Rein formal hat mich sehr viel von TOMMASO an die Filme von Terrence Malick denken lassen – im guten wie im schlechten Sinne. Die vielen Weitwinkel, Bildgestaltung und Spiel ganz im Zeichen des Naturalismus, immer in Bewegung, viel „aus der Hüfte“ geschossen – das weiß in seinen Bann zu ziehen. Dazu Willem Dafoes Tommaso, der ohne auch nur einen Tropfen anzurühren von seinem eigenen Alkoholismus zunehmend und nach allen Regeln der Kunst in Beschlag genommen wird. Er sucht Fehler immer nur bei anderen, nie bei sich selbst. Er gibt die Schuld für seine eigenen Unzulänglichkeiten immer anderen, nie sich selbst. Er meint,
Gesehen: Tommaso (2019) - Malick im Guten und Schlechten
FilmkritikZwischen überstrapazierter Leier und vielschichtiger Selbstsabotage