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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 93

Google Maps, aber auf Basis von Zeit statt Raum

Google Maps, aber auf Basis von Zeit statt Raum
(c) Václav Volhejn

Warst du auch schon immer der Meinung, dass Land- und Stadtkarten die völlig falsche Maßeinheit als Grundlage benutzen? Nein, ich auch nicht. Václav Volhejn hingegen schon. Deshalb hat er ein Kartentool gebaut, das Zeit statt Raum darstellt.

This is a map that can show time instead of space. Distances in the map reflect travel times: points that are close but take a long time to travel between (by car) get pushed away from each other, and vice versa.
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Mit fällt kein Grund ein, warum das nicht die Standardeinstellung jeder Kartenanwendung sein sollte 😅 Anyways, mir gefallen

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Gesehen: Robot Dreams (2023)

Gesehen: Robot Dreams (2023)
(c) Plaion Pictures

Ein wunderbar herzenswarmer Film über die Welt, betrachtet durch die Augen von grenzenloser Neugier und bedingungslos umarmender Akzeptanz all der Unvollkommenheiten, mit denen die Lebewesen auf der Erde durchs Leben gehen. Eine Verurteilung xenophober Strukturen und Haltungen.

Und es schmerzt trotzdem so sehr, weil der Film schon sehr früh und unmissverständlich etabliert, vor dem 11. September 2001 und damit in einer Welt zu spielen, die für viele Menschen eine unschuldigere, offenere, weitere war. Die herannahende Zäsur sowie die nachfolgende Verengung der Welt und in den Köpfen der Menschen drängt immer wieder aus unseren Hinterköpfen in das Geschehen des Films hinein.

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„Wie DU mehr Bücher liest - eine Gebrauchsanweisung" von Franz Pökler (für mich)

„Wie DU mehr Bücher liest - eine Gebrauchsanweisung" von Franz Pökler (für mich)
(c) Siora Photography / Unsplash

Meine Beziehung zu Literatur ist für mich eigentlich geklärt: Ich stehe drauf. Meine Beziehung zum Lesen hingegen: schwierig. Jede:r hat da ja so seine eigenen Stolperstellen. Bei mir ist es vor allem die Routine, an der ich immer und immer wieder scheitere. Gewohnheitstrackende Apps, Leseziele beim Buchtracker meiner Wahl, einfach, wenn die Lust kommt... all das hat für mich nie dauerhaft funktioniert.

Wenn ich ehrlich bin: Immer wieder rutscht mit einer Blutgrätsche zwischen mich und Literatur meine Filmliebe. Wer einen Blick auf die Startseite meines Blogs oder mein Letterboxd-Profil wirft, wird schnell merken: Ich schaue praktischen jeden Tag mindestens

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Gesehen: Borderlands (2024)

Gesehen: Borderlands (2024)
(c) Leonine Studios Spielfilm

Hätte besser doch im Giftschrank bleiben sollen... Es ist nur schwer zu begreifen, wie man eine derart uninspirierte, in ihrer Struktur bereits mehrfach zu Tode gerittene Geschichte erzählen kann und das obendrauf auch noch mit einem Humor paart, der vielleicht vor 15 Jahren – also etwa zum Release des ersten Borderlands-Spiels – funktioniert hätte. Heute ist das alles ein Anachronismus in Filmform.

Außerdem scheint Eli Roth in seinem gesamten Leben maximal drei bis vier Sci-Fi-Actionfilme gesehen zu haben, aus denen er nun versucht, das Borderlands-Universum nachzustricken. Natürlich kann das nicht stimmen, aber genauso eng fühlt sich nun mal der inszenatorische

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2024 war das Jahr des Flops – sagen die Critics at Large vom New Yorker

2024 war das Jahr des Flops – sagen die Critics at Large vom New Yorker
(c) Nong / Unsplash

Naomi Fry, Alexandra Schwartz und Vinson Cunningham sind Kritiker:innen beim New Yorker und nähern sich für ihren Podcast „Critics at Large" dem Begriff des Flops in all(?) seinen Facetten.

Das Gespräch führt vom Spektakel des Scheiterns und dem zurückgehaltenen Schmerz bei der Nicht-Wahl von Kamala Harris über Francis Ford Coppolas Slow-Motion-Flop MEGALOPOLIS bis zum anachronistischen Tryhard-Flop „Woman's World" von Katy Perry.

Sind Flops eigentlich nur Produkte eines Hype-Zuklus', algorithmisch bedingt oder für kommerzielle Zwecke konstruiert?

Interessant finde ich den Gedanken, dass Flops vielleicht gar nicht existieren in einer Welt, in der Massenkultur zielgerichtet auf vermeintliche Nischen zugeschnitten wird und

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Würde Leonardo da Vinci Apples Notiz-App benutzen?

Würde Leonardo da Vinci Apples Notiz-App benutzen?
Leonardi da Vincis „Dame mit dem Hermelin" (von mir leicht zugeschnitten)

Apple behauptet ja gerne maximalspurig von sich, die besten Tools für kreative Menschen zu bauen. Die Künstlerin Cat Graffam hat das für ein Youtube-Video auf die Probe gestellt und versucht, Leonardo da Vincis „Dame mit dem Hermelin" möglichst originalgetreu nachzumalen – in der verdammten Standard-Notizapp auf ihrem iPhone.

Dabei gerät sie schnell an die Grenzen der Software und den Rand des Wahnsinns. Apple-Software ist also vielleicht nicht immer passend, um große Kunst zu schaffen, aber für Performance-Kunst reicht's am Ende immer. Oder eben für ein Youtube-Video.

Inspiration für das Projekt war Chris Silverman, der einfach jeden Tag eine in Apples Notiz-App

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