Skip to Content

Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 86

Firlefänzchen № 8 - Phönix aus der Asche und andere Tiernachrichten

Firlefänzchen № 8 - Phönix aus der Asche und andere Tiernachrichten
© Wolfgang Hasselmann / Unsplash

„Es ist an der Zeit, ein Herzensprojekt aus der Höllenseite wiederzubeleben"findet Anja Rützel. Deshalb gibt es jetzt die Tierpresseagentur (tpa) auf Bluesky. Ich meine, wer kann diese Art von News gerade nicht in seiner Timeline vertragen? Ich habe jedenfalls meine Followings streng kuratiert und viele Accounts wieder aussortiert, denen ich einst wegen Thema X folgte, die jetzt jedoch wie so viele dazu übergegangen sind, selbst super viel Empörungscontent zu posten. Katharina Nocun sammelt passenderweise ähnliche Accounts wie die tpa. Seit hiermit als regelmäßiger Palate Cleanser alles empfohlen.

Es ist an der Zeit, ein Herzensprojekt aus

Firlefänzchen № 8 - Phönix aus der Asche und andere Tiernachrichten Read more

Gelesen: „I'm Thinking of Ending Things" (2019) von Iain Reid

Gelesen: „I'm Thinking of Ending Things" (2019) von Iain Reid
Cover und Verlag: Droemer Knaur

Vor knapp fünf Jahren habe ich Charlie Kaufmans Filmadaption gesehen und für den Musikexpress eine Kritik geschrieben. Seitdem hat sich meine Perspektive auf die Welt tatsächlich deutlich geändert – ich würde sogar behaupten: erweitert. Wenn ich also sage, dass ich finde, dass diese Buchvorlage doch klar anders gelagert als ihre Verfilmung ist, dann kann das zwei Dinge bedeuten:

  1. Buch und Film sind thematisch doch nicht so weit voneinander entfernt, ich habe die grundlegenden Themen nur damals™ nicht sehen können.
  2. Ich habe den Film mittlerweile weitestgehend vergessen.

Aber zum Buch: Es beginnt, wie Kaufmans Film. Die Protagonistin stellt sich die Frage, ob

Gelesen: „I'm Thinking of Ending Things" (2019) von Iain Reid Read more

Gesehen: The Grifters (1990)

Gesehen: The Grifters (1990)
Anjelica Huston, John Cusack und Annette Bening // © ARD Degeto 2025

Der einzige Grift, den diese drei Menschen wirklich beherrschen, wie kein:e Zweite:r, ist der Grift sich selbst gegenüber. Die drei machen sich vor, ihr Leben im Griff zu haben, am Steuer zu sitzen, die Kontrolle über all ihr Handeln zu haben. Daran halten sie sich fest, weil es keine Alternative gibt.

Letztlich ist der Grift wie eine Drogensucht: Nur, weil du dir die Spritze selbst in die Vene setzt, hast du noch lange keine Kontrolle. Im Gegenteil, die Droge hat längst dein Ruder in der Hand. Die wiederum tanzt sozusagen nach den Pfeifen der Dealer:innen und die

Gesehen: The Grifters (1990) Read more

Firlefänzchen № 7 - Pionierinnen

Firlefänzchen № 7 - Pionierinnen
© Reed Naliboff / Unsplash

Friendly Reminder: Am Samstag ist Internationaler Frauentag. Arte fährt deshalb ein ziemlich starkes Programm auf, von dem Teile auch jetzt schon in der Mediathek abrufbar sind:

Audrey Diwans HAPPENING nach dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Annie Ernaux. Eine großartige wie an die Nieren gehende Geschichte über Emanzipation und körperliche sowie sexuelle Selbstbestimmung im Frankreich der 1960er.

Das Ereignis - Film in voller Länge | ARTE
Frankreich, 1963: Das Leben der talentierten Studentin Anne ändert sich schlagartig, als sie erfährt, dass sie ungewollt schwanger ist. Sie muss eine unmögliche Entscheidung treffen ... - Audrey Diwans Film basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von
Firlefänzchen № 7 - Pionierinnen Read more

Der peinliche Fühlifühli-Journalismus des Hollywood Reporters

Der peinliche Fühlifühli-Journalismus des Hollywood Reporters
© Vincentas Liskauskas / Unsplash

Beim Hollywood Reporter ist derzeit ein, wie soll ich sagen, interessantes Stück zum Thema „alte" Filme und deren Fehlen in den Katalogen von Netflix und Co. zu lesen. Autor Benjamin Svetkey scheint das Herz immerhin am rechten Fleck zu haben.

How Streaming Is Making Us All Cinema-Illiterate
The oldest title available on Netflix last month was 1973’s ‘The Sting.’ Where does that leave the next generation of film lovers?
The great promise of streaming, of course, was supposed to be a world in which every movie ever made would be immediately viewable at the
Der peinliche Fühlifühli-Journalismus des Hollywood Reporters Read more

Gesehen: The Wizard of Oz (1939)

Gesehen: The Wizard of Oz (1939)
Jack Haley, Judy Garland, Ray Bolger und Bert Lahr // © Warner Bros. Home Entertainment, MGM

Dieser unfassbare Kulissenaufwand, die endlos vielen Statist:innen, die genialen und vor allem die Zeit überdauerten Spezialeffekte, dieser Reichtum an Metaphern, das ist schon abgefahren.

Vielen werde ich damit sicherlich nichts Neues erzählen, aber ich kannte vorher weder das Buch noch habe ich mich anderweitig belesen und zähle jetzt einfach mal auf, was mir alles aufgefallen ist:

  • Wie der Film Rollenbilder dekonstruiert, der eisenharte Tin Man selbstverständlich auch ein Herz haben darf, der immer mit großem Mut in Verbindung gebrachte Löwe natürlich auch mal Angst haben darf und die Vogelscheuche bisexuell as fuck ist. „Of course, people do go both
Gesehen: The Wizard of Oz (1939) Read more