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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 53

Gesehen: Ivo (2024) - Politik im Privaten

Hat mich sehr an Angela Schanelecs Filme erinnert.

Gesehen: Ivo (2024) - Politik im Privaten
Foto: Piffl Medien, Adrian Campean

Wie und in welchen Konstellationen hier die Politik des Privaten verhandelt wird, das hat mich sehr an die Filme von Angela Schanelec erinnert. Eva Trobisch beobachtet die Privatisierung des Sterbens – also sowohl, dass das Sterben in den privaten Raum gedrängt wird, als auch Teil einer privatwirtschaftlichen Verwertungslogik geworden ist. Es geht um den entsolidarisierenden und vereinsamenden Effekt, wenn Teile der Solidargemeinschaft zunehmend wirtschaftlich organisiert und wirklicher gesellschaftlicher Kontrolle entzogen werden. Und darum, wo in diesem Gefüge noch Raum für den Menschen bleibt.

★★★½☆

🇩🇪, R: Eva Trobisch, D: Minna Wündrich, Pia Hierzegger, Lukas Turtur, Lilli Lacher, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Piffl Medien,
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The Thick of Franz Ferdinand am 03. Juli 2025

Die heutigen Dailies unter anderem mit: PewPewPew, einem weirden Spin-off und Klimarealitäten

The Thick of Franz Ferdinand am 03. Juli 2025
Foto: Giorgio Trovato / Unsplash

Sascha Brittners Blog PewPewPew ist 16 Jahre alt geworden.

Ich will nicht, dass ihr lieben Pew-Freunde, die sich für meine Inhalte interessieren, durch Algorithmen übersehen werden oder sich von Plattform zu Plattform hangeln müssen.

Und an dem Punkt komme ich nun zum eigentlichen Thema. Ihr seid nicht weg, ich war nicht weg, bin aber wieder voll da. Aber die wenigsten folgen heute noch Blogs über Feeds. Kaum jemand tippt jetzt jeden Tag drei Mal p e w und punkt d e auf seiner Tastatur in den Browser. Das soll auch niemand unbedingt müssen.

Aber ich würde gerne in Kontakt bleiben.
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Gesehen: Am Ende kommen Touristen (2007) - Unendliche Kontamination

Wenn die Zeit aus den Angeln gehoben wurde...

Gesehen: Am Ende kommen Touristen (2007) - Unendliche Kontamination
Foto: X-Verleih

Bemerkenswert ist vor allem, wie fast schon beiläufig Robert Thalheim hier nachzeichnet, was eigentlich alles durch die Verbrechen der Nazis kontaminiert wurde, bis heute kontaminiert bleibt und wahrscheinlich für immer kontaminiert sein wird.

Die deutsche Sprache hat sich in diese Orte und die Köpfe seiner Menschen gefressen und wird für die Ewigkeit mit dem schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte verbunden sein. Idyllische Landschaften werden immer von den Lagertürmen von damals überblickt werden.

Der Holocaust war ein derart singuläres Ereignis, dass es die Zeit aus den Angeln gehoben hat. An Orten wie Auschwitz steht sie deshalb gewissermaßen still bzw. folgt anderen Regeln.

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Gesehen: Falling into Place (2023) - Verführerischer Rhythmus

Die Frage ist: Muss es immer ein Walzer sein?

Gesehen: Falling into Place (2023) - Verführerischer Rhythmus
Foto: Port au Prince Pictures

Der Film hat schon einen sehr verführerischen Rhythmus mit seinen Begegnungen, den Bewegungen zueinander und voneinander weg sowie dem Kreisen der Figuren umeinander und sich selbst. Es ist wie ein angenehmer Walzer, der hier getanzt wird.

Die Frage ist aber doch: Muss es immer ein Walzer sein?

★★½☆☆

🇩🇪/🇬🇧, R: Aylin Tezel, D: Aylin Tezel, Chris Fulton, Rory Fleck-Byrne, Alexandra Dowling, Samuel Anderson, Juliet Cowan, Olwen Fouéré, Michael Carter, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Port au Prince Pictures

Der Film steht noch kostenlos bis zum 12. Juli 2025 in der Arte-Mediathek:

Falling into Place - Film in voller Länge | ARTE
Zwei Fremde, die
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Gesehen: Samedi Cinema (2016) - Ein Fenster zur Welt

Das Kino eröffnet auch über Bande Perspektiven.

Gesehen: Samedi Cinema (2016) - Ein Fenster zur Welt
Foto: Films du Samedi

Das Kino ist ein Fenster zur Welt. In dieser kleinen Vignette ist das jedoch nicht nur wortwörtlich auf Filme zu beziehen. Denn diese beiden Kinder erweitern in diesem Moment ihren Horizont nicht durch das Schauen, sondern durch das Zuhören. Um sich Kinotickets leisten zu können, lassen sie sich nämlich von anderen Dorfbewohner:innen, die nicht schreiben können, aber mit geliebten Menschen in Kontakt treten wollen, Briefe diktieren. So erfahren die beiden Kinder von den Sorgen, Nöten und Freuden der Menschen um sie herum und bekommen dadurch ein Bild von einer Welt jenseits ihres bisherigen Erfahrungshorizonts. Kino ist ein Fenster zur

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Gesehen: Hotel (2004) - Uncanny Angsträume

Kein Ausweg, keine Lösung, keine Katharsis – und gerade deshalb so gut

Gesehen: Hotel (2004) - Uncanny Angsträume
Foto: Essential Filmproduktion, Arte, ZDF, ORF, WDR, Coop99 Filmproduktion

Mich hat all das zuverlässig in eine Art Trance versetzt – wie Jessica Hausner diesen Nichtort inszeniert, der aus zahlreichen Schwellenräumen zusammengesetzt scheint. Es ist der finstere Gang, dessen Ende nicht auszumachen ist. Es ist der pechschwarze Wald in der Nacht. Es ist das leise Plätschern des Pools. Es ist das Brummen der Neonröhren. Es ist die Behaglichkeit, die Orte wie Hotels versuchen zu imitieren.

Meistens führen diese Versuche jedoch genau zum Gegenteil, erzeugen Dissonanzen und lassen ein Uncanny Valley entstehen. Genau dieses Tal durchschreitet der Film immer und immer wieder. Er nimmt uns an die Hand und für uns durch

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