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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 98

CineNerdle – Das Wordle für Cineasten

CineNerdle – Das Wordle für Cineasten
(c) Hans-Peter Gauster / Unsplash

Gerade höre ich die wie immer unterhaltsame Vorhersagen-Episode von CUTS mit Christian Eichler, Lukas Barwenczik und Tino Hahn. Am Rande wird CineNerdle erwähnt und ich frage mich, wie das laut Urheber*innenvermerk auf der Seite seit mindestens zwei Jahren an mir vorbeigehen konnte.

Wie der Name vermuten lässt, ist CineNerdle eine Variation von Wordle und es geht darum, jeden Tag einen neuen Film in so wenigen Schritten wie möglich zu erraten. Der Antwort nähert man sich über das Aufdecken von Bildausschnitten. Ist das komplette Motiv aufgedeckt, ist die Runde verloren.

CineNerdle
Inspired by Wordle. Can you guess the movie from
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Gesehen: Sachertorte (2022)

Gesehen: Sachertorte (2022)
Maeve Metelka und Max Hubacher // (c) Amazon Studios, DCM Stories

Der Film hat mich auf ganzer Linie verzückt und es ist mir egal, dass ihr das jetzt wisst! Wie zuckersüß war das bitte?

SACHERTORTE ist ein Film, dessen Weg von Beginn an glasklar gezeichnet ist. Die Romcom ist ein derart abgegriffenes Genre, dass mittlerweile einfach das gesamte zur Verfügung stehende Werkzeugarsenal aus Tropen besteht.

Dieser Film weiß das. Er benennt seine Vorbilder, macht keinen Hehl aus seiner Inspiration und versucht erst gar nicht genau diese Idole zu dekonstruieren. Das wäre ein von vornherein zum Scheitern verurteiltes Vorhaben.

Der Film ist sich der Grenzen des Genres und des Settings bewusst. Aber

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Gesehen: The Old Oak (2023)

Gesehen: The Old Oak (2023)
Dave Turner als TJ Ballantyne für seinem Pub // (c) Leonine Studios Spielfilm

Als riesiger Fan von Ken Loach habe ich es sehr lange vor mir hergeschoben, diesen Film zu schauen. Denn alleine die Synopse hatte eine immens abschreckende Wirkung auf mich und ließ vor meinem inneren Auge den Bärenmarke-Bär über die saftig grüne Wiese tanzen – erzwungener Friede-Freude-Eierkuchen eben, das ganz reale Gefahren, denen Geflüchtete tagtäglich ausgesetzt sind, eben eher ausblendet.

Aber würde Ken Loach für eine derart lauwarme, der Realität nicht standhaltende Botschaft wirklich seinen bestechenden Sozialrealismus über Bord werfen? Das konnte ich mir dann doch nicht vorstellen.

Und was soll ich sagen? Wow, hat mich dieser Film berührt... Denn im Zentrum

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Gesehen: Emmanuelle 7 (1993)

Gesehen: Emmanuelle 7 (1993)
Caroline Laurence und Sylvia Kristel // (c) 21st Century Film France, M6 Films
💡
CN sexualisierte Gewalt

Was dieser Film tut, ist straight up und ohne Diskussion verachtenswert. So unverhohlen, wie hier eine Vergewaltigung als explizit als erotischer Moment inszeniert wird, hat sich das keiner der sechs vorangegangenen Filme in der Reihe getraut – und die waren stellenweise schon hochproblematisch.

Auch von diesem Moment abgesehen, gibt sich Teil 7 einfach gar keine Mühe mehr, auch die Nähe einer Diskussion von unter anderem Sexualmoral zu suchen. Stattdessen unterwirft er sich komplett einer Hardcore-Porno-Logik und -Ästhetik – nur eben ohne den expliziten Part.

Der Film lässt selbst mit der rosarotesten Brille keine wohlwollende Lesart zu.

½☆☆☆☆

🇫🇷, R: Francis Leroi,
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Gesehen: Platoon (1986)

Gesehen: Platoon (1986)
Willem Dafoe, Charlie Sheen und Tom Berenger // (c) 20th Century Studios

Super lange war ich extrem irritiert von diesem vermeintlich furchtbaren Schauspiel nahezu des gesamten Casts. Dieses aufgesetzte, überzogene und aufdringliche Kriegergehabe hat schon Laientheater-Qualitäten und es wirkt, als ob die Schauspieler hier verzweifelt und dilettantisch versuchen, jede Menge Unvermögen irgendwie auszugleichen.

Doch je tiefer es den Höllenschlund hinabging, desto klarer wurde mir, wie falsch ich mit meiner ersten Einschätzung lag. Denn nach und nach wird klar, dass es nicht schauspielerisches Unvermögen, sondern direkt in den Figuren angelegte Verhaltensmuster sind. Denn diese Gestalten bleibt nichts anderes übrig, als sich immer und immer wieder einzureden, dass sie Männer seien – weil sie fast

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3,2,1 – ein zuversichtliches Blog-Stöckchen von Dirk von Gehlen

3,2,1 – ein zuversichtliches Blog-Stöckchen von Dirk von Gehlen
(c) Miguel Bruna / Unsplash

Der geschätzte Dirk von Gehlen hat ein Blockstöckchen geworfen:

Es sind komplizierte Zeiten (vielleicht nicht die schlimmsten). Und vor lauter Krisen geht vor allem das Gefühl verloren, selbst etwas beitragen oder ändern zu können. Die kleine Liste aus zehn Dinge, die jede und jeder tun kann, um sich für Demokratie zu engagieren, brachte mich auf die Idee, ein Blogstöckchen zu werfen. So nennt man die Aufforderung an andere Blogger:innen, Fragen nach einem bestimmten Muster zu beantworten.
3,2,1 – ein zuversichtliches Blog-Stöckchen – Digitale Notizen

Die „Zehn Dinge, um nicht zynisch zu werden und demokratisch zu bleiben" fand ich

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