusst und cocky vor sich herträgt, dass das dabei Zusehen wieder Spaß macht.

James Mangolds atmosphärischer Western 3:10 TO YUMA (2007)

Rob Reiners Kultklassiker THE PRINCESS BRIDE (1987)

Frank Capras zeitloser IT'S A WONDERFUL LIFE (1946)

IT'S A WONDERFUL LIFE is a just beatiful film about the struggle of not being corrupted by an in part incredibly cynical and selfish world and what it takes to remain a good person in this seeming mess.
A ★★★★ review of It’s a Wonderful Life (1946)
IT’S A WONDERFUL LIFE is a just beatiful film about the struggle of not being corrupted by an in part incredibly cynical and selfish world and what it takes to remain a good person in this seeming mess. We need more timeless stories like this – timeless stories about the timless struggle of being human. We need films like this to remind ourselves that being good has actual value and significant impact – not just for oneself but for society as a whole. (watched as part of the Letterboxd Season Challenge 2018-19 – Past Host Week: Monsieur Flynn)

Der gar nicht mal so schlechte späte dritte BILL & TED FACE THE MUSIC (2020)

Torsten Körners gelungener Dokumentarfilm SCHWARZE ADLER (2021) über Rassismus im Spitzenfußball

Rolf Peter Kahls und Saralisa Volms Reenactment ALS SUSAN SONTAG IM PUBLIKUM SASS (2021)

Ganz prinzipiell finde ich schon, dass Reenactments dieser Art gewinnbringend sein können – also etwas nicht nur durch seine textliche Wiedergabe zu rezipieren, zu durchdringen und zu verhandeln, sondern sich durch das Theater sozusagen mitten in die Verhandlungsmasse zu begeben und durch diesen performativen Akt Denk- und Diskursprozesse anzustoßen.
A review of Als Susan Sontag im Publikum saß (2021)
Ganz prinzipiell finde ich schon, dass Reenactments dieser Art gewinnbringend sein können – also etwas nicht nur durch seine textliche Wiedergabe zu rezipieren, zu durchdringen und zu verhandeln, sondern sich durch das Theater sozusagen mitten in die Verhandlungsmasse zu begeben und durch diesen performativen Akt Denk- und Diskursprozesse anzustoßen. Hier, glaube ich, kommen wir jedoch zu keinem überaus produktiven Ergebnis. Dass es damals wie heute unterschiedliche feministische Strömungen gab und gibt, das ist keine überraschende Erkenntnis – aber eben das, was in diesem Zusammenschnitt sehr viel Platz eingeräumt wird. Eine wirklich inhaltliche Tiefe erreicht der Film also nicht. Aber er

Die Influencerinnen-Dokumentarfilm GIRL GANG (2022)

Es ist nicht sonderlich überraschend, was Susanne Regina Meures' Dokumentarfilm hier zutage fördert. Aber aufgrund der Nähe zu diesen Menschen ist er dadurch trotzdem nicht weniger faszinierend. Meures gelingt es einzufangen, wie sich der algorithmisch gesteuerte Mahlstrom auswächst und das Leben einer ganzen Familie pulverisiert, wie öffentlich sichtbare Metriken und Zahlen auf den Bankkonten Menschen zunächst aushöhlen, um sich dann selbst in der leeren Hülle wie Parasiten einzunisten.
A review of Girl Gang (2022)
Es ist nicht sonderlich überraschend, was Susanne Regina Meures’ Dokumentarfilm hier zutage fördert. Aber aufgrund der Nähe zu diesen Menschen ist er dadurch trotzdem nicht weniger faszinierend. Meures gelingt es einzufangen, wie sich der algorithmisch gesteuerte Mahlstrom auswächst und das Leben einer ganzen Familie pulverisiert, wie öffentlich sichtbare Metriken und Zahlen auf den Bankkonten Menschen zunächst aushöhlen, um sich dann selbst in der leeren Hülle wie Parasiten einzunisten. Diese Parasiten können dann praktisch ungehindert ihre Wirt:innen aushungern, da die Eltern der hier begleiteten Influencerin ganz offenkundig keine Ahnung dieser digitalen Welt haben. Sie sind fast noch schutzloser als ihre Tochter

Lonely Islands absurd-alberne Stuntman-Persiflage HOT ROD (2007)

Alexander Paynes Politsatire ELECTION (1999)

John Carneys irisches Kleinod ONCE (2007)

Martin Scroseses größenwahnsinniger THE AVIATOR (2004)

Es ist schon bemerkenswert, dass selbst jemand vom Format eines Scorsese dem Größenwahn von Howard Hughes nur mit eigenem Größenwahn begegnen kann. Das sagt viel mehr über die Kulturindustrie Hollywoods und deren Unfähigkeit, sich wirklich tiefergehender mit einer Person als nur an der glänzenden Oberfläche auseinanderzusetzen, aus als über Hughes.
A ★★★½ review of The Aviator (2004)
Es ist schon bemerkenswert, dass selbst jemand vom Format eines Scorsese dem Größenwahn von Howard Hughes nur mit eigenem Größenwahn begegnen kann. Das sagt viel mehr über die Kulturindustrie Hollywoods und deren Unfähigkeit, sich wirklich tiefergehender mit einer Person als nur an der glänzenden Oberfläche auseinanderzusetzen, aus als über Hughes. THE AVIATOR ist formal wahnsinnig artifiziell, über die Maßen gekünstelt gespielt und somit sehr nah am Puppentheater – was wiederum eine interessante Betrachtungsebene einzieht. Denn letztlich waren alle Menschen in Howard Hughes Leben für ihn wie Puppen, die er nach seinem Gusto dirigieren konnte. Die Art und Weise, wie das

Der durch und durch gelbschwammige THE SPONGEBOB SQUAREPANTS MOVIE (2004)

Michael Manns Muhammad-Ali-Biopic ALI (2001) mit Will Smith

Carl Giersdorfer hat wieder in einem Krankenhaus gedreht – in Sudan

Er macht für mich so viel aus, was ich an guten Dokumentarfilmer*innen so sehr schätze.

Carl Giersdorfer hat wieder in einem Krankenhaus gedreht – in Sudan
Foto: Arndt**berlin unter CC BY-SA 4.0

Carl Giersdorfer hat sich (zusammen mit damals™ Mareike Müller) während der Corona-Pandemie mit Charité intensiv: Station 43 in mein Dokumentarfilmherz gedreht. Krankenhäuser haben ihn in seinem Schaffen seitdem offenbar nicht mehr losgelassen. Er hat eine Ärztin eines Kinderkrankenhauses im ukrainischen Lwiw begleitet, während der russische Angriffskrieg bereits in vollem Gange war. Und es hat ihn mit Charité Intensiv: Gegen die Zeit zurück nach Berlin gezogen, um sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen.

Jetzt war er zusammen mit seiner Kollegin Laura Salm-Reifferscheidt in Sudan, um für Arte/ZDF ein „Krankenhaus im Schatten des Krieges" zu beleuchten. Über seine dort gesammelten Erfahrungen und Eindrücke hat er nun mit Utz Dräger bei Plus Eins im Deutschlandfunk Kultur gesprochen.

Verletzte Kämpfer, unterernährte Kinder, erschöpfte Mütter: Ein Krankenhaus in den Nubabergen im Bürgerkriegsland Sudan rettet täglich Leben – unter extremsten Bedingungen. Filmemacher Carl Gierstdorf war vor Ort. Was er erlebte, geht unter die Haut.

Ich hänge Carl Giersdorfer wirklich unheimlich gerne an den Lippen, wenn er über seine Arbeit spricht. Er macht für mich so viel aus, was ich an guten Dokumentarfilmer*innen so sehr schätze: Es ist wahnsinnig empathische Menschen, die einen klaren moralischen Standpunkt vertreten, diese Haltung auch nicht verstecken, mit einer gewissen Dringlichkeit eine Botschaft formulieren und andauerndes Engagement an den Tag legen, ohne sich dabei komplett selbst hinter der Arbeit zu verlieren oder gar zu verstecken.

EIN KRANKENHAUS IM SCHATTEN DES KRIEGES steht noch kostenlos bis zum 14. Mait 2026 bei Arte in der Mediathek.

Sudan: Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges - Die ganze Doku | ARTE
Seit April 2023 versinkt der Sudan im Bürgerkrieg um die Kontrolle des drittgrößten afrikanischen Landes – auf Kosten der Zivilbevölkerung. 25 Millionen Menschen leiden unter Hunger; zwölf Millionen sind bereits vertrieben. Hunderttausende haben Zuflucht in den Nubabergen gesucht. In einem der wenigen Krankenhäuser versuchen ein Chirurg und sein Team die Versorgung aufrechtzuerhalten.

Das Gespräch gibt's auf der Seite vom Deutschlandfunk Kultur.

Sudan: Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges
Ein Krankenhaus in den Nubabergen im Bürgerkriegsland Sudan rettet täglich Leben - unter extremsten Bedingungen. Filmemacher Carl Gierstdorf war vor Ort.