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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 212

Gesehen: The Mummy Returns (2001) - Keine Gefangenen

Will krampfhaft der nächste Indy sein, ist aber überraschend gut gealtert.

Gesehen: The Mummy Returns (2001) - Keine Gefangenen
Foto: Universal Pictures International Germany

Was mit gefallen hat: Der Film macht keine Gefangenen und zeigt innerhalb der ersten Minuten bereits in Körper eindringende Schwerter, ist sehr dynamisch und vor aufwendiger Kulisse inszeniert. Dazu ist die Tricktechnik überraschend gut gealtert und Brendan Fraser scheint wirklich für diese Art von Rollen gemacht zu sein.

Was mich irritiert hat: Die Mumie will am allerliebsten zurück in die Zeit der ursprünglichen INDIANA JONES-Trilogie kehren. Es ist beschämend, wie sehr im wahrsten Wortsinne dieser Film ein Indy sein will – nämlich, indem er sich von Figurenkonstellation über Plotstruktur und kleinerer Gimmicks bis hin zum Score dreist nah an sein großes

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Gesehen: Shadows in Paradise (1986) - Arbeiter:innenumarmung

Aki Kaurismäkis klarer Blick auf die Welt ist immer wieder heilsam.

Gesehen: Shadows in Paradise (1986) - Arbeiter:innenumarmung
Foto: Villealfa Filmproductions

Es ist immer wieder so toll Aki Kaurismäkis klaren Blick auf die Welt zu sehen. Er umarmt die Arbeiter:innenklasse wie nur wenige andere. Ihr begegnet er auf Augenhöhe, erzählt von deren Leben. Und obwohl auch dieser Film romantisch ist, ist ihm das Romantisieren fremd. Kaurismäkis Figuren buckeln, buckeln und buckeln – um irgendwann im Ruhestand mit der Frau die Welt sehen zu können, zu Grunde, zu Tode, immer nur für den Profit anderer.

Zum Dank werden sie beschämt, stigmatisiert, kleingehalten, gegeneinander ausgespielt – und zwar so sehr, dass es ihre Selbstwahrnehmung zerfrisst. Ob dieser finsteren Welt dann trotzdem mit derartigem Nachdruck

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Are Film Critics a Dying Breed?

Are Film Critics a Dying Breed?
Foto: Broey Deschanel

Schönes Video über den Wert von Filmkritik. Wir müssen Kulturkritik wirklich um jeden Preis erhalten und nicht den Influencer:innen überlassen. Die haben zwar ihren Platz, denen ich ihnen auch gar nicht streitig machen will. Aber sich mit Film über den reinen Unterhaltungsfaktor hinaus zu beschäftigen, das Medium als Kunst zu begreifen, wahrzunehmen und zu besprechen, das muss auch seinen Platz haben.

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Gesehen: Deep Water (2022) - Problemfilm

Viel behauptet, wenig geliefert...

Gesehen: Deep Water (2022) - Problemfilm
Foto: Amazon MGM Studios

Ein Film über Begehren, Eifersucht, Kontrolle und deren Verlust, dem es an jeglicher (erotischer) Spannung fehlt, diese aber behauptet, hat ein Problem.

★★☆☆☆

🇺🇸, R: Adrian Lyne, D: Ben Affleck, Ana de Armas, Tracy Letts, Lil Rel Howery, Dash Mihok, Finn Wittrock, Kristen Connolly, Jacob Elordi, Rachel Blanchard, Trailer, Letterboxd, Wikipedia, Foto: Amazon MGM Studios

Tiefe Wasser - Stream: Jetzt Film online finden und anschauen
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A ★★ review of Deep Water (2022)
Ein Film über Begehren, Eifersucht, Kontrolle und deren
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Die Survival-Youtube-Saison 2023: Es bleibt banal.

Die Survival-Youtube-Saison 2023: Es bleibt banal.
Foto: Markus Spiske / Unsplash

Gerade ist ja wieder Survival-Youtube-Saison. Bei Fritz Meineckes 7 vs. Wild gammeln Zweierteams in Kanada rum und auch die grundsätzlich sympathischen Otto Karasch und Fabio Schäfer haben sich für ihren Survival Squad nach Kanada begeben, um sich dort zu zweit 30 Tage lang 300 Kilometer durch die Wildniss und mit Bären zu schlagen.

Punkt 1: 7 vs. Wild schaue ich mir nicht (mehr) an. Das hat mehrere Gründe. Zum einen weil Staffel 2 in Panama schon unerträglich langweilig war und es einfach wahnsinnig uninteressant ist, mit dem „Survival“-Thema gar nicht verbundene Influencer:innen beim Herumdilettieren zu beobachten. Zum anderen

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Gesehen: Brokeback Mountain (2005) - Kein Raum für Wärme

Ang Lee verpasst es, diese Geschichte auch nachfühlbar zu machen.

Gesehen: Brokeback Mountain (2005) - Kein Raum für Wärme
Foto: Universal Pictures Home Entertainment

Diese Art der Urteile mag ich eigentlich nicht und versuche deshalb auch selbst, sie tunlichst zu vermeiden. Aber diesen Film habe ich einfach nicht gefühlt. Ich bin über die etwas mehr als zweistündige Distanz einfach nicht darüber hinweggekommen, wie kalt und mechanisch sich alles anfühlt. Ang Lee lässt seine Schauspieler:innen so viel Energie dafür aufwenden zu posen, einer Art romantisiertem Bild des Mittleren Westens der USA zu entsprechen und sich dafür regelrecht in Pose(n) zu werfen, dass dazwischen wenig Raum für Wärme bleibt. Schade, denn die Figurenanordnung und die Optik haben für mich schon funktioniert.

★★★☆☆

🇺🇸/🇨🇦, R: Ang Lee,
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