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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 205

Half-Life: Doku zum 25-jährigen Jubiläum

Selbstverständlich total unkritisch und letztlich PR, aber ganz nett nichtsdestotrotz.

Half-Life: Doku zum 25-jährigen Jubiläum
Foto: Valve

Ist schon ein Weilchen im Netz, aber ich hab's erst jetzt nachgeholt. Valve hat eine nette kleine Doku zusammengeschustert, in der an der Entwicklung des legendären Half-Life beteiligte Menschen noch einmal erzählen dürfen, was das eigentlich für ein irres, bahnbrechendes und wegweisendes Spiel war. Ist selbstverständlich total unkritisch und letztlich PR, aber ganz nett nichtsdestotrotz.

Zu Release war ich natürlich etwas zu jung und außerdem hätte ich auch gar keinen Rechner gehabt, um Half-Life überhaupt spielen zu können. Richtig gepackt hat mich später aber Half-Life 2, das damals als eines der wenigen – wenn nicht sogar als erstes – Spiele online zwingend

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Mein Medienmenü - Woche 51/2023 & Emily Pausë

In der zurückliegenden Woche habe ich eine Entscheidung getroffen: Emily Brontës Wuthering Heights lese ich vorerst nicht weiter. Zwar hat mich vor allem die Form der Erzählung durchaus in ihren Bann gezogen, aber irgendwann hat sich auch das für mich ziemlich ausgetreten angefühlt. Im neuen Jahr suche ich mir dann ein neues Buch aus, um wieder neuen Schwung in mein Leseverhalten zu kriegen – denn das hat mit Wuthering Heights total gelitten, weil ich nicht mehrere Bücher gleichzeitig lesen kann/will und bisher irgendwie das Gefühl hatte, alle angefangenen auch beenden zu müssen.

Ansonsten: Entspannte Feiertage! ✨🎄

Filme

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Gesehen: Skinamarink (2022) - Konservative Angst

Kindliches Unbehagen und Kernfamilie

Gesehen: Skinamarink (2022) - Konservative Angst
Foto: capelight pictures

Wenn der Film auch nur eine Sache schafft, dann ist es zuverlässig eine ekelig unangenehme Atmosphäre zu erzeugen und Erinnerungen an kindliche Ängste aus den Untiefen des Bewusstseins wieder an die Oberfläche zu befördern. Das Starren in die Dunkelheit, bis sich aus dem schwarzen Nichts heraus Menschen und Dinge formen. Die Monster im Augenwinkel. Das Überinterpretieren harmlosester Geräusche. Diese mit dem Gefühl unendlicher Freiheit gemischte Angst, wenn man zum ersten Mal abends/nachts alleine zu Hause ist, die halbe Nacht Fernsehen schaut und versucht, sich vor sich selbst das eigene Unbehagen kleinzureden.

Dazu beschwört der Film den Horror der zerbrechenden

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Gesehen: The Wonderful Story of Henry Sugar (2023) - Mut zur fremden Feder

Hier steckt mehr drin als in ASTEROID CITY insgesamt.

Gesehen: The Wonderful Story of Henry Sugar (2023) - Mut zur fremden Feder
Foto: Netflix

Wes Anderson muss doch wirklich merken, dass es keine Schande ist, eine Geschichte zu adaptieren, die nicht aus der eigenen Feder stammt. In diesen knapp 40 Minuten steckt nämlich mehr als in ASTEROID CITY insgesamt. Wie elegant hier die Kritik am globalen Kapitalismus aufgezogen, der verächtliche und exotisierende Blick des Westens auf Entwicklungsländer sowie die intellektuelle und materielle Ausbeutung nachgezeichnet wird, wie hier die Symbiose von Roald Dahls Geschichte und Wes Anderson filmischer Handschrift aufgeht… davon würde ich so gerne wieder mehr sehen!

🇬🇧/🇺🇸, R: Wes Anderson, D: Benedict Cumberbatch, Ralph Fiennes, Dev Patel, Ben Kingsley, Richard Ayoade, Jarvis Cocker, Trailer
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Gesehen: Pacifiction (2022) - Kolonialistischer Fiebertraum

Erinnert in seinen besten Momenten an Claire Denis

Gesehen: Pacifiction (2022) - Kolonialistischer Fiebertraum
Foto: Filmgalerie 451

Ein kolonialistischer Fiebertraum in Neon und Pastell, in dem Moral ein dehnbarer Begriff und Wissen Macht ist, geträumt von einem Bond-Bösewicht, bevor Bond selbst auf den Plan tritt. Doch selbst wenn der die Party noch crashen würde, die Musik spielt längst woanders – in ihren besten Momenten an Claire Denis erinnernd und vor der nie verflogenen atomaren Gefahr warnend.

★★★★☆

🇫🇷/🇪🇸/🇩🇪/🇵🇹/🇵🇫, R: Albert Serra, D: Benoît Magimel, Pahoa Mahagafanau, Marc Susini, Matahi Pambrun, Sergi López, Montse Triola, Michael Vautor, Cécile Guilbert, Lluís Serrat, Mike Landscape, Cyrus Arai, Mareva Wong, Baptiste Pinteaux, Laurent Brissonnaud, Florence Garneau, Práxedes de Vilallonga, Jean-Philippe Tahitua, Hinatea Boosie, Eva
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Gesehen: Der vermessene Mensch (2023) - Grauenhafte Blaupause

Deutsche Vergangenheitsbewältigung einfach anders wild...

Gesehen: Der vermessene Mensch (2023) - Grauenhafte Blaupause
Foto: Studiocanal

Ich will einfach nicht verstehen, warum diese Blaupause für deutsche Vergangenheitsbewältigung im Film einfach nicht totzukriegen ist. Denn selbst wenn man mal die Debatte um die Erzählperspektive außen vor lässt: Dieser Film muss unbedingt einen (Mit-)Täter positiv aufladen – vermutlich, um eine Identifikationsfigur für absolut teilnahmsloses Publikum zu schaffen. Letztlich macht das jedoch nicht mehr, als die eigenen Hände in Reinheit zu waschen, die Opfer der kolonialen Gewalt Deutschlands in den Schatten zu stellen und individuelle Schuld lediglich als Symptom des Systems zu beschreiben. Das Ergebnis ist dann irgendwo in der Sphäre von „Ja, wir haben grauenhafte Dinge getan. Aber

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