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Feuilleton & Firlefanz

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Gesehen: Sanctuary (2022)

Gesehen: Sanctuary (2022)
Margaret Qualley und Christopher Abbot in „Sanctuary" // (c) Universal Pictures

Ein stylishes Machtspiel, dass die Machtverhältnisse wenig überraschend kippen lässt bzw. verschiebt, dabei jedoch clever vermeintlichen Machtmissbrauch zur Waffe gegen patriarchale Strukturen macht. Am Ende steht nichts, was man als filmische Utopie bezeichnen könnte – zu kantenlos, zu versöhnlich und zu sehr auf Einigkeit bedacht lässt uns der Film mit unseren Gedanken zurück.

★★★☆☆

FR/US, R: Zachary Wigon, D: Margaret Qualley, Christopher Abbott, Trailer, Wikipedia
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Mein Medienmenü - Woche 07/2024 & Hello Tomorrow!

Mein Medienmenü - Woche 07/2024 & Hello Tomorrow!
Billy Crudup in „Hello Tomorrow!" // (c) Apple TV+

Das wars, meine Gratismonate Apple TV+ sind vorüber. Auf den letzten Metern habe ich noch die erste Staffel Hello Tomorrow! mit Billy Crudup durchgeschaut. Zu Release gab es lediglich lauwarme Kritiken, aber mir haben die zehn Episoden gefallen. Ich habe einfach einen Soft Spot für Retrofuture. Dass mein kritisches Auge noch funktioniert, habe ich dann direkt bei High Desert bemerkt. Die Zeit hätte noch für alle Episoden gereicht, aber ich konnte mich einfach nicht dazu bringen. Ich mag Patricia Arquette wirklich sehr, aber das ist wirklich auf ganzer Linie erzwungener Quatsch.

Filme

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Gesehen: Die bleierne Zeit (1981)

Gesehen: Die bleierne Zeit (1981)
Barbara Sukowa in Margarete von Trottas „Die bleierne Zeit" (c) Studiocanal, Arthaus
Vielleicht sollte ich es aufschreiben. Ich bin gewöhnt zu vertrauen, nicht zu fragen.

Margarethe von Trottas DIE BLEIERNE ZEIT hat viele starke Sätze im Angebot, aber keiner hallt so stark nach wie dieser und erzählt so viel über die gescheiterte Entnazifizierung, die Rolle der Medien, die gefühlte Ohnmacht ob der Verbrechen der Deutschen und radikale Lösungen.

★★★★☆

DE, R: Margarethe von Trotta, D: Jutta Lampe, Barbara Sukowa, Trailer, Wikipedia
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Gesehen: Between the Lines (1977)

Gesehen: Between the Lines (1977)
(c) Midwest Films

Die Party ist vorbei. Aber war es wirklich jemals eine Party? BETWEEN THE LINES ist fast 50 Jahre alt und zeigt, dass Zeit ein flacher Kreis ist. Journalismus wird nur so lange als unabdingbar für die Demokratie und eine freie Gesellschaft betrachtet, wie er sich selbst tragen kann, Medienkonzerne sich ihn leisten wollen, weil er Gewinn abwirft. Doch wenn sich der ökonomische Wind dreht, wird kritischer und unabhängiger Journalismus schnell auf die Schlachtbank der sogenannten Shareholder gezerrt. Es ist damals wie heute absurd, dass Menschen, die sich für diesen Beruf und damit einhergehende radikale Einschnitte bei Freundschaften, Beziehungen und Freizeit,

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Gesehen: Pauline à la Plage (1983)

Gesehen: Pauline à la Plage (1983)
Simon de La Brosse und Amanda Langlet in Éric Rohmers „Pauline à la Plage" // (c) Studiocanal, Arthaus

Für mich kreist der Film um diese eine wunderbare Szene, in der Marion, Pierre, Henri und Pauline zum ersten Mal zusammensitzen und sich über die Liebe unterhalten. Während die Erwachsenen versuchen, jede noch so kleine Gefühlsregung zu intellektualisieren, allem möglichst philosophisch zu begegnen und Liebe, Lust und Verlangen mit klaren Regeln eine gewisse Logik aufzuzwingen, sitzt Pauline fast schon gelangweilt herum und schweigt weitestgehend. Was dann jedoch immer klarer wird: Sie tut das nicht, weil sie zu naiv oder unwissend ist. Sie tut das, weil sie als einziger Mensch im Raum sowohl einen klaren Verstand als auch ein klares Herz

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Gesehen: Stars at Noon (2022)

Gesehen: Stars at Noon (2022)
Joe Alwyn und Margaret Qualley in Claire Denis' „Stars at Noon" // (c) Weltkino Filmverleih

Ich bin immer wieder fasziniert und beeindruckt von Claire Denis’ unablässigem und unermüdlichem Bohren in kolonialen Vergangenheiten und neokolonialistischen Verbrechen. Ich kenne niemanden, der sich dieser Themen mit solch großer Ruhe und Zurückhaltung, so elegant, feinsinnig und klug annimmt – immer mit dem scharfen Blick auf großkapitalistische Konzerne und staatliche Akteur*innen, die politische Instabilität ausnutzen, um Mensch und Boden nahezu ungestraft auszubeuten sowie ihre nicht demokratisch legitimierte Macht weiter auszubauen – in STARS AT NOON auf dem regelrechten Spielfeld Zentralamerika und in gewohnt melancholischem Dahinplätschern.

★★★★☆

FR, R: Claire Denis, D: Margaret Qualley, Joe Alwyn, Benny Safdie, Trailer, Wikipedia
Stars at Noon
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